Wochenende in Leipzig

Der Anlass für den Ausflug war, dass Ahmed, ein alter Schulfreund von Martin, eine Feier am Freitag dort organisiert hatte. Es stand schon lange fest, Martin hatte mich sogar Anfang Februar gefragt, ob ich ihn dahin begleiten möchte.

Warum nicht, dachte ich. Die Feier war ein Abendessen in einem Restaurant, und am nächsten Tag war ein Spaziergang durch die Stadt geplant. Danach war genug Zeit, um den Rest des Wochenendes mit Martin zu genießen. Es wurde doch recht anstrengend.

Wir haben die Arbeit am Freitagnachmittag früh verlassen und sind direkt mit Gepäck zum Bahnhof gefahren. Wir hatten gerade Zeit, uns im Hotel umzuziehen, bevor wir zum Restaurant gegangen sind. Es gab wieder viele neue Gesichter und Namen, die ich mir nicht alle merken konnte. Nur Patrick, ein anderer Schulfreund von Martin, und seine Frau Hannah kannte ich. Seinen besten Freund Stefan, von dem ich so lange gehört hatte, habe ich an dem Abend endlich kennen gelernt.

Es gab lange Reden, bei denen ich den Faden verloren habe. Die Musik war zu laut, um sich gut unterhalten zu können. Irgendwann hat Ahmed noch versucht, mich zum Tanzen zu animieren. Das kam für mich nicht in Frage, was ihn offensichtlich irritiert hat. Ich sehe aber nicht ein, dass ich mich jedesmal dafür rechtfertigen muss. Um mir ständig die gleichen Vorurteile und Expertenmeinungen von Laien über Rückenschmerzen anzuhören? Dazu habe ich keinen Bock mehr.

Am Samstag hat sich der Spaziergang als Stadtrundfahrt entpuppt. Vielleicht hätte ich besser zuhören sollen, was Martin mir erzählt hatte. Wir sind alle in einen uralten stinkenden Bus eingestiegen und durften zweieinhalb Stunden lang durch die Gegend gefahren werden, während ein Mann etwas Unverständliches erzählte (der Geräusch des Motors und die ganzen privaten Gespräche übertönten die Lautsprecher). Es gab zwischendurch zwei kurzen Pausen. Ein Spaziergang war nach der Fahrt geplant. Ich hatte nicht so richtig Lust dazu und war auf die Leute ein bisschen neidig, die sich schon vom Rest der Gruppe verabschiedet hatten. Martin wollte beim Spaziergang mit seinem Freund bleiben und ich dachte, nach der unangenehmen Fahrt würde es mir gut tun. Es wurde eine Stadtführung, mit viel Stehenbleiben und Zuhören, was meinem Ischias wieder nicht gefallen hat.

Gegen 17:00 meinte Ahmed, wir sollten gleich zum Abendessen zu einem italienischen Lokal gehen. Ich fürchte, mein Begeisterungsmangel war nicht zu übersehen. Martin meinte, es wäre viel zu früh und wir haben uns endlich verabschieden können. Ich mag es einfach nicht, wenn jemand, den ich kaum kenne, so lange bestimmt, was ich mit meiner freien Zeit zu tun habe.

Am Sonntag haben wir den Zoo von Leipzig besucht, der uns sehr empfohlen wurde. Es war wirklich sehr schön. Woran ich mich aber vor allem erinnern werde, ist, wie die Frau an der Kasse für die Bootfahrt versucht hat, mich reinzulegen und mir 5€ weniger zurück zu bezahlen. Wir sind gegen 19:00 zurück in Berlin gewesen. Mit der Zeitumstellung haben wir noch auf der Terrasse eines uns schon bekannten spanischen Restaurants das schöne Wetter genossen und gegessen, bevor ich nach Hause gefahren bin.

Advertisements

2 Gedanken zu “Wochenende in Leipzig

Teile deine Meinung mit!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s