Stammbahn Zehlendorf

Heute sind wir von Wannsee bis Zehlendorf über die stillgelegte Stammbahn spazieren gegangen. Die Wanderung ist hier beschrieben. Wir sind in die andere Richtung gegangen. Impressionen.

Die S-Bahn hat uns zum Bahnhof Wannsee gebracht. Wir sind rechts von der Potsdamer Chaussee hoch in den Wald gegangen. Der Weg ist fast leer. Wir begegnen einem Jogger, der uns entgegen kommt. Er ist flott unterwegs. Mit meinem Mangel an Bewegung brauche ich noch ein bisschen Zeit, um mich von der Treppe zu erholen.

Wir entfernen uns vom Weg, rechts tiefer in den Wald, und gehen an eine improvisierte Raststätte vorbei. Jemand hat eine dunkelblaue Plane an einem tiefen waagerechten Ast umgewickelt und benutzt sie, um drin zu schlafen. Wir sehen die Wölbung in der Plane, wo die Person eingekuschelt liegt. Neben der Raststätte ist ein Fahrrad an einem Baum angelehnt. Wir gehen weiter.

Mitten im Wald steht ein Bäumlein und stellt ganz stolz seine kleine neue Blätter zur Schau. Der Jüngling will zeigen, was er drauf hat. Alle ältere Bäume um ihn herum sind noch nackt.

Wir steuern in Richtung Camporee. Dort haben früher US-Veteranen Ausflüge gemacht. Heute wird es von Pfadfindern für irgendwelche Veranstaltungen benutzt.

Wir gehen weiter und der Jogger von vorher kommt uns nochmal entgegen. Wie ist er bloss gelaufen?

Unser Weg führt an der Königswegbrücke vorbei. Dort gab es das Zollamt Dreilinden, als die Mauer noch stand. Auf der anderen Seite der Autobahn geht’s rechts tiefer in den Wald.

Ab hier fangen wir an, mehr Leute zu treffen. Wie es aussieht, sind alle Hundebesitzer unterwegs. Ein Hund mit einem riesigen Ast im Maul kommt zu uns. Er will uns den Ast geben. Kein Interesse. Andere schnüffeln an unsere Hosen. Ich bin froh, eine sonst kaum benutzte graue Joggingshose an zu haben. Die Besitzer beachten das Verhalten ihrer Tiere kaum. Ein Paar mit zwei Hunden an der Leine sperrt uns die ganze Breite vom schmalen Weg, so dass wir nur noch am Rande vom Weg hoch klettern können. Beim Vorbeigehen denkt die Frau immerhin daran, „Entschuldigung“ zu murmeln. Ein vereinzelter großer Hund stellt sich plötzlich vor mir und wirkt bedrohlich. Grollen tut er zum Glück nicht. Ich schleiche mich an ihm vorbei und denke nur, „hoffentlich greift er mich nicht an“. Einige Meter entfernt sehen wir, wie ein Fuchs mit hoher Geschwindigkeit am Weg entlang rennt. Ihm foglt mit Begeisterung ein junger Jagdhund. Kurz danach kommt ein altes Paar zu uns und fragt nach dem Hund. Die Frau wirkt entsetzt, dass er anscheinend entlaufen ist. Sie pfeiffen nach dem Hund. Der Hund kommt zurück, läuft am Paar vorbei, ohne seine Besitzer zu merken, dreht sich dann um, als sie nochmal pfeiffen, und kommt endlich zu ihnen. Er wird an der Leine befestigt.

Wir folgen dem Weg bis zur Benschallee / Karl-Marx-Straße. Auf der anderen Seite der Kreuzung steht ein Denkmal an den Opfern der Teilung Deutschlands. Die Tafel dahinter trägt die Namen von Peter Mädler, Christian Buttkus, Walter Kittel und Karl-Heinz Kube, alle vier zwischen 1963 und 1966 im Bereich Kleinmachnow erschossen. Danach fängt die Strecke der Stammbahn, wo die Schienen noch liegen. Die Bahnstrecke ist 1980 stillgelegt worden. Bäume sind zwischen den Schienen gewachsen. Wir treffen eine Gruppe Mädchen, die mitten auf den Schienen laute Musik auf dem Smartphone hören. Weiter weg klebt an eine Schiene eine Aufforderung für die abenteuerlichen Wanderer. Ab und zu sehen wir verwaiste Bahnhöfe, wie der von Zehlendorf Süd.

Im letzten Stück vor dem Bahnhof Zehlendorf, neben einer Kleingartenkolonie, haben Sprüher die Wände voll gemalt. Mal häßlich, mal richtig gut. Leider ohne Rücksicht für die Umwelt. Wir verpassen dabei eine Kreuzung und kommen fast zum Bahnhof, wo man aber nicht entlang gehen darf. Glaube ich. Wir kehren zurück und finden die Berlepschstraße. Mit dem Bus geht’s dann nach Hause, nach einer Wanderung von zweieinhalb Stunden. Wir erholen uns mit einer heißen Schokolade. Meine Beine sind recht müde.

Ich musste mal raus

Nach einer Weile halte ich es nicht mehr aus. Heute Morgen hatte ich noch Fieber. Den ganzen Tag habe ich mich schwindelig gefühlt. Aber irgendwann brauche ich Bewegung und frische Luft, mag der Arzt sagen, was er will. Den Müll raus zu bringen hat nicht gereicht.

Um halb fünf bin ich zum Reichelt gegangen. Zehn Minuten hin zu Fuß. Es war gar nicht so kalt. In der Wohnung ist es zu warm. Ich habe das ganze Wochenende zu Hause gefroren. Ein Vorzeichen von der Erkrankung. Auf dem Weg zum Supermarkt bin ich an vielen Büschen und Bäumen vorbei gegangen. Manche haben schon Blüten, obwohl die Blätter noch gar nicht raus sind. Bei vielen habe ich Knospen gesehen. Ein Baum hinter dem Haus ist schon ganz weiß davon. Der Busch bei unseren Mülltonnen hat sogar kleine Blätter.

Auf dem Rückweg sind mir zwei alte Weihnachtsbäume aufgefallen. Sie lagen zwischen Bäumen und Hecken, neben dem Bürgersteig. Schon ausgetrocknet und gelblich. Ich frage mich, wie lange sie noch da liegen bleiben werden.

Ich habe für heute Abend und morgen Lebensmittel eingekauft. Ich koche am liebsten mit möglichst frischen Zutaten, daher kaufe ich häufig ein. Ich habe heute tolle Bilder gesehen und Lust auf ein poschiertes Ei mit geriebenen Möhren bekommen. Ein bisschen Basalmico, Olivenöl und Salz dazu. Toll. Weil es bei einer Erkrankung doch ein spärliches Abendessen war, gab es danach noch eine dicke Scheibe Brot mit Käse (Langres). Ich habe dabei festgestellt, dass ich heute kaum Hunger hatte und nicht genug gegessen habe.

Morgen kommt Martin zurück. Ich werde uns eine Variante von Schafskäseschnitten mit Spinat machen. Die Kräuter lasse ich ganz weg und werde Zwiebel und Knoblauch benutzen. Statt Filoteig habe ich Blätterteig. Wenn ich ihn dünner aufrolle, geht er vielleicht nicht so stark auf.

Ich hatte bis heute noch nie von Filoteig gehört. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Ist Filoteig nicht dasselbe wie Blätterteig? Ich kenne ja Phyllosilikate, „phyllo“ heißt „Schicht“ in Mineralogie, oder „Blatt“ auf Grieschisch, alles klar, Filoteig ist einfach falsch geschrieben, dachte ich. Ich habe es troztdem nach gegoogelt und wieder was gelernt. Das erinnert mich ein bisschen an Brik. Brik-Taschen hatte uns mein Vater häufig gemacht. Das sollte ich bei Gelegenheit nachmachen und hier festhalten.

Dal mit Chana-Linsen und Spinat

Fortsetzung meiner indischen Experimente. Ich habe im asiatischen Supermarkt lange nach den Chana-Linsen gesucht. Ich hatte eine Art Linsen erwartet. Aber was mein Buch als Chana-Linsen bezeichnet, sind eigentlich halbierte Kichererbsen ohne Schale. Umso besser. Ich liebe Kichererbsen. Unten ist das Rezept von mir angepasst. Ich habe die Menge Öl halbiert. Mit 6 Esslöffeln wäre es viel zu fett gewesen.

Die Zutaten (für 4 Personen)

  • 2 Esslöffel Sonnenblumenkernöl
  • 1 Esslöffel Sesamöl
  • 1 Teelöffel Schwarzkümmel
  • 1 Teelöffel Senfkörner
  • 4 getrocknete Chilischoten
  • 350 g Spinat, tiefgefroren (ohne Rahm oder Gewürze)
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1 kleiner Stück Ingwer
  • Frischer Koriander
  • 1 Teelöffel Chilipulver
  • 1 Teelöffel Salz
  • 130 g Chana-Linsen
  • Saft einer halbierten kleinen Zitrone

Die Zubereitung

  • Vor dem Kochen müssen die Chana-Linsen mindestens drei Stunden in warmem Wasser eingeweicht werden. Zwischendurch einmal umrühren und das trübe Wasser erneuern.
  • Chana-Linsen abtropfen und in einem Topf mit frischem Wasser zum Kochen bringen. Danach, eine halbe Stunde bei schwacher Hitze kochen lassen.
  • Öl in einem Topf erhitzen.
  • Schwarzkümmel, Senfkörner und Chilischoten zwei Minuten unter ständigem Rühren im Öl anbraten.
  • Tiefgefrorenen Spinat hinzufügen. Gelegentlich umrühren, bis er komplett aufgetaut wird.
  • In der Zeit, Ingwer schälen und in sehr feinen Stücken schneiden. Korianderblätter fein schneiden.
  • Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer, Salz und Chilipulver zum Spinat hinzufügen. Gut umrühren, Hitze reduzieren und unbedeckt zehn Minuten köcheln lassen. Gelegentlich umrühren.
  • Wenn die „Linsen“ fertig gekocht sind, abtropfen und mit dem Spinat mischen.
  • Zum Schluss, mit dem Zitronensaft umrühren und sofort servieren.

Nährwertangaben

pro 100 g pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 86 124,8 499
Eiweiß (g) 2,3 3,4 13,6
Kohlenhydrate (g) 3,4 5 20
Fett (g) 6,6 9,5 38
Ballaststoffe (g) 3,9 5,7 22,8

Die Portionen sind als Beilagen gedacht. Als Hauptspeise kann man zu zweit ohne Problem alles schaffen — trotz Schärfe.

Drei weitere Tage zu Hause

Das hat mir mein Hausarzt heute Morgen verordnet. „Wie lange möchten Sie krank geschrieben werden?“, hat er mich gefragt. „Nicht zu lange“, habe ich geantwortet.

So schlecht fühle ich mich nicht, es geht mir vor allem darum, meine Kollegen nicht anzustecken. Nach den Halsschmerzen gestern habe ich heute beim Aufwachen Fieber gemessen. Eine Temperaturerhöhung von 1,1°C verglichen mit gestern, und das, nachdem mein Eisprung letzte Woche schon stattgefunden hat. Aber sonst huste ich nicht und habe kein Schupfen. Kein Kopfschmerz. Nur ganz leichte Gliedschmerzen und Schwindel. Nachdem der Arzt in meinem Mund geschaut hat, meinte er, es wäre ein viraler Infekt. Ich soll also zu Hause bleiben und mich schonen. Dreimal Paracetamol am Tag, viel trinken und keine Anstrengung. Das sagt er immer.

Blöd ist, dass ich nun für drei Tage alleine zu Hause sein werde. Martin ist heute für die Arbeit nach Italien geflogen. Seufz. Es wäre mir lieber als der hiesige Regen.

Mein Hals schmerzt

Es hat heute Nachmittag angefangen. Ich hatte mir eine Kanne Früchtetee gemacht und zwei Tassen getrunken. Danach habe ich ein leichtes Kratzen im Hals gemerkt. Vielleicht hätte es etwas im Tee gegeben, das ich nicht gut ertrage, habe ich mir gedacht. Den Tee trinke ich aber nicht zum ersten Mal.

Ich habe uns später ein indisches Dal zum Abendessen gekocht. Das Rezept kommt in Kürze. Mit meiner Mami habe ich zwischendurch telefoniert. Dann haben wir gegessen. Es war sehr lecker, wenn etwas scharf. Ich habe sonst nichts besonders bei mir gemerkt.

Ich habe mich nach dem Essen am Rechner hingesessen und meinen Lebenslauf aktualisiert. Ich habe vor, mich auf eine neue Stelle zu bewerben. Martin hat mich kurz zu seinem Arbeitszimmer gerufen, weil ich ihm etwas vorlesen sollte, was er nicht lesen konnte. Zu klein gedruckt. Er weigert sich, eine Lesebrille zu benutzen. Und als ich reden wollte, hat mein Hals recht weh getan. Ich merkt jetzt auch deutlich Schleim drin, gerade wo es schmerzt. Beim Heben vom Kopf tut es auch weh. Aber von der Farbe her sieht man nichts im Mund, und ich spüre keine Schwellung. Noch nicht.

Ich kann mir doch nicht zu Hause etwas geholt haben. Wir haben gestern eine Ausstellung besucht. Vielleicht war jemand dort krank und hat mich infiziert.

Schlaflosigkeit

Ich bin heute Nacht wieder gegen halb drei aufgewacht. Es ist ziemlich ätzend. Und es passiert zum zweiten Mal diesen Monat. Hoffentlich ist es kein frühes Zeichen von Menopause. Da wir früher als sonst im Bett waren, habe ich gerade drei Stunden geschlafen.

Kurz vor vier ist Martin aufgewacht. Ich habe davon profitiert, um mir eine kleine Tasse Milch warm zu machen und zu trinken. Es sollte helfen, heißt es. Ich habe nur zum wiederholten Mal festgestellt, dass es bei mir keinen Einfluss hat. Schon komisch, wenn man bedenkt, dass ich sonst so stark auf Koffein reagiere und abends gar nicht einschlafen kann, wenn ich nach vier Uhr nachmittags Kaffee trinke. Ach so, stimmt. Lindenblättertee sollte ich mir besorgen.

Jetzt habe ich aufgegeben. Statt mich ständig im Bett herum zu wälzen, bin ich aufgestanden und lasse Martin schlafen. Er muss zur Arbeit. Vielleicht liegt meine Schlaflosigkeit auch daran, dass ich gestern den ganzen Tag zu Hause geblieben bin und mich kaum bewegt habe. Obwohl. Ich habe gestern mit dem Hochzeitskleid angefangen. Zuerst Stoff gemessen und geschnitten. Ich habe es am Boden gemacht. Mit dem häufigen Knien und Aufstehen habe ich einen leichten Muskelkater im Gesäß und unteren Rücken bekommen. Ich brauche mehr Sport.

Was für Faulenzer

Ich war heute Morgen vor dem Wecker wach. Wir waren nicht spät ins Bett gegangen. Der Wecker war für halb acht gestellt. Viel zu spät für mich, wenn ich heute arbeiten würde. Ich habe eine Stunde Fahrt zur Arbeit. Ich mag es nicht, nach neun anzukommen, obwohl die Arbeitszeiten bei uns nicht so fest sind.

Ich habe also kurz nach sieben die Toilette besucht. Martin war auch schon wach, lag aber weiter im Bett. Bis der Radiowecker sich meldet. Wie immer. Ich habe noch der Katze ihr Frühstück gegeben und bin zurück ins Bett gegangen. Ich habe mich gegen Martin eingekuschelt. Kurz danach hat sich die Katze an der Bettkante gegen meinem Rücken eingerollt.

Um halb acht ging das Radio an. Wir haben die Nachrichten gehört. Dann die Wettervorschau (brrr, kalt, ich bin froh, dass ich heute Morgen nicht raus muss). Und die Verkehrsmeldungen, weil sie manchmal auch Hinweise für ÖPNV beinhalten. Danach kam ein tolles Aufwachen-Lied von den Blues Brothers. Wie kann man dabei weiter schlummern? Martin kann’s.

Nach einer Weile habe ich ihn zum Aufstehen eingeredet. Ich wollte auch aufstehen, um ihn zu ermutigen, aber die Katze lag noch an meinem Rücken geklebt. Beim Umdrehen hätte ich sie gequetscht. „Chipie, steh auf“, habe ich ihr gesagt (sie versteht sowohl Deutsch als auch Französisch). Keine Reaktion. Sie lag da fest wie ein Stein. „Chipie!“, habe ich noch mal gerufen. „Mrrrrrauwww?“, meinte sie halb im Schlaf. „Allez, debout!“ Sie hat sich ein bisschen bewegt, ich habe mich umgedreht, und sie musste vom Bett springen. Ich bin aufgestanden. Martin hat sich auf seine Bettkante hingesessen. Endlich.

Mein Alter

StaubsaugerClin d’œil à Zoé.

Ich bin mal zu Hause. Und statt mit meinem Hochzeitskleid sofort anzufangen, habe ich zuerst die Wohnung geputzt. Staubgesaugt. Ich brauche große saubere Flächen, um den Stoff zu bearbeiten.

So alt ist mein Staubsauger nicht. Ich habe ihn mir zugelegt, als ich die Spinnenbevölkerung in meiner ersten Wohnung in Berlin nicht mehr ertragen konnte. Ich habe ihn bei Mediamarkt in einem Einkaufszentrum nah an der Arbeit geholt. „Gute Auswahl“, meinte der Berater. „Meine Mutter hat auch so einen“. „Haha“, habe ich geantwortet. Der kam mir für den Preis ziemlich gut vor.

Inzwischen kenne ich ihn besser. Ich dachte am Anfang, er wäre leise, viel leiser als mein vorherige Staubsauger, den ich in der Wohnung in Aachen lassen musste, aber jetzt finde ich ihn sehr laut. Die Katze neigt immer noch dazu, unter eine Couch zu flüchten, wenn ich ihn nur anpacke. Es geht aber besser. Immerhin sieht man ihr Spiegelbild im Foto. Mich nervt es, wie unpraktisch es ist, ihn überall rum zu führen. Und der Stromkabel erst recht.

Es gibt keinen Knopf, um den Stromkabel nach dem Staubsaugen wieder einzurollen. Wenn er für den Betrieb komplett ausgerollt wurde, braucht man nur leicht daran zu ziehen, und er wird automatisch ohne Schwierigkeit rein gezogen. „Toll“, habe ich zuerst gedacht. Aber. Meine Wohnung ist groß. Es passiert häufig, dass ich mit dem Staubsauger in einer Steckdose in einem Zimmer anfange, und in den Nachbarräume weiter mache. Wehe, der Kabel bleibt dabei unter einer Tür stecken. Obwohl der Staubsauger nicht ausgeschaltet ist, fängt er dann an, den Kabel wieder rein zu ziehen (und sich dabei der Tür zu nähern). Jedesmal. Das nervt. Dabei merke ich nicht mal, dass es einen Widerstand gibt. Heute hat sich der Staubsauger ausgeschaltet, weil der Kabel sich von der Steckdose weg gerissen hat. Ohne Vorwarnung. Gut, ich hätte ihn auch im Eingangsflur einstecken können, um im Treppenhaus vor der Wohnungstür sauber zu machen.

Gruppenmeeting

Heute Morgen lag ich früh wach im Bett. Es war schon ein bisschen hell im Schlafzimmer. Der Wecker hatte noch nicht geklingelt. Da ich heute als Ersatz für Winfried das Gruppenmeeting leiten musste, habe ich versucht, mir einige Punkte für die Agenda auszudenken. Es gab ja ein Problem, das ich unbedingt ansprechen wollte, aber worum ging es noch mal? Ach ja, letzte Woche wollte ich an unseren Geräten etwas machen, und es ging nicht, ich musste vorher das und das machen, und es müsste dringend geändert werden, weil es so umständlich war… Der Wecker hat geklingelt. Ich habe mich kurz gefragt, ob ich wieder eingeschlafen war. Ich fühlte mich nicht müde, dafür, dass ich so lange über die Arbeit gegrübelt hatte. Aber was wollte ich nochmal beim Meeting besprechen? Erst als ich mir einen Kaffee vorbereitet habe, ist mir aufgefallen, dass das Ganze doch nur geträumt war. Es gibt kein neues Problem bei der Arbeit. Und was ich mir ausgedacht hatte, machte überhaupt keinen Sinn.

Es ist sehr verwirrend, wenn Träume so überzeugend sind, dass man den Unterschied mit dem realen Leben nicht mehr merkt. Vor einigen Jahren ist es mir in meinem früheren Institut passiert. Ich war eines Morgens zu meinem Kollegen Sebastian gegangen. Er wollte ein Gerät benutzen, aber ich hatte selber eine Reihe an Messungen durchzuführen und hatte ihm gesagt, dass das Gerät nicht frei war. Als ich an dem Morgen aufgestanden war, hatte ich mich daran erinnert, dass ich an dem Tag doch nicht messen wollte. Er konnte das Gerät benutzen. Das habe ich ihm gesagt, mit Bezug auf unser Gespräch am Tag davor. Er hat mich ein bisschen komisch geschaut und meinte, er brauchte das Gerät zur Zeit doch gar nicht. Mir ist dann aufgefallen, dass ich aktuell keine Messungen machen musste. Das ganze Gespräch mit ihm hatte auch niemals statt gefunden, ich hatte es in der Nacht geträumt.

Grüne Bohnen mit Tomaten

Ich habe ein Faible für grüne Bohnen. Dieses Rezept ist ein Klassiker bei meiner Mami, die meint, es handelt sich um ein provenzalisches Rezept.

Die Zutaten (für 2 Personen)

  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 große rote Zwiebel
  • 1 große Knoblauchzehe
  • 300 g frische grüne Bohnen
  • 6 Roma-Tomaten (400 g)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1/2 Bund Petersilie

Die Zubereitung

  • Grüne Bohnen waschen und in 3-4 cm langen Stücken schneiden.
  • In einem Topf, die klein geschnittenen Zwiebel und Knoblauch im Öl dünsten.
  • Grüne Bohnen zu den Zwiebeln hinzufügen.
  • Tomaten würfeln und zu den Bohnen hinzufügen.
  • Das Ganze etwa zwanzig Minuten gedeckt köcheln lassen.
  • Nach der Kochzeit, die gehackte Petersilie runter mischen.
  • Nach Geschmack salzen und pfeffern.

Dazu passt eine Scheibe Schwarzbrot sehr gut, obwohl das jetzt nicht aus der Provence kommt.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 169 338
Eiweiß (g) 6,7 13,3
Kohlenhydrate (g) 16,3 32,5
davon Zucker (g) 9,4 18,8
Fett (g) 7,7 15,4
Ballaststoffe (g) 6,7 13,4