Arbeitgeberwechsel

Ich freue mich, endlich zurück zur Arbeit zu gehen. Die gezwungene Pause, um den Resturlaub von meinem letzten Arbeitsvertrag zu nehmen, ist vorbei. Seit gestern bin ich offiziell Angestellte von dem Institut, in dem ich schon seit dem letzten Jahr arbeite.

Geändert hat sich kaum etwas. Ich sitze auf dem gleichen Drehstuhl, entwickle mein Programm weiter und betreuue gelegentlich Wissenschaftler, die unsere Geräte nutzen. Mit der Wartung der Geräte bin ich ein bisschen mehr beschäftigt. Ich verdiene genau so viel, und eventuell mehr, da ich ab jetzt an Wochenenden einsetzbar bin. Hinzu kommt ein kleines wissenschaftliches Projekt, das sich aus einer Zusammenarbeit mit einer schwedischen Gruppe ergeben hat. Genauer gesagt ist dank dieses Projektes die Drittmittelfinanzierung zustande gekommen, die mir erlaubt, länger zu arbeiten, da es wegen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes sonst nicht mehr möglich gewesen wäre. Anstatt einer Restarbeitszeit von zehn Monaten habe ich jetzt zweieinhalb Jahre bekommen. Geplant waren drei, aber aufgrund meiner höheren Eingruppierung reicht das Geld für die Postdoc-Stelle nicht für die gesamte Dauer.

Eine Stellenanzeige musste es geben. Sie wurde exakt für mein Profil geschrieben. Die Anzeige wurde nur intern veröffentlicht, mit einer Bewerbungsfrist von einer Woche. Es gab trotzdem eine andere Bewerbung, die Person konnte jedoch nicht alle Anforderungen erfüllen. Den neuen Arbeitsvertrag habe ich am Anfang des Sommers unterschrieben, und kurz danach habe ich den anderen Vertrag gekündigt. Mein Nachfolger fängt schon diese Woche an. Er wird in meinem Zimmer sitzen, wenn er bei uns tätig ist. Er wird häufiger als ich mit dem Institut vom meinem früheren Arbeitgeber zu tun haben. In meiner ganzen Zeit dort musste ich nur hin, um administrative Sachen zu regeln, ich habe sonst nur mit meiner aktuellen Gruppe gearbeitet.

Diese Woche sitze ich alleine im Büro. Inzwischen sind wir zu viert drin, aber Kate ist dienstlich unterwegs, mein IT-Kollege hat seinen Schreibtisch räumen müssen, um Platz für meinen Nachfolger zu machen, und der andere Postdoc, Pawel, hat gerade Urlaub. Ich geniesse es, in Ruhe arbeiten zu können, auch wenn ich es so schade finde, dass mein IT-Kollege nicht mehr hier sitzt. Ich hätte ihn gerne gegen Kate getäuscht, die mich auf Dauer nervt, weil sie ständig nach trivialen Sachen über den Umgang mit ihrem Rechner fragt. Aber er muss sich jetzt einen Besenkammer mit einer neuen Informatikerin teilen.

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13 Gedanken zu “Arbeitgeberwechsel

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