Fehlkonstruktion


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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In Madrid gestrandet

Irgendwie war es ja klar. Als ich damals auf Google Flights die Verbindung gefunden hatte, gab es einen Vermerk bei der ersten Verbindung: Der Flug zwischen München und Madrid von 12:15 ist häufig verspätet. Aber Iberia bietet die Verbindung mit dem Anschlußflug nach Asturien an, ohne Hinweis, also müssen sie davon ausgehen, dass es in den drei Viertelstunden meistens klappen muss.

Nicht. In München hat das Boarding schon mit zwanzig Minuten Verspätung angefangen. Häufig ist es doch so, dass man die Zeit irgendwie einholt. Andere Flugroute, doch nicht so langes Boarding, schneller fliegen oder so. Nachdem wir aber eingestiegen sind, haben wir erstmal ewig gewartet, bis das Flugzeug sich bewegt hat. Drin war es extrem heiß. Die eine Stewardess war dabei, hinter uns Selfies mit Posen vor der geöffneten Tür zu machen, als ihr Kollege um Viertel vor eins angefangen hat, Gläser Wasser zu verteilen. Erst da wurde mir klar: Den Anschlußflug kriege ich nicht mehr. Um fünf vor eins haben wir unsere Parkposition verlassen. Kurz danach haben wir wieder gehalten. Die Sicherheitshinweise wurden auf Spanisch und Englisch vorgetragen. Es war nach ein Uhr nachmittags, als wir endlich abgeflogen sind.

Der Pilot hat sich für die Verspätung entschuldigt und versprochen, sein Mögliches zu tun, um die Zeit einzuholen. Es war aber schon fünf vor halb vier, als wir den Boden mit den Rädern wieder berührt haben. Um 15:33 rollten wir immer noch. Um 15:30 sollte offiziell das Boarding nach Asturien beendet werden. Und wie der Flugbegleiter uns informierte: Wir kommen am Gate 14 an, und der Anschluß nach Asturien ist am Gate K82. Immerhin wurde der Anschluss noch als möglich angegeben. Mit meinem Handgepäck konnte ich leider nicht so schnell laufen wie sonst. Es war ein sehr langer Weg. Und als ich am Gate K82 ankam, war niemand mehr dort. Gate closed. Direkt davor war eine Reklamationsstelle von Iberia. Ich habe ein Ticket gezogen und gewartet.

D058. Als ich mein Ticket in der Hand hatte, stand D046 am Bildschirm. Es gab sonst viele F- und andere Buchstaben-Nummer, und ich habe gedacht, verdammt, es wird ewig dauern. Es gab sechs Schalter, aber nur zwei waren für Kunden besetzt. Als ich da wartete, hieß es plötzlich am Anzeigeschild mit den Flügen: Last call nach Asturien am Gate H35, mit genau der Flugnummer auf meinem Boardingpass! Es war schon 15:50. Eine Frau, die an einem geschlossenen Schalter damit beschäftigt war, Papierkram zu sortieren, schien mir geeignet, um nachzufragen. Na ja. Sie wollte mich erstmal nicht wahrnehmen und meinte dann, sie hätte keine Nummer gerufen. Ich habe trotzdem gefragt, ob der Last call nach Asturien ernst gemeint war und ich bis H35 laufen sollte, statt meine Zeit hier zu verschwenden und eventuell keinen Anspruch auf Entschädigung zu haben: Nein, das Gate ist wirklich geschlossen, sagte sie. Und guckte dabei in Richtung Gate K82.

Als ich mit meiner Nummer endlich dran kam, habe ich von der deutlich netteren Mitarbeiterin eine Umbuchung auf den Flug von 19:40 bekommen. Einen Gutschein für ein Lunch hat sie mir auch gegeben. Ich habe mich zuerst gefreut, bis ich McDonalds auf dem Gutschein gesehen habe. Hmm. Den lasse ich verfallen. Ich sitze stattdessen in einem nett aussehenden Café und warte auf meine Boardingzeit. Auf der Webseite von Iberia habe ich den Status der Flüge nach Asturien geprüft und festgestellt: Der Flug, den ich hätte nehmen sollen, ist erst um 16:34 abgeflogen! Den hätte ich doch noch locker kriegen können! Und bestimmt wirklich von Gate H35 statt K82. Ob die so lange auf mich gewartet haben, bis die Mitarbeiterin meine Flugverbindung storniert hat? Das ist noch mehr ärgerlich, zu wissen, dass ich jetzt umsonst so spät zu meinem Ziel ankommen werde. Ich muss danach noch Bus fahren.


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Saint-Félicien, gebacken mit grünem Salat

Es braucht nicht viel, um den Ehemann glücklich zu machen. Dieser Gericht ist keine Kunst, schmeckt aber mit minimalem Aufwand wunderbar.

Mit einem Glas argentinischen Rotweins (Malbec) ist der Abend perfekt.

Die Zutaten (für 2 Personen)

Für den Käse

  • 2 Stücke Saint-Félicien à 180 g
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 4 Zweige Thymian

Für den Salat

  • 2 Esslöffel Heidelbeeressig
  • 2 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Senf
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz nach Geschmack
  • 1/2 Mini Romana
  • 8 Blätter Radicchio

Dazu: 6 Scheiben Walnussbrot

Die Zubereitung

Saint-Félicien wird schon in einer praktischen Schale für den Backofen verkauft.

  • Backofen bei 180 °C vorheizen.
  • Auf jedem Stück Käse, einen Zweig Rosmarin und zwei Zweige Thymian leicht eindrücken.
  • Zwanzig Minuten lang bei 180 °C Umluft backen lassen.
  • Anschließend mit oberer Grillfunktion so lange backen, bis sich eine schöne goldene Kruste gebildet hat.

Während der Käse bäckt, den Salat vorbereiten:

  • In einer großen Salatschüssel, Essig, Öl, Senf und Salz zu einer Vinaigrette rühren.
  • Die Knoblauchzehe in kleine Stifte schneiden und in der Vinaigrette marinieren lassen.
  • Die Salatblätter gründlich waschen, in Mundgerechte Stücke reißen und trocken schleudern.
  • Die Blätter in der Schüssel in der Vinaigrette gut wälzen.

Nährwertangaben

Ohne Wein gerechnet

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 930 1860
Eiweiß (g) 41,4 82,7
Kohlenhydrate (g) 43,4 86,7
davon Zucker (g) 4,3 8,6
Fett (g) 65,3 130,5
Ballaststoffe (g) 9,6 19,1


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Blechkuchen mit Mirabellen

Der erste Einsatz vom Backofen seit dem Umzug. Vorher war es eh zu warm um zu backen.

Die gemahlenen Mandeln habe ich zum Teig gegeben, weil sie verbraucht werden mussten. Ohne Mandeln kann man 300 g Mehl statt 250 g nehmen.

Die Mirabellen kommen aus dem Pasinger Viktualienmarkt.

Die Zutaten (für 12 Stücke)

  • 250 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 150 g Zucker
  • 3 Eier
  • 200 g Butter
  • 125 mL Buttermilch
  • 1 Esslöffel Schnaps (vorzugsweise Mirabellenschnaps, aber ich wollte keine ganze neue Flasche für den einen Kuchen kaufen und habe Kirschwasser aus dem Clafoutis benutzt)
  • 1 kg Mirabellen
  • Puderzucker

Die Zubereitung

  • Die Mirabellen putzen, trocknen, halbieren und entkernen.
  • Den Backofen bei 180 °C Umluft vorheizen.
  • In einer großen Schüssel, die sanft geschmolzene Butter mit dem Zucker schäumig schlagen.
  • Die Eier mit der Butter-Zucker-Mischung rühren.
  • Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver in der Schüssel zu einem Teig rühren.
  • Zuerst Buttermilch hinein rühren, dann Schnaps.
  • Der Teig ist am Ende nicht sehr fest. Nicht so flüssig wie für Crêpes, aber er fällt schnell vom Schneebesen zurück in die Schüssel.
  • Ein Backblech mit Backpapier belegen.
  • Den Teig auf dem Backpapier glatt streichen.
  • Die Mirabellenhälften auf dem Teig verteilen.
  • Den Kuchen 40 Minuten bei 180 °C im Backofen backen lassen.
  • Kuchen raus nehmen, abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.

Nährwertangaben

pro Stück fürs Rezept
Energie (kcal) 356,8 4282
Eiweiß (g) 5,8 69,3
Kohlenhydrate (g) 40,2 482,4
davon Zucker (g) 25,1 301,1
Fett (g) 17,8 213
Ballaststoffe (g) 2,1 24,6

Ich finde die Kalorienanzahl pro Stück heftig. Eventuell könnte man nur 100 g Butter nehmen und dafür so Pi mal Daum insgesamt 200 mL Buttermilch benutzen, um den Verlust an Flüssigkeit zu kompensieren. Der Teig schmeckt auch recht süß, obwohl ich die Zuckermenge aus dem ursprünglichen Rezept halbiert habe. Meiner Meinung nach reichen 100 g locker.

Im Nahhinein… Andererseits sind die Stücke ganz schön groß. Halbiert man sie, ist es schon nicht mehr so schlimm. Das Rezept ist dann eher für 24 Stücke.


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Ich habe Steam für mich entdeckt

Daher heißt es ab jetzt endgültig: Tschüß Windows!

Seitdem meine Windows-Festplatte letztes Jahr den Geist aufgegeben hat, hatte ich mit Divine Divinity ein paar Sachen unter Ubuntu ausprobiert, und war beim Wine stehen geblieben. Nachteil: Ich konnte das Spiel nicht im Vollbildmodus spielen, weil es recht instabil war. Das Spiel ist häufig abgestürzt, bis ich beschlossen habe, lieber in dem kleinen Fenster zu spielen.

Ich hatte lange gedacht, ich sollte dann weiter mit der Installation von anderen Spielen in Wine vorgehen, wie Baldur’s Gate. Eine Anleitung hatte ich mir sogar ausgesucht, aber dazu bin ich doch nie gekommen. Zu aufwendig.

In letzter Zeit dachte ich, ich sollte mir vielleicht einen neuen Rechner mit Windows 10 kaufen. Um zu schauen, ob ich meine alte Spiele noch drauf installieren kann. Wenn die CDs noch heil sind. Das ist auch etwas, was mir ein bisschen Sorgen macht. CD-Laufwerke wird es nicht immer geben. Und wenn die CDs unlesbar werden, was mache ich aus meinen Spielen?

Und eigentlich, die ganze Zeit gab’s schon Steam! Wo ich meine Lieblingsspiele auch für Linux herunterladen kann!!! Gut, der Nachteil ist, dass man die Spiele neu kaufen muss. Obwohl ich die schon habe. Aber sie auf CDs für Windows zu haben, und deswegen nicht mehr spielen zu können, ist, wie wenn ich die CDs nicht mehr hätte. Bei Steam sind die Spiele immer verfügbar, selbst wenn ich Ubuntu neu installieren muss. Die Spiele bleiben in meinem Konto (so lange es Steam gibt).

Ich habe Baldur’s Gate Enhanced Edition getestet. Die Installation lief in Steam unglaublich schnell und unkompliziert. Als angenehme Überraschung: Das Spiel wurde noch verbessert! Ja, klar, Enhanced Edition halt, der Name sagt es schon. Das Spielen ist komfortabler geworden, zum Beispiel löst jetzt das Öffnen vom Inventar die Pause aus (vorher konnte man währenddessen angegriffen werden)… Und es gibt neue Charaktere.

Es kann also gut sein, dass ich mich hier rar mache. Wenn ich nicht fleißig mein MVV-Tagebuch pflege, beseitige ich das Chaos in Faerûn. Es ist eh zu warm, um etwas anderes zu unternehmen.


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