Neuer Besuch beim Dermatologe

Einen Termin hatte ich eigentlich vor zwei Wochen kurz vor dem Mini-Urlaub bei meinen Eltern bekommen, bei dem Arzt, den ich nach meiner telefonischen Suchaktion während seiner Sprechzeit besucht hatte. Ich hatte nach dem Besuch doch beschlossen, keinen der hart vereinbarten Terminen abzusagen, man weiß ja nie. Für meine Kopfhaut wollte ich auf jeden Fall noch mal hin. Ich war nicht von seiner ersten Leistung begeistert, aber ich dachte, mit einem geplanten Termin würde er sich mehr Zeit nehmen. Als ich zum besagten Termin ankam, meinte die Sekretärin, es würde noch lange dauern, der Arzt hätte noch viele Patienten. Es kam mir merkwürdig vor, und ich fragte sie zur Sicherheit, ob mein Termin wirklich um die Uhrzeit geplant wäre. Ich hatte schließlich dafür die Arbeit mitten in einer Umzugsaktion verlassen und musste möglichst schnell zurück, um meine Kartons fertig zu packen. Da sagte sie, ich hätte doch keinen Termin an dem Tag. Ich war nicht begeistert. Als sie mir vorschlug, erst Ende Juni zurück zu kommen, sagte ich, ich hätte schon einen Termin in einer anderen Praxis und würde dann diesen lieber vorziehen. Mit diesem Arzt habe ich jetzt die Schnauze voll.

Ich bin also zur anderen Praxis[1] gegangen. Der Arzt war fast pünktlich (er hatte eine Viertelstunde Verspätung, was bei Ärzten hier ziemlich kurz ist). Zuerst kam eine junge Helferin, die mich Fragen stellte und einen Formular im Rechner für den Arzt bereitstellte. Als er endlich kam, hatten wir gerade eine Minute zusammen gesprochen, bevor eine andere Helferin ohne zu klopfen ins Zimmer kam, um uns ohne Entschuldigung zu unterbrechen und sich beim Arzt über einen anderen Patienten aufzuregen, der keinen Termin für eine Blutuntersuchung gemacht hatte. Ich habe gedacht, mit einem solchen Verhalten gehört sie sofort gefeuert. Sie hat ja die ganze Zeit vertrauliche Informationen über einen anderen Patienten vor mir geplaudert. Der Arzt hat ihr gesagt, jetzt wäre kein günstiger Zeitpunkt, und sie sollte sich mit ihm lieber nach seinen Terminen darüber unterhalten, was sie einfach ignorierte. Erst als sie ihren Frust komplett entladen hatte, konnten wir unsere Besprechung fortsetzen. Er hat sich danach bei mir dafür entschuldigt; es würde mich nicht wundern, wenn ich sie beim nächsten Mal nicht mehr sehe.

Einen guten Eindruck habe ich von ihm bekommen. Er hat sich Zeit genommen und wirklich geschaut, wie meine Kopfhaut aussieht, nicht wie beim anderen Dermatologen. Er hat mir ein neues Mittel zur täglichen Anwendung gegeben. Ein neuer Termin ist in sechs Wochen geplant. Über meinen Hautausschlag habe ich auch berichtet, aber es gab nichts mehr zu sehen und er konnte sich davon kein Bild machen. Abends habe ich aber auf einmal wieder warme und stark juckende Ohren bekommen, gefolgt von Schuppenbildung, genau wie in März. Die Brust und der Hals fangen wieder an, leicht zu jucken. Wenn ich mich nicht darum kümmere, kann ich es ihm vielleicht beim nächsten Termin zeigen. Wenn es sich in Grenzen hält.

[1] Unbezahlte Werbung, da Verlinkung.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.