Sonntagabend

Es ist kurz nach sechs. Das Wetter war toll. Wir sind ohne Mantel mit dem Fahrrad zum Textilhandwerksmarkt gefahren. Keine zehn Minuten. Nach einem Jahr im Viertel waren wir noch nie dort. Ich jedenfalls nicht. Martin hatte die Domäne Dahlem früher schon mal besucht. Es war richtig schön, und man kann am Hofladen die dort produzierte Bio-Lebensmittel kaufen. Ich werde es am nächsten Wochenende ausprobieren.

Domäne Dahlem

Wir sind noch bei Tageslicht zurück nach Hause gefahren. Gegen sechs Uhr Abends waren Kinder hinter dem Haus unterwegs. Es gibt einen Spielplatz, der nicht so häufig besucht wird. In unserem Haus gibt es keine Kinder, und in der Nachbarschaft sieht man selten welche. Ein der Kinder hat ein bisschen laut gebrüllt. Es hat keine zwei Minuten gedauert, bis aus einem der Nachbarhäuser Rufe wie „Halt die Klappe“ zu hören waren. Ob es einen Zusammenhang mit dem angehäuften Hundekot am Eingang des Spielplatzes gibt? Ich finde es immer eklig, wenn ich morgens auf dem Weg zur S-Bahn-Station entlang gehe. Wer würde da sein Nachwuchs spielen lassen wollen? Die Bewohner herum scheinen wenig tolerant Kindern gegenüber zu sein und ziemlich schnell gereizt zu reagieren.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.