Auf der grünen Woche

Unglaublich, aber ich war noch nie zur grünen Woche gegangen. Das haben wir gestern endlich nachgeholt.

Ich habe immer erzählt bekommen, dass man auf der grünen Woche sich durch die ganze Welt fressen kann. Wenn man einen bodenlosen Magen hat, und das ist bei mir nicht der Fall.

Angefangen haben wir in Portugal. Wir wollten ursprünglich zuerst nach Italien, um einen Kaffee zu trinken, aber Portugal lag auf dem Weg, mit einer einladenden Theke bedeckt mit Bergen von Pastel de Nata. Lau warm mit Zimt serviert, hmm… Erinnerung an unsere Hochzeitsreise dort. Auf dem Weg nach Italien lag noch Kroatien, und ein Salbei-Honig-Glas durfte in die Einkaufstüte rein.

Nach dem Espresso in Italien sind wir nach Franken gegangen, um mit Bretzel und Weißwurst zu frühstücken. Dazu gab es ein freies Weizenbier. Ich habe nur den Ehemann begleitet, weil mir nicht so danach war. Irgendwie war ich enttäuscht zu sehen, dass der Bierstand anscheinend einer belgischen Firma gehört… „Kriek ist kein Bier“, hatten mir herabsetzend die Kollegen immer gesagt, als ich frisch nach Deutschland gekommen war und erzählte, dass ich das gerne trinke. Tja, die brauen das fränkische Bier.

Wir sind durch die riesigen Hallen geschlendert und haben viele kleine Leckereien gekauft. Ich habe mich schnell überfordert gefühlt. Käse hätte ich gerne gekauft, aber aus Italien, aus der Schweiz, oder Österreich? Das Angebot war so groß und alles sah so toll aus, dass ich am Ende gar kein Käse gekauft habe. In Ungarn scharfe Paprika-Pasten probiert, die zwar sehr lecker aber mir doch zu salzig waren. In Tunesien konnte ich einem Couscous-Teller nicht wiederstehen, und er hat wirklich hevorragend geschmeckt. Genau so gut wie der Couscous meiner Oma, obwohl das Fleisch Hähnchen und kein Lamm war. Damit war ich schon für den Rest des Tages satt. Schade um Ruanda, wo ich auch hin wollte, aber dort standen mir sowieso zu viele Leute in Schlangen.

Wir sind noch durch die Garten- und Tier-Hallen gegangen. Ich war begeistert, ich liebe Ziegen. Eine hatten wir sogar früher im Garten bei meinen Eltern. Ich bin auch auf dem Traktor geklettert und habe auf dem Fahrersessel gesessen. Super bequem, muss ich sagen. Es fühlte sich da oben toll an.

Zum Schluß habe ich mir belgische Schokolade gekauft (die Meeresfrüchten, die ich als Kind so gerne gegessen hatte), und wir haben noch einen Halt in Frankreich gemacht. Dem Ehemann war nach Austern. Bläh. Nichts für mich. Ich habe mir eine Crêpe gegönnt, sowie ein Glas von einem alkoholfreien Sekt. Trotz geringer Erwartung sehr lecker. Leider konnte man keine Flasche vor Ort kaufen. Wo wir waren, hat auch keiner Französisch geredet. Und ein komisches Gefühl hat mir der Stand hinterlassen, weil der Preis vom Wein auf der Karte pro 0,1 Liter angegeben war, aber der Wein in 0,05 Liter Gläser serviert wurde. Darauf angesprochen, hat sich die Kellnerin überrascht gezeigt, und immerhin nachgeschenkt. Hätte ich es nicht gemerkt, wären wir echt abgezockt geworden.

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4 Gedanken zu “Auf der grünen Woche

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