Erster Traum des Jahres

Ich war mit Martin in einem Konzentrationslager gefangen. In Deutschland waren wir nicht. Der Himmel war blau, und außerhalb vom Lager konnte man viele Olivenbäume sehen. Eins wusste ich auf jeden Fall: Wir mussten fliehen. Der Krieg war fast verloren für die Nazis, und mir war klar, dass sie uns alle erschiessen würden, bevor sie den Ort verlassen.

Eines Abends habe ich mich in einer Grube verkrochen, während meine Mitgefangenen zum Abendessen gingen. Ich habe mir überlegt, wie man sich in den Olivenbäumen verstecken könnte, um auf die siegende Truppe zu warten. Leider trug ich hell weiße Turnschuhe, die mich in den Bäumen sofort verraten würden, sollten die Nazis die Gegend durchsuchen. Ich bin zum Abendessen gegangen.

Auf dem Weg dahin habe ich einen isolierten Wächter getroffen und ihn bewusstlos geschlagen, um seinen Anzug zu klauen. Ich bin als Offizier verkleidet zum Essraum gegangen. Martin saß an einem Tisch. Ich habe ihm ein Zeichen gegeben, damit er sich für die Flucht vorbereitet. Bevor musste ich zur Toilette gehen. Ich habe noch im letzten Moment daran gedacht, die Männertoilette zu besuchen, da ich als Wächter verkleidet war. Ich habe mich breitbeinig vor einem Klo gestellt und versucht, wie ein Mann zu pinkeln, was ohne Penis nicht so einfach war. Es ist keinem aufgefallen. Neben mir war ein Mann unter der Dusche, und die durchsichtige Trennwand war vom Dampf derart beschlagen, dass er mich nicht sehen konnte. Beim Verlassen der Toilette hat mich Martin in eine Ecke gezogen und wir haben ein letztes Mal wild Sex gehabt, falls wir bei der Flucht nicht überleben würden.

An die Flucht selbst kann ich mich nicht erinnern, der Traum ging zu einer anderen Szene.

Wir sind in einem gelben, alten Auto zu einem kleinen Dorf angekommen. Ich habe gedacht, dass wir noch als Flüchtlinge aus dem Konzentrationslager aussehen würden und bin zu einem Bauernhof gefahren, um uns in der Scheune zu verstecken. Dort stand aber eine Gruppe italienischer Männer neben einer Steinmauer, die uns gesehen haben und verraten wollten.

Ich bin aufgewacht.

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