Ich brauche dringend Urlaub

Sonst drehe ich durch. Januar war ziemlich anstrengend. Dezember auch. Der Urlaub zu Hause war zu kurz, und ich habe einen Teil davon verbracht, Präsentationen für die Dienstreise nach Israel zu bearbeiten. Für ein Thema, das ich schon in Ungarn vorgestellt hatte, habe ich festgestellt, dass ich die doppelte Redezeit bekommen habe. Es mussten viele neue Folien her.

Danach habe ich mich um die Organisation von einem Kurs für Studenten gekümmert. Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit einer Universität angeboten und findet jedes Semester bei uns statt. Da beim letzten Mal bei der Anmeldung der Studenten für die Nutzung unsere Geräte einiges schief gelaufen ist, machen wir das jetzt selber. Also ich. Die Teilnehmerliste habe ich schon seit Oktober. Ich habe die Studenten per Email kontaktiert, um die Anmeldung durchführen zu können. Schön wär’s, wenn sie sich die Mühe geben könnten, Bescheid zu sagen, wenn sie sich zwischendurch doch entscheiden, nicht an den Kurs teilzunehmen. Bei einer Studentin haben wir es erst erfahren, als sie nicht erschienen ist. Sie hätte sowieso nicht an den Experimenten mitwirken können. Um ihre Anmeldung hatte ich mich nicht gekümmert, da sie meine Email nicht beantwortet hatte. Auch nicht meine zweite Erinnerungsemail. Den damit verbundenen Zeitaufwand hätte ich mir gerne gespart.

Am Ende Januar hatte ich wieder eine Dienstreise. Nach Portugal. Diesmal musste ich keine Präsentation vorbereiten, nur Datensätze. Die Veranstaltung hat an einem Sonntag angefangen. Dabei habe ich erfahren, dass unsere Verwaltung die Arbeitszeit für Dienstreisen an Wochenenden gar nicht berücksichtigt. Auf meinem Stundenkonto sieht es aus, als ob ich an dem Tag zu Hause geblieben wäre. Wenigstens war Martin fürs Wochenende privat mitgereist. Da wir noch nicht ganz entschieden haben, wo wir unsere Hochzeitsreise verbringen wollen, aber Portugal schon in Erwägung gezogen hatten, war das eine gute Gelegenheit, das Land vorher kennen zu lernen. Am Sonntag ist er schon zurück geflogen. Mein Rückflug war am Mittwoch. Ich bin gegen mittags von Lissabon geflogen und um acht Uhr abends nach Hause angekommen. Mitgebracht habe ich eine üble Migräne. Vielleicht lag es an der langen Rückreise, mit Zwischenlandung in Frankfurt, oder daran, dass an dem Tag meine Periode sehr stark war.

Am Donnerstag habe ich von zu Hause aus gearbeitet. Die Migräne war noch leicht da. Am Freitag war ich bei der Arbeit, leider nicht sehr produktiv. Ich war erschöpft, aber es mussten Sachen gemacht werden. Ich bin früh nach Hause gefahren. Am Samstag hatte ich Einsatz. Und gestern hatte sich freie Messzeit ergeben. Da ich schon lange Experimente geplant hatte und meine Messzeit immer wieder verschieben musste, habe ich die Gelegenheit genutzt. Fünf Stunden habe ich dort nachmittags verbracht. Und es gab ein technisches Problem das ich nicht lösen konnte, das die Weiternutzung des Gerätes hinderte, und ich musste einen Kollegen anrufen, der gerade Rufbereitschaft hatte. Der war sehr genervt, weil er die ganze Woche jeden Tag wegen Probleme angerufen wurde. Was kann ich dafür, ich war kaum da letzte Woche. Die Ursache des gestrigen Problems lag nicht in meiner Verantwortung. Im Nachhinein habe ich doch festgestellt, dass ich sie vorher hätte merken können und das Problem vermieden können. Ich war nicht aufmerksam genug. Mein Kollege Pawel aber auch nicht, der direkt vor mir am Gerät saß. Es hätte bei ihm genau so gut passieren können.

Ich bin heute nach zwei Stunden Schlaf um halb drei aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen. Der Stress von gestern war wieder da. Ich habe sowieso immer wieder Stressträume mit der Arbeit in letzter Zeit. In einem Traum letzte Woche hat ein meiner Kollege gesagt, er hätte von unseren Nutzern gehört, dass, seitdem Uschi nicht mehr bei uns arbeitet, die Qualität unserer Geräte nachgelassen hätte und sie nicht mehr bei uns messen wollen. Den Eindruck von nachlassender Qualität hatte ich schon vor dem Traum. Die Tatsache, dass wir während der Rufbereitschaft häufiger angerufen werden, ist kein gutes Zeichen.

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