Es gibt andere Personen, die dem Ruf der CDU wesentlich mehr geschadet haben. Den Rückzug von Merkel finde ich schade, und dabei trage ich gar nicht das heuchlerische Lächeln von Seehofer im Gesicht. Auch wenn ich mehr links und grün tendiere. Den „Ausrutcher“ von letztens fand ich recht zynisch, obwohl der Ehemann vor dem Fernseher in Gelächter ausgebrochen ist… „Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“ Ich habe es schon als ernüchtern empfunden, als die bayerische Bevölkerung einen starken Signal gesendet hat, indem sie aus den Grünen die zweitstärkste Partei gemacht haben, und es trotzdem von vornherein klar wurde, dass ihre Teilnahme an einer Koalition ausgeschlossen sein würde. Änderungen sind nicht in Sicht.

Als ob es nicht genug wäre… Die Tagesschau zeigt Bilder von Frauen, die bei der Wahl vom neuen brasilianischen Präsident Jair Bolsonaro jubeln. Was haben sie denn im Schädel?


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Das Wochenende in Bildern

Das Wochenende hat mit einem Besuch beim Pasinger Viktualienmarkt angefangen, wie inzwischen jedes Wochenende. Zuerst ein leckeres Frühstück bei Banandi’s Deli. Fantastisch leckere Brotscheiben mit Avocado-Frischkäse-Aufstrich, ein Traum, der Tag kann kaum besser anfangen. Gefrühstückt haben wir draußen. Frisch und regnerisch, aber die Terrasse ist überdacht.

Nach dem Einkauf sind wir zurück nach Hause gefahren. Mit der S-Bahn, und ich habe mich darüber geärgert, dass es schön wieder am Wochenende Fahrplanänderungen wegen Bauarbeiten gibt. Die Stammstrecke war teilweise gesperrt. Zu Hause merkt man in den Abfahrzeiten keinen Unterschied, aber in Pasing fahren die Züge fünf Minuten früher als sonst (und von einem anderen Gleis aus), weil sie direkt danach in Westkreuz aus irgendeinem schleierhaften Grund fünf Minuten stehen bleiben. Sprich: Wir haben die S8 am Gleis weg fahren gesehen und durften ganze fünfundzwanzig Minuten auf die nächste S8 warten, weil die mit fünf Minuten Verspätung angekommen ist. Dieses eine Mal wo wir ausnahmsweise S-Bahn statt Auto zum Markt gefahren sind, weil es für die Strecke „zeitlich nichts bringt“, Auto zu fahren! Wir vergeuden viel zu viel Zeit im ÖPNV.

Das Wetter war den ganzen Tag sehr naß und wir sind zu Hause geblieben. Ich habe gebacken.

Heute bin ich viel zu früh aufgewacht. Kurz nach sechs. Ich habe mich am Rechner beschäftigt, bis der Ehemann aufgestanden ist. Das Frühstück war klasse, da wir gestern noch kurz beim orientalischen Pasinger Frischemarkt waren, und ich Rosenkonfitüre gekauft habe. In Berlin hatte ich vergeblich danach gesucht und ich war gestern überglücklich, welche gefunden zu haben. Auf Fladenbrot mit Salzbutter, hmm…

Da es immer noch geregnet hat, bin ich zurück zum Rechner gegangen. Ich habe mich in letzter Zeit mit vielen Online-Kursen beschäftigt. Unter anderen habe ich mir jetzt dank openHPI Kenntnisse in der Programmiersprache Ruby angeeignet. Ruby ist… Komisch. Man kann ganz schnell und kompakt Code schreiben, wofür man in anderen Sprachen mehrere Zeilen benötigen würde, aber die Denkweise liegt mir nicht. Meine Lieblingssprache wird es nicht. Ich habe heute die letzten Abschlußprüfungen geschrieben.

Nachmittags ist mir die Decke auf den Kopf gefallen. Obwohl es immer noch kalt und regnerisch war, bin ich für einen Spaziergang raus gegangen, während der Ehemann seine Unterlagen für unseren Steuerberater zusammen suchen musste. In Richtung Sankt Gilgen, an Feldern vorbei… Die Bauarbeiten an der Kreuzung am Bahnhof Neugilching dauern seit mindestens vier Monaten, und ich sehe seitdem überhaupt keinen Fortschritt. Der Ehemann ist der Meinung, dass viele Baustellen in der Gegend nicht voran kommen, weil es an Geld fehlt.

Den Spaziergang habe ich kurz gehalten, da ich feststellen musste, dass meine Regenjacke dringend neu imprägniert werden muss, und meine Hose schnell durchnässt und eisig wurde. Eigentlich hatte ich mir im Sommer einen Regenponcho für das Freiluftkino besorgt, warum bin ich nicht auf die Idee gekommen, ihn anzuziehen?

Abends habe ich wieder gekocht. Die Pastinaken-Suppe (ohne Speck), mit ein bisschen vom Schinken-Karotten-Cake von gestern. Beim Pürieren von der Suppe ist mir eine kochende Blase in dem Topf hochgekommen und hat so an der Oberfläche explodiert, dass ein Tropf auf meinem Daum gelandet ist. Das hat sau weh getan, und tut es immer noch. Jetzt habe ich eine dicke Blase.


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Grapefruit-Avocado-Salat

Fast hätte es wieder kein Foto gegeben, hätte ich nicht plötzlich daran gedacht, den Teller vom Ehemann zu fotografieren.

Inspiriert von Anna. Vom Parmesan war der Ehemann nicht überzeugt, ich auch nicht, Joghurt in Salatsaucen ist nicht meins, körniger Senf nicht seins, und ich habe die Kresse leider schlicht vergessen, obwohl ich sie auf dem Markt heute noch absichtlich gekauft hatte. Dafür sind Pinienkerne hinein gewandert.

Die Zutaten (für vier Portionen)

  • 140 g Rucola
  • 1 kleine Grapefruit
  • 1 Avocado
  • 1 kleine rote Zwiebel
  • Pinienkerne
  • 2 Esslöffel Haselnussöl
  • 2 Esslöffel Heidelbeeressig (selbstgemacht)
  • 1 Teelöffel Senf (moutarde de Dijon, von Maille, also echter scharfer Senf, der, der dir die Nase hoch kriecht, keineswegs süß)
  • 1 Teelöffel Honig
  • Salz
  • Pfeffer

Die Zubereitung

  • Den Rucola waschen, die langen Stielen abschneiden und trocken schleudern.
  • In einer Salatschüssel, die Vinaigrette vorbereiten: Öl, Essig, Honig, Senf, Salz und Pfeffer nach Geschmack zu einer homogenen Sauce rühren.
  • Die Zwiebel klein schneiden und in der Sauce verteilen.
  • Den Rucola dazu geben und gut rühren.
  • Die Grapefruit schälen und filetieren. Ich habe bei jedem Stück die Haut sorgfältig entfernt, und die Stücke gedrittelt. Ab in die Salatschüssel.
  • Die Avocado halbieren, den Kern entfernen, in der Schale in Mundgerechte Sctücke schneiden, und dann die Hälfte über die Salatschüssel umdrehen und drücken, um die Stücke in den Salat fallen zu lassen. Das ist meine bewährte Methode, um Avocado zu schneiden.
  • Die Pinienkerne ohne Fett in einer kleinen Pfanne rösten, abkühlen lassen, zum Salat geben und gut rühren.

Als Begleitung gab’s ein Cake mit Schinken und Karotten, ähnlich wie der Cake mit Schinken und Oliven.

Nährwertangaben

Irgendwann mal.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Süßkartoffelsuppe

Einfach und lecker.

Die Zutaten (für vier Personen als Vorspeise)

  • 30 g Butter
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 kleine Süßkartoffel (was heißt klein, die meisten, die ich auf dem Markt sehe, sind riesig, die war halb so groß wie eine normale)
  • 4 Kartoffeln (Linda)
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln
  • Muskatnuss, gerieben
  • Salz
  • Wasser
  • Milch

Die Zubereitung

  • In einem Topf, die grob geschnittene Zwiebel mit der Butter glasig dünsten.
  • Die Süßkartoffel und Kartoffeln schälen und in Stücken schneiden.
  • Süßkartoffel und Kartoffeln in den Topf geben und mit Wasser auffüllen, gerade so, dass alle Stücke im Wasser sind.
  • Eine halbe Stunde bedeckt köcheln lassen.
  • Mit einem Pürierstab prozessieren.
  • Nach dem Pürieren war mir die Suppe zu dick, ich habe sie mit Milch flüssiger gemacht.
  • Mit Salz und Muskatnuss würzen.
  • Frühlingszwiebeln in Ringen schneiden und zum drauf streuen servieren.

Nährwertangaben

Später.


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Kichererbsensalat mit Tomaten, Frühlingszwiebeln und Oliven

Ich konnte letzte Nach nicht einschlafen. Um elf im Bett, bis halb fünf hellwach. Ich habe mir in der Zeit überlegt, was ich aus den kleinen Tomaten im Kühlschrank machen könnte, die langsam wirklich gegessen werden sollten. Hmm, mit Kichererbsen… Ich liebe Kichererbsen! Entstanden ist dieses Rezept, das ich heute Abend gemacht habe. Nicht nur lecker, auch ein echtes Hingucker, so schön bunt. Leider keine Fotos. Der Hunger war zu groß.

Die Zutaten (für vier Personen als Vorspeise, oder für zwei als Hauptspeise)

  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • Saft von einer halben Zitrone, frisch gepresst
  • Salz
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 10 Datteltomaten
  • Etwa 20 schwarzen, entsteinten Oliven (naturgereift, natürlich, alles andere kommt nicht in Frage)
  • 1 Dose Kichererbsen

Die Zubereitung

  • In einer Salatschüssel, die Salatsauce vorbereiten: Olivenöl, Zitronensaft und Salz zusammen rühren.
  • Die Frühlingszwiebeln in kleinen Ringen schneiden und in der Sauce marinieren.
  • Die Tomaten achteln und die Oliven halbieren, zu den Frühlingszwiebeln hinzufügen.
  • Die Kichererbsen unter fließendem Wasser spülen, abtropfen und zum restlichen Salat geben.
  • Gut rühren und fertig!

Nährwertangaben

Ein anderes Mal.


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Familienspaziergang

Ich war mit meiner Mutter, meiner Schwester, derem Freund und ihrem Sohn unterwegs.

Wir wollten in einem Restaurant in einem Nachbardorf essen, aber wir hatten kein Auto und mussten zu Fuß gehen. Wir gingen eine Straße hoch. Für den Neffe war es hart und ich habe versucht, ihn zu tragen, aber mit seinen fünfzehn Kilogrammen war es mir zu viel. Wir gingen weiter und ich fragte mich, warum wir kein Auto gemietet hatten. Mit ÖPNV ist bei uns nicht zu denken, aber ein Auto, das hätte ich uns gegönnt.

Am Rand der Straße links von uns lag ein wunderschöner Waran, mit knallen blauen und grünen Farben. Wir haben ihn zuerst nur beobachtet. Als wir ihn überholt haben, ist er zu mir gekommen. Ich habe meine Hand gestreckt, und er hat mich ganz stark gebissen, bevor er in die Böschung rechts von der Straße verschwunden ist.

Wir sind in Fox-Amphoux angekommen. Unser Ziel war aber Aiguines[1]. Ach, was soll’s, hier war es ganz schön[2]. Wir haben die wunderschöne Häuser betrachtet, die sich am Hang von einem Berg erstreckten, und danach beschloßen, zurück nach Hause zu gehen.

Einfach den Weg zurück, dachten wir zuerst. Ich habe auf meiner Navi-App geschaut und gesehen, dass wir auch eine Schleife machen könnten, um den Spaziergang zu verlängern. Aber irgendwie konnte ich unser Dorf auf der Karte nicht erkennen. Es war schon dunkel und ich war alleine, ohne gemerkt zu haben, wann und wohin meine Begleiter gegangen waren. Nochmal aufs Handy geschaut: Da war doch die Straße, die hoch zur Schule ging… Also los.

Es ist hell und schön sonnig, als ich fast zur Straße meiner Mami ankomme. Eine Frau auf einem Mofa grüßt mich, als sie an mich vorbei fährt. Ich glaube, die Freundin von meinem Bruder zu erkennen, aber dann doch nicht, ob sie nicht doch eine ehemalige Freundin aus der Schulzeit ist?

[1] Ganz schön weit auseinander, ich hätte es nie im wahren Leben zu Fuß versucht, nur um essen zu gehen.

[2] Ich war auch nur ganz wenig in Fox-Amphoux in meiner Kindheit, ich weiß eigentlich gar nicht mehr, wie es dort aussieht.


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Kürbis-Pfifferlingen-Quiche

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Die Zutaten (für 4 Personen als Hauptgericht)

  • 1 Packung Blätterteig
  • 1/4 Butternut-Kürbis (350 g)
  • 100 g Pfifferlinge
  • 250 g Sahne zum Kochen (15% Fett)
  • 2 Eier
  • Glatte Petersilie, gehackt: viel
  • 30 g Parmesan
  • 1 Teelöffel Muskatnuß (gerieben)
  • 1 Teelöffel Salz
  • Öl

Die Zubereitung

  • Den Backofen bei 180°C vorheizen.
  • Die Pfifferlinge gründlich putzen.
  • Kürbis schälen und in kleinen Würfeln schneiden.
  • Blätterteig ausrollen und in eine geölte Backform legen. Mit einer Gabel stechen.
  • Zuerst Pfifferlinge, dann Kürbiswürfel auf dem Teig verteilen.
  • Eier rühren und mit Sahne, Salz, Muskatnuß und klein gehackter Petersilie mischen.
  • Die Eier-Sahne-Petersilie auf die Kürbis-Pfifferlinge homogen gießen.
  • Parmesan reiben und auf der Quiche verteilen.
  • Zwanzig Minuten backen lassen, oder bis die Quiche oben schön goldig wird und lecker riecht. So genau habe ich nicht auf die Uhr aufgepasst.

Nährwertangaben

Immer noch keine Zeit dafür. Kommt aber. Später.


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Süßlicher Kürbisstrudel

Diesen Strudel habe ich mir heute ausgedacht, und ich bin ehrlich gesagt sehr überrascht, dass er mir auf Anhieb so gut gelungen ist. Es war das erste Mal, dass ich mich an einen Strudel wage. Die Technik habe ich nicht drauf, um den Teig zu rollen, sagte der Ehemann, aber geschmeckt hat es!

Dazu habe ich einen einfachen Feldsalat mit Tomaten gemacht.

Die Zutaten

  • 350 g Butternut-Kürbis (1/4 einer Kürbis)
  • 1 Zwiebel (Borettana)
  • 1 Handvoll Rosinen
  • 1 Handvoll Mandelstifte
  • 50 g Butter
  • 1 Packung Blätterteig (Tante Fanny)
  • 1 Glas Prosecco

Die Zubereitung

  • Den Kürbis in kleinen Würfeln (1/2 Zentimeter) und die Zwiebel grob schneiden.
  • In einem Topf, die Butter schmelzen lassen die Zwiebel drin glasig dünsten.
  • Kürbiswürfel mit den Rosinen und Mandelstiften hinzufügen.
  • Mit dem Prosecco auf leichter Hitze köcheln lassen.
  • Den Backofen auf 175°C vorheizen.
  • Blätterteig aufrollen, Kürbiszubereitung drauf mittig verteilen, Teig rollen.
  • Die Oberfläche vom Strudel mit Eigelb bestreichen.
  • In einer eingeölten Backform (ich: Haselnussöl) 25 Minuten bei 175°C backen lassen.

Nährwertangaben

Nicht heute.


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Sonntagsträume

Nachdem ich heute früh kurz vor sechs aufgewacht bin, anderthalb Stunde ohne Erfolg versucht habe wieder einzuschlafen, um dann um halb acht Semmel bei der Bäckerei zu holen, als sie gerade geöffnet hat, mir diverse Videos angeschaut habe, bis der Ehemann aufgestanden ist, und mit ihm gefrühstückt habe, habe ich mich auf der Couch hingelegt. Und diesmal konnte ich endlich schlafen. Es gab Träume. Ich habe mich lange nicht mehr an Träume erinnert, aber wenn ich morgens länger schlafe, merke ich sie mir. Heute waren sie wirr. Ich habe nur noch Brocken in Erinnerung. Vor allem diesen hier.

Ich sitze in der U-Bahn. Ich glaube, ich bin in Berlin. Auf der Schiene links neben uns spielen vier Kinder. Zwei Mädchen und zwei Jungen. Es ist gefährlich. Gerade als ich schaue, kommt eine Bahn in die entgegengesetzte Richtung an. Die zwei Jungs springen zum Gleis hoch. Die zwei Mädchen leider nicht. Sie haben nichts bemerkt. Der Zug fährt mit voller Geschwindigkeit gegen sie und kommt erst weiter zum Stehen. Die Schiene neben mir ist wieder frei. Der Ehemann setzt sich neben mir, er hat nichts mitgekommen. Kurz bevor wir fahren, schaue ich zu den Schienen hinter mir. Ich sehe einen kleinen blutigen abgetrennten Kopf liegen. Wir fahren los. Ich will dem Ehemann das Geschehene erzählen, aber ich denke, es würde ihn traumatisieren. Ich sage doch besser nichts. Später diskutiere ich mit anderen Leuten. Die Geschichte will mir nicht aus dem Kopf und ich versuche, ihnen den Unfall zu schildern. Beim Erzählen bleiben mir die Wörter in der Kehle stecken und ich fange an zu schluchzen.


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