Migräne

Es hat bei der Mittagspause angefangen. Statt ein Espresso habe ich ein Chai Latte bestellt, schon ein Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung war. Bei Migränen will ich Süßes haben. Manchmal hilft’s, aber meistens nicht. Im Büro konnte ich mich nicht lange konzentrieren, auch nach einer heißen Schokolade. Ich hätte gerne früh Feierabend gemacht, wenn wir nicht einen Vortrag von einem Gast zu hören gehabt hätten. Paracetamol-Pille geschluckt, ohne Wirkung. Es ist immer so, dass Schmerzmittel mir nichts bringen, solange die Migräne nicht richtig ausgebrochen ist.

Der Vortrag plus Diskussion hat eine Stunde gedauert. Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, so gut zuzuhören und sogar Fragen zu stellen. Mir war schwindelig und ich hab mich übel gefühlt. Um fünf habe ich meine Sachen gepackt und bin nach Hause gefahren. Mit der S-Bahn. Mit dem Fahrrad konnte ich sowieso nicht, da ich heute sehr starke Periode habe (eine Woche zu früh, und das war’s mit Baby-Versuch 3.0).

In der Bahn ging’s mir mies. Ich hatte den Eindruck, mein Schädel würde explodieren. Die Übelkeit hat zugenommen. Den Weg zu Fuß nach Hause habe ich sehr langsam gemacht, damit es nicht pocht. Drei Etagen hoch, und bei der Nachbarin zwischendurch gehalten, da sie ein Päckchen für uns in Empfang genommen hatte. Kurz nach sechs endlich in der Wohnung, Aspirin genommen, auf der Couch mit der Katze geschlafen. Langsam geht’s besser.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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