Der Alltag kehrt wieder ein

Eine Woche Arbeit ist schon fast vorbei. Ich hatte wieder einen Vortrag zu halten, trotz frischer Erkältung und heiserer Stimme. Wenigstens hat es diesmal geklappt. Die Erkältung ist nicht so schlimm wie befürchtet, und meine Verdauung hat sich endlich normalisiert. Meiner Katze geht’s super, sie ist von meinem Nachfolger sehr gut versorgt worden. Sie haben sogar gemeinsam Fliegen gefangen, und sie hat es gewagt, mit ihm nachtsüber zu schlafen. Ich muss mich jetzt um meinen Umzug in zwei Wochen kümmern.

Ich bin noch müde. Die Zeitverschiebung habe ich körperlich kaum gemerkt, aber der lange Rückflug war nicht sehr erholsam. Meine Haut verliert schon wegen Trockenheit an Bräune. Es fühlt sich bald fast so an, als ob der Urlaub nur ein Traum gewesen wäre.

Es war richtig schön, selbst wenn ich die Hälfte der Zeit krank war. An die konstant hohe Temperatur und feuchte Luft habe ich mich schnell gewöhnt. Die Landschaft ist traumhaft, die Granitfelsen beeindruckend, die Fauna wunderschön (ach ja, die Spinnen sind auch beeindruckend, zum Glück nur im Wald zu sehen und nicht im Haus). Überall hängt der Geruch von verfaulten Mangos, die von den Bäumen nicht gesammelt werden können, so viele es sind. Wir haben am Strand aus Kokosnüssen getrunken.

Bei einer Wanderung zur Anse Major haben wir Batman, den zahmen Flughund (flying fox auf Englisch), besucht. Sein „Herrchen“ Richard, der am Oberkörper gelähmt ist und sehr schöne Stofftücher verkäuft, träumt davon, eine europäische oder russische junge Frau um die 25 mit etwa 200.000€ zu heiraten. Er ist nicht der Einzige, meinen Gesprächen mit den lokalen Bootfahrern nach zu beurteilen… Eine Flasche Cognac würde er sonst gerne geschenkt bekommen. Alkohol kann auf der Insel sehr teuer sein.

Und es gab auch Sonnenuntergänge zu zweit…

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