Bananen

Ich bin heute um halb sieben mit einem heftigen Krampf in der linken Wade aufgewacht. Immer fängt es mit der linken Wade an. Wenn ich dann nichts dagegen unternehme, geht’s mit den anderen Muskeln weiter. Es kommt jedesmal überraschend, wenn ich über eine längere Zeit keine Banane gegessen habe. Meistens morgens, wenn ich noch am Schlafen bin, oder sonst beim hüstl Einhorn reiten.

Gestern hatte mich die Wade schon gewarnt, aber ich habe sie nicht ernst genommen. Ich kam vom Hausarzt (auf der anderen Straßenseite) zurück nach Hause und musste plötzlich vor dem neuen Supermarkt (ehemalig Kaiser’s) eine Pause machen, weil sie drohte, einen Krampfanfall zu bekommen. Nach einigen Sekunden ging es besser, und zu Hause angekommen, habe ich den Vorfall völlig vergessen.

Ich habe also heute seit dem schmerzhaften Aufwachen drei Bananen über den Tag verteilt gegessen. Dazu ein Stück Johannisbeerentarte zum Frühstück, magere Quarkcreme mit Joghurt und Honig mittags und Kaffee. Ein paar Pringles dazu. Ich weiß, das klingt nicht gerade wie eine ausgewogene Ernährung. Ich habe nicht wirklich Kalorien gezählt, aber ich sollte noch unter meinem Tagesbedarf liegen. Wobei ich nicht weiß, wieviel Energie im Stück Tarte steckt. Das wird sich eh ändern, weil der Ehemann mit einem Pizza nach Hause kommen will.

Bei den Bananen war ich zuerst unsicher. Die Nährwertangaben sind für 100 g angegeben, aber wenn ich eine Banane nehme, kenne ich zuerst das Gewicht der ganzen Banane mit Schale. Die Nährwertangaben gelten nur für das Fruchtfleisch, nehme ich an. Schließlich isst keiner die Schale. Gut, vielleicht einige Nichtswegwerfer, man findet sogar Rezepte dafür, aber die meisten Menschen nicht. Bei einer Banane war heute das Gewicht 116 g, und die Schale alleine hat 43 g gewogen. Das heißt, ich habe 73 g Fruchtfleisch gegessen. Das entspricht 65,7 kcal, 1,1 g Eiweiß und 16,8 g Kohlenhydrate. Dazu 20 mg Magnesium. Mal drei. Es geht.

Ich bin davon ausgegangen, dass die Ursache für Krämpfe ein Magnesiummangel ist. Und bekanntlich sind Bananen das Lebensmittel überhaupt, um Magnesium zu tanken. Ich habe es immer gehört und wollte es jetzt genauer wissen. Ich bin auf einmal sehr enttäuscht geworden. Bei der Seite vom USDA (United States Department of Agriculture) kann man Lebensmittel nach Nährstoffen sortieren. Ich habe es für Magnesium pro 100 g gemacht. In der Ergebnistabelle kommt die Banane (als Frucht, nicht getrocknet) auf Seite 95, mit 25 Ergebnissen pro Seite. Viel magnesiumreicher sind Schokolade, alle Sorten Nüsse und Samen, Quinoa, Tofu, Bohnen, Fleisch… Die arme Banane enthält nicht mal ein Zehntel vom Magnesium in 100 g Nüsse. Gut, bei der Menge an Nüssen kommt man locker über 600 kcal, während die Banane nur 90 kcal pro 100 g bringt. Und man wird mit einer Banane viel länger satt.

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2 Gedanken zu “Bananen

  1. Ich kenne die Banane vor allem als tollen Kaliumspender, der natürlich auch alle anderen wichtigen Mineralstoffe enthält – gerade für Sportler ist eine Banane ein toller Snack – und gleich auch noch so praktisch verpackt von der Natur 😉 – auch Kaliummangel kann übrigens Krämpfe verursachen, meist sind ja solche Beschwerden eh ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren, somit kannst du mit der Banane definitiv nichts falsch machen! 🙂

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