Ab nach München

Die Nacht war kurz. Wir haben den gestrigen Abend mit Freunden in einem Restaurant verbracht und sind noch früh nach Hause gefahren. Mit Taxi, weil Leute schon seit 18:00 am Böllern waren und ich es hasse, dabei draußen unterwegs zu sein. Ich musste sowieso meinen Koffer packen, weil wir uns Fahrkarten für einen frühen Zug nach München gebucht hatten. Um Mitternacht haben wir unter dem Glasdach vom Treppenhaus die viele Feuerwerke bewundert. Schön geschützt, warm und ohne Rauchbelästigung. Unglaublich, was da alles geknallt ist. Wie fühlen sich wohl Obdachlosen, wenn sie sehen, wieviel Geld die Leute einfach so verpulvern? Gegen 01:00 haben die Feuerwerke nachgelassen und wir haben uns ins Bett gepackt, aber einige Idioten meinten, hinter dem Haus noch dicke laute Böller bis fünf Uhr morgens anzünden zu müssen – es knallte wie Bomben. Da kann man geistig nicht mehr ganz dicht sein, wenn man so lange dran Spaß hat.

Um acht aufzustehen war also hart. Kurz geduscht, die letzten vergessenen Sachen noch eingepackt, und ab zum Bahnhof. Der Ehemann fährt mit, weil ich morgen früh, noch bevor ich den ersten Arbeitstag erlebe, einen neuen Termin für eine Wohnungsbesichtigung habe. Für die erste Wohnung, die ich am Donnerstag besucht habe, ist eine Absage gekommen. Es erleichtert mich doch, weil mir die Teilung der Räume nicht wirklich gefallen hatte. Wegen Zeitdruck hätte ich sie vermutlich angenommen, wenn die Entscheidung vom Vermieter positiv gefallen wäre, um es danach doch zu bereuen. Dem Ehemann hätte die Wohnung bestimmt nicht so gut gefallen. Am nächsten Sonntag habe ich einen anderen Besichtigungstermin. Es scheint entscheidend zu sein, so schnell wie möglich auf neue Anzeigen zu reagieren. Ich habe einen Suchagent am Laufen umd kriege Emails, wenn neue Wohnungen auf Immobilienscout angeboten werden. Die letzte zustande gekommenen Termine sind alle Wohnungen, bei denen ich sofort nach der automatischen Email eine Kontaktanfrage geschickt habe.

Ich habe mir jetzt für die nächsten zwei Wochen ein günstiges Hotelzimmer gebucht. Es kostet nicht mehr als eine Wohnung, und ich kriege Frühstück und Putzpersonal. In zwei Wochen sehe ich dann weiter, wo ich übernachte. Wenn ich die zweite Wohnung von Donnerstag bekomme, könnte ich direkt einziehen. Von der Lage her würde mir die Wohnung von morgen besser gefallen. Sie liegt in der Nähe vom Starnberger See, ist aber erst ab Februar frei. Wenigstens ist mir ein Stein vom Herzen gefallen: Die Frau von der Airbnb-Wohnung am Starnberger See hat am Ende die Buchung selber storniert, so dass mir keine Kosten entstanden sind.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass wir uns eine BahnCard zugelegt habe, vor allem jetzt, wo die Strecke zwischen Berlin und München schneller geworden ist. BahnCard 25 für erste Klasse. Die hat sich schon mehr als gelohnt. Im Nachhinein hätten wir sogar die BahnCard 50 nehmen sollen. Ich konnte mehrmals günstig dank Sparpreis erste Klasse fahren, und da merkt man richtig den Unterschied: WLAN funktioniert einwandfrei! Das ist in zweiter Klasse meistens nur zum Verzweifeln. So kann ich meine Zeit sinnvoll nutzen und weiter nach Wohnungen suchen.

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