Stefan

Stefan ist mein vorletzter Freund gewesen. Ich habe ihn kennen gelernt, als ich für meine Doktorarbeit nach Deutschland gekommen bin. Er war damals ebenfalls Doktorand in meinem Institut, obwohl er über dreißig war und zehn Jahre älter als ich ist. Am Anfang war ich noch mit David zusammen, aber unsere Beziehung hat die Pendelei nicht überlebt. Nachdem er Schluss mit mir gemacht hat, hat es nicht lange gedauert, bis ich mich für Stefan interessiert habe.

Ich kann nicht genau sagen, was mich an ihm angezogen hatte. Er sah anders aus als die anderen. So gut sah er eigentlich nicht aus. Er hatte angefangen, einen „Bierbauch“ zu entwickeln. Ich weiß sogar noch, wie mich seine Hände ein wenig angeekelt hatten, weil ich dabei immer an Frösche denken musste. Seine dicken Lippen mochte ich nicht. Er schien aber nett zu sein und war lustig. Ich denke jetzt, es lag vor allem daran, dass er sich für mich interessierte, und ich wollte nach der Pleite mit David nicht alleine bleiben. Ich hatte mich trotzdem in Stefan verliebt. Aus welchen Gründen auch immer.

Im Frühling 2000 habe ich einen Freund von ihm gefragt, ob Stefan eine Freundin hätte. Da er nein antwortete, habe ich einige Dates mit ihm arrangiert, und eines Abends haben wir uns nach einem Besuch in einer irischen Kneipe geküsst, als er mich nach Hause begleitet hatte. Ich erinnere mich, wie er dabei meine Hüfte mit beiden Händen fest angefasst hatte, als ob er prüfen wollte, wie die Ware sich anfühlt. Es schien, ihn zufrieden zu stellen. Ich fand’s sehr frech von ihm, vor allem mit seiner Figur. Außerdem konnte er nicht so gut küssen, ich musste es ihm beibringen. Er hat dabei einen hoch gekriegt und mich Hexe genannt. Wir haben uns vor meiner Haustür verabschiedet. Am nächsten Tag musste ich früh zu meinen Eltern fliegen.

Nach meinem Urlaub haben wir uns wieder getroffen und Sex gehabt. Eine frustrierende Erfahrung, die sich mit der Zeit nicht verbessert hat. Trotz Erektion war seine Länge zu kurz, er konnte mich gar nicht stillen. Jedes Mal, wenn er danach im Badezimmer verschwunden war, musste ich die Arbeit selber fertig machen. Ich denke, es hatte mit seinem Bauchumfang zu tun. Ich hatte es mit Gilles schon gemerkt. Meine Theorie: Männer mit Bauch haben einen winzigen Penis, weil der Bauch die Haut schon zu sehr spannt. Ich dachte, es ist mir egal, wie ein Mann aussieht, aber das will ich nicht mehr mitmachen. Vor allem nach meiner Erfahrung mit David war es sehr enttäuschend. Dazu hat Stefan noch schnell darauf bestanden, den hinteren Eingang zu benutzen, was ich gar nicht wollte. Er meinte, es wäre für ihn ein großes Bedürfnis, er hätte es wirklich nötig. Ich dachte, super, schlecht im Bett, und mit schwulen Tendenzen. Seine früheren Freundinnen hätten ihn sexuell besser erziehen können.

Eine Woche nach dem Anfang unserer Beziehung habe ich schon gemerkt, dass es nicht gut gehen konnte. Er hatte nämlich doch eine andere Freundin gehabt, sein Freund hatte mich angelogen. Er hat mit ihr Schluss gemacht, nachdem er mit mir zum ersten Mal Sex hatte. So richtig Vertrauen konnte ich in ihm nicht mehr haben. Ich habe mich schlecht gefühlt. Das hatte ich nicht gewollt. Hätte ich die Wahrheit gewusst, dann hätte ich nie zugelassen, dass etwas zwischen uns passiert. Es war schon zu spät. Ich habe gedacht, dass ich verliebt war und er sich im Bett verbessern würde. Ich hätte mir die Frust sparen können.

Ich habe ihn am Wochenende zu Hause besucht. Ich weiß noch, wie ich eines Tages bei ihm geklingelt hatte, und er nicht dran gegangen war, obwohl sein Telefon ständig besetzt klang, als ich ihn vorher anrufen wollte. Irgendwann habe ich nicht gemerkt, wie ich am falschen Knopf gedrückt hatte, und sein Nachbar hat die Tür aufgemacht. Ich habe drin bei Stefan geklopft. Es gab Geräusche aus seiner Wohnung, aber er hat die Tür nie aufgemacht. Ich habe eine Nachricht vor seiner Tür gelassen und bin nach Hause gegangen. Am folgenden Montag hat er sich entschuldigt und meinte, er hätte am Rechner online gespielt und gar nichts mitbekommen. Ich war nicht begeistert. Es ist danach nicht mehr vorgekommen.

Wir sind am Anfang viel gereist. Vor allem nach England. Er hat mich seiner Familie vorgestellt. Wir haben mit seinen Freunden in Düsseldorf jede Woche zusammen gekocht. Mit seinem ehemaligen Kommilitonen Thomas, dem buddhistischen Salsa-Lehrer, haben wir uns ab und zu getroffen. Ich mochte ihn nicht besonders, er wirkte zu kalt. Auch zu seiner Frau, mit der er schon vier Kinder hatte. Drei Jungs und ein Mädchen. Ich erinnere mich an eine Party bei Thomas, bei der das Mädchen mit seinen Brüdern beim Essen gespielt hatte, und wie übertrieben wütend er dabei reagiert hatte. Ich hatte gedacht, dass er echt einen Knall hatte und habe richtig Mitleid für das Mädchen gehabt.

Stefan hat sich irgendwann eine neue, größere Mietwohnung ausgesucht und ist umgezogen. Er hat mich um Hilfe gefragt, um seine neue Möbel auszusuchen. Ich fand’s komisch, da ich nicht mit ihm lebte und meine eigene Mietwohnung hatte, aber ich habe es mitgemacht. Ich war doch häufig genug bei ihm. Wir wirkten bei seinen Freunden wie ein ernstes Paar. Dabei ging’s mir nicht so gut. Ich habe mich mehrmals gefragt, warum ich mit ihm noch blieb, weil er sich offensichtlich nicht für mich interessierte. Ich hatte den Eindruck, nur ein Schmuckstück zu sein. Und meine Diskussionen mit Brigitte, einer spanischen Freundin aus meinem Deutschkurs, hatten mich überzeugt, dass Stefan kein Einzelfall war, sie hatte mit anderen deutschen Männern genau die gleichen Erfahrungen gemacht.

Ich fühlte mich sehr von Stefan vernachlässigt, und hatte am Ende den Verdacht, dass er sich von seinem Freund Thomas beraten lassen hatte, mich zu verlassen (Thomas hat es mir nie verziehen, dass ich ihn einmal ausgelacht hatte, weil er einen Gacker von sich rausgelassen hatte. Ich hatte unwillkürlich zu seiner Tochter geschaut, weil ich plötzlich den Eindruck hatte, den Grund für Stefans Vorliebe im Bett, die ich ihm nie erlaubt habe, gefunden zu haben). Selbst Volker hatte mir gesagt, dass Stefan sich mit mir unverschämt schlecht verhalten würde, aber Eigenmotive konnte ich bei ihm nicht ausschließen. Nach mehr als einem Jahr, nachdem er im Sommer mit seinen Eltern zwei Wochen Urlaub an der Nordsee gemacht hatte und mich kein einziges Mal angerufen hatte, habe ich endlich Schluss gemacht. Ich bin nach seiner Rückkehr zu ihm gegangen, habe meine restlichen Sachen aus seiner Wohnung geholt und habe ihm seine Schlüssel zurück gegeben. Mit dem festen Entschluss, mich nie wieder in einem Deutschen zu verlieben.

Es ist schon dreizehn Jahre her. Ich habe mich seitdem nicht mehr verliebt. Bis ich nach Berlin umgezogen bin. Jetzt weiß ich, dass es doch deutsche Männer gibt, die mich im Bett befriedigen können und die sich nicht so kalt verhalten.

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Brüderchen zu Besuch

Es war sehr kurz. Sonntag angekommen, heute schon abgereist. Da ich gearbeitet habe, haben wir uns nur abends gesehen. Tagsüber war er mit seiner Freundin in der Stadt unterwegs.

Am Sonntagabend habe ich Tartiflette mit einem grünen Salat vorbereitet. Vom Wetter her passte es perfekt, es war so kalt. Ich habe sie im letzten Moment gemacht, da sie spät gelandet sind und ich das Wochenende bei Martin verbracht hatte. Sie haben es noch geschafft, sich auf dem Weg vom Flughafen mit dem Leihwagen trotz Navi zu verfahren, so dass ich genug Zeit hatte, das Abendessen zu vorbereiten. Sie haben sonst nicht bei mir geschlafen. Sie hatten sich einen Hotelzimmer gebucht, obwohl ich genug Platz zu Hause habe. Es war anscheinend sehr günstig, und mein Bruder wollte mich nicht stören. Tja…

Am Montag waren sie so müde von den ganzen Sehenswürdigkeiten, dass sie früh zum Hotel gegangen sind. Dafür hat Martin zum ersten Mal bei mir geschlafen. Es hat mich verblüfft, dass meine Katze ihn so gut toleriert hat. Obwohl, eigentlich habe ich früh gemerkt, dass sie ihn gerne hat. Ich habe nie gesehen, dass sie sich von anderen Personen so schnell anfassen lassen hat. Und sie hat es noch nie erlebt, dass jemand mit mir schläft. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass es sie gar nicht gestört hat. Das blöde ist, dass Martin allergisch ist und Tablette schlucken muss, wenn er bei mir ist.

Wir haben vorgestern und gestern abends zusammen mit meinem Bruder und seiner Freundin in der Stadt gegessen. Ich hatte ihnen schon von Martin erzählt. Ein Glück, dass er Französisch spricht, so konnten wir alle ohne Problem reden. Gestern haben wir die Beiden direkt am Hotel getroffen. Auf dem Weg dahin ist eine Frau an uns vorbei gegangen. Sie hat sich uns genau betrachtet, und besonders Martin. Als sie an mir vorbei ging sagte sie plötzlich ganz leise „Scheiße“ zu sich. Martin hat davon gar nichts gemerkt. Die Frau hat er wahrgenommen, aber nicht den Eindruck gegeben, sie zu kennen. Vermutlich hat sie geglaubt, einen anderen Mann erkannt zu haben. Vielleicht kennt sie jemanden, der ähnlich aussieht, und dachte, er würde mit mir fremd gehen…

Heute ist Brüderchen schon weg. Er hatte nur eine Woche Urlaub, war schon bei der Familie seiner Freundin in Italien, und morgen will er zu unserer Schwester fahren. Was für ein Stress, wenn Familienmitglieder so weit von einander leben…

Wochenrückblick

Über Montag ist nichts hinzuzufügen. Das Erlebnis des Tages war das Blitzeis. Für mich auf jeden Fall. Es ist mehr als fünfzehn Jahre her, aber ich erinnere mich immer noch daran, wie ich eines Wintermorgens auf dem Weg zur Uni in Nizza an einer Tankstelle vorbei gegangen war und eine Eispfütze entdeckt hatte. Es hatte damals unter meinen Kommilitonen für Gesprächsstoff gesorgt.

Am Dienstag bin ich doch nicht mit dem Taxi gefahren. Der Bürgersteig wurde bestreut. Ich habe mir trotzdem Spikes gekauft. Sie sind seitdem in meinem Rucksack. Ich habe sie nach dem Sport auf dem Weg nach Hause ausprobiert und es ging super, aber es könnte daran liegen, dass es an dem Tag frisch geschneit hatte und nicht mehr glatt war.

Am Mittwoch fing die Arbeit wieder früh an. Ich habe mich auf den Feierabend gefreut. Ich war mit Martin verabredet, um mit ihm und Patrick, einem mir noch unbekannten Freund von Martin, ins Kino zu gehen. Die Aufregung war groß. Ich war neugierig, und gleichzeitig sehr froh, dass Martin mich als seine Freundin vorstellen wollte. Patrick hat mir einen sehr netten Eindruck hintergelassen. Der Film hat drei Stunden gedauert. Ich bin nach dem Kino natürlich nicht zurück nach Hause gefahren. Wir waren kurz nach eins im Bett, und das Einschlafen hat sich noch verzögert.

Ich hatte am Donnerstag einen Termin und musste früh zur Arbeit. Martin war noch krank geschrieben, aber er ist trotzdem aufgestanden und hat mich zur Haltestelle begleitet. Der Rest des Tages verlief sehr frustrierend. Meine Gäste waren gekommen, um ihre Daten mit meinem Programm auszuwerten. Gestern sind plötzlich neue Fehlermeldungen aufgetaucht, bei denen ich mich gefragt habe, warum sie nicht früher aufgetreten sind. Mein Vorgänger war mit dem Lesen von Dateien zu unvorsichtig gewesen. Es hat gedauert, bis ich alle Probleme verstehen und beseitigen konnte. Um am Ende festzustellen, dass die Daten schrott sind und die Messung unter anderen Bedingungen wiederholt werden sollte. Dazu kam, dass ich um 12:00 einen Termin für eine Routine-Kontrolle bei der Frauenärztin hatte, und eine ganze wertvolle Stunde im Wartezimmer verbringen musste, weil sie Verspätung hatte. Beim nächsten Mal versuche ich, gleich um 09:00 einen Termin zu bekommen.

Heute bin ich später zur Arbeit angekommen. Ich musste mich von der vorherigen Nacht erholen und hatte sowieso am Mittwoch zehn Stunden gearbeitet. Es gab eine unangekündigte Besprechung mit Uschi und Winfried über mein Projekt, in der wir die nächsten Schritte diskutiert haben. Kurz nach sechs bin ich zum Sport gegangen, um halb zehn war ich zu Hause. Ich habe weiter aufgeräumt, da mein Bruder übermorgen ankommt. Ein paar Hocker wollte ich noch zusammen bauen. Die schlechtesten Teile, die ich je bei IKEA gekauft habe. Die empfehle ich nicht weiter. Ich habe mir die Hände ganz wund gemacht. Martin hat mich angerufen. Blöderweise wurden wir zwei mal wegen Verbindungsfehler unterbrochen. Morgen Abend sehen wir uns wieder. Ich habe vorher noch viel zu tun zu Hause.

Kalter Montag

Die Glätte hat mich völlig überrascht. Ich hatte die Wettervorschau nicht beachtet. Es gab am Wochenende Besseres zu tun.

Am Samstag habe ich es doch nicht geschafft, zum Sport zu gehen. Ich habe mich um meine Wohnung gekümmert. Mir ist aufgefallen, dass Brüderchen schon am kommenden Wochenende mit seiner Freundin zu Besuch kommt, und ich wollte den Wohnzimmerbereich bequemer gestalten. Ich bin noch nicht fertig. Am frühen Abend habe ich die Katze reichlich versorgt und mich fürs Wochenende auf dem Weg zu Martin gemacht. Über eine Stunde Fahrt mit ÖPNV. Als wir uns umarmt haben, ist mein Stress von Freitag auf einmal verschwunden. Wir sind noch essen gegangen, bevor wir uns im Schlafzimmer vergnügt haben. Er fühlte sich trotz OP ziemlich gut. Da ich ihn schonen wollte, habe ich beschlossen, in die Reitstellung zu gehen. Und muss heute peinlich feststellen, dass ich unbedingt meinen Trainingplan ändern muss. Solche Muskelkater hatte ich lange nicht mehr gehabt. Aber seiner Reaktion nach zu beurteilen, hat es sich sehr gelohnt. Wir haben auch schon Urlaubspläne für den Sommer diskutiert. Wenn das nicht ernst ist.

Nach einer erholsamen Nacht bei mir habe ich mich heute Morgen kurz nach acht auf dem Weg zur Arbeit gemacht. Normalerweise brauche ich zu Fuß eine Viertelstunde bis zur Haltestelle. Nicht so heute. Die Hälfte meiner Strecke ist bis zur Hauptstraße des Viertels mit Kopfsteinpflastern bedeckt — sowohl Bürgersteig als auch Straße. Mit der Glätte von heute Morgen war es der reine Horror. Aus dem Kiez raus war es kaum besser, da es noch nirgendwo bestreut wurde und ich über eine Brücke gehen musste. Kurz davor stand ich still und überlegte, wie ich weiter gehen sollte, als der Wind plötzlich stark wehte und mich fast zum Fall gebracht hätte. Als ich endlich heil die Haltestelle erreichte, war es schon 08:45. Der Weg von der Straßenbahn bis zu meinem Gebäude war genau so mühsam langsam. Und ich hatte meine Winterschuhen an. Ich muss mir unbedingt Spikes besorgen.

Die Arbeit verlief heute super. Mein IT-Kollege hat eine Beschreibung gefunden, wie man PyQt4 auf Maverick installieren kann. Ich habe sie gleich auf Uschi’s Mac ausprobiert und war begeistert, als es endlich lief. Man musste nur homebrew installieren, und danach brew install qt, brew install sip, brew install pyqt. Einfacher geht’s nicht. Qwt5 musste noch her, dann ist alles reibungslos gelaufen. Was für eine Erleichterung. Damit konnte ich bei unserer Besprechung positive Ergebnisse zeigen. Das Problem mit openSUSE scheint doch nicht so wichtig zu sein. Ich kann mich jetzt darauf konzentrieren, das Programm zu veröffentlichen. Wir hatten letzte Woche schon die Arbeitseinteilung bei den Geräten für diese Woche diskutiert, aber Uschi meinte, es könnte sein, dass jemand für Martin einspringen sollte, falls er noch nicht zurück kommt — wahrscheinlich er oder Winfried. Dabei hat er mich die ganze Zeit angeschaut. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er schon Bescheid weiß. Wie auch immer.

Wir haben mit Martin noch nicht darüber diskutiert, ob wir uns als Paar outen oder nicht. Ich finde die Situation unangenehm. Es wäre mir lieber, nichts zu verheimlichen. Meine Kollegin Mieke hat mich heute erneut mit Fragen gebohrt. Und ich bekomme wieder das Gefühl, dass sie sich ihn vielleicht schnappen wollte. Dabei hat sie am Mittwoch darüber gelacht, ob wir denn „schon wieder“ ein Date hätten, als ich offensichtlich nach meiner Präsentation auf ihn wartete, um zusammen Feierabend zu machen. Martin hatte einfach ja geantwortet. Heute fragte sie mich, ob jemand etwas wüsste, wie es ihm nach der OP ging. Mit „jemand“ meinte sie mich. Da wir zu zweit waren, habe ich ihr kurz erzählt, dass er wahrscheinlich die ganze Woche noch abwesend wäre und heute zurück zum Arzt musste. Sie hat mich scherzend gefragt, ob ich ihn besucht hätte, was ich lächelnd bejaht habe. Ich habe gemerkt, dass es ihr danach nicht mehr gelungen ist, ganz locker zu wirken. Es kann sein, dass ich völlig falsch liege, aber mein Bauchgefühl sagt mir das Gegenteil. Sie erinnert mich an Hülya, und wie sie mir einmal erzählt hatte, sie wäre dumm genug gewesen, um Olivier in die Arme einer anderen Frau gesteckt zu haben, weil sie ihm gesagt hatte, die Frau möchte mit ihm Sex haben — sie wollte dadurch nur seine Reaktion prüfen, aber er hat sich tatsächlich darüber gefreut und ist zur anderen Frau gegangen. Ich denke manchmal, Mieke verhält sich mit Martin genau so.

Der Weg nach Hause sah heute Abend genau so schlimm wie am Morgen aus. Ich habe kurz eingekauft und ein Taxi bestellt. Das werde ich morgen auch machen, weil ich so früh bei der Arbeit sein muss. Danach schaue ich, ob ich Spikes kaufen kann. Es soll diese Woche nur noch kälter werden.

Wieder eine Woche vorbei

Ich bin in meinem Projekt voran gekommen. Zu langsam für mein Gefühl.

Montag: Weitere erfolglose Versuche, Qwt5 auf openSUSE 13.1 zu installieren. Die wöchentliche zweistündige Besprechung nimmt schon ein Viertel der theoretischen Arbeitszeit weg. Dazu kam, dass ich das Protokoll schreiben musste, was ich direkt danach erledigt habe. Feierabend habe ich früh gemacht, um meine Überstunden zu begrenzen.

Dienstag: Ich habe mich über matplotlib informiert, habe aber nicht versucht, es zu implementieren. Für Mittwoch musste eine Präsentation vorbereitet werden. Gerne hätte ich mich an dem Abend mit Martin getroffen, aber ich wusste, dass ich zu Hause noch lange arbeiten würde. Auch im Bett, bis etwa 01:00. Umsonst, es zählt als Arbeitszeit nicht. Uschi will davon nichts wissen, wenn man nicht vor Ort am Büro arbeitet. Nicht nachweisbar und unfair den anderen gegenüber, die sich einchecken müssen, so lautet seine Argumentation. Da ich in seiner Gruppe für einen anderen Arbeitgeber arbeite, bei dem keine Kontrolle der Arbeitszeit erfolgt, habe ich sowieso nichts zu sagen. Meine Stunden rechne ich nur, damit Uschi sehen kann, wann ich da bin. Er meinte, ich müsste das nicht tun, gleichzeitig beschwert er sich, wenn ich ihm nichts zeige.

Mittwoch: Präsentation optimiert. Uschi hatte mich darum gebeten, davor an einer anderen Veranstaltung teilzunehmen, die für mich interessant sein könnte. Es war doch nicht relevant für meine Tätigkeit. Da er selber anwesend war und es mir ausdrücklich empfohlen hatte, musste ich hin. Nach meiner Präsentation war es schon fünf. Ich habe mit Martin Feierabend gemacht und habe bei ihm geschlafen.

Donnerstag: Gestern. Martin war krank geschrieben, weil er eine OP hatte. Reste von einem Motorradunfall letztes Jahr. Ich habe ihn dahin begleitet, bevor ich zur Arbeit gefahren bin. Es war geplant, dass sein Vater ihn abholt, wenn er aus der Narkose wieder erwacht. Er hat bei ihm die folgende Nacht verbracht. Muss ich erklären, dass ich nicht hundertprozentig konzentriert war? Immerhin habe ich meine Tests auf Ubuntu endgültig abgeschlossen. Ich muss noch nachdenken, bevor ich mit openSUSE weiter arbeite.

Freitag: Mein IT-Kollege hat heute mit Uschi geredet. Ich habe ihn selber nicht gesehen, aber er meinte, er wird sehr ungeduldig. Scheiße. Ich weiß, wie Uschi explodieren kann, ich habe es bei den anderen Kollegen schon erlebt. Am Montag haben wir wieder unsere Gruppenbesprechung. Ich fürchte, was ich zu berichten habe wird nicht reichen. Ich wollte mit Scientific Linux weitere Versuche machen. Wie wär’s, Qt5 statt Qt4 zu benutzen? Kann ich leicht wechseln? Ein Versuch ist es wert, da es noch kein Qt4.8.6 für Maverick gibt, aber dafür Qt5.2.0. Was mich bis jetzt davon abgehalten hatte, war, dass mein IT-Kollege es ursprünglich für keine gute Idee hielt. Nun, irgendwie muss ich die Partition mit Scientific Linux aufs Versehen überschrieben haben. Erneut installiert. Grub ist aus einem mir unbekannten Grund verschwunden, aber der Größe der verfügbaren Platte nach zu beurteilen, habe ich nicht die anderen Partitionen überschrieben. Das hätte mir noch gefehlt. Updates. Das hat alles so ewig gedauert. Kurz nach acht habe ich mein Zimmer verlassen. Zehn Stunden gearbeitet. Ich habe kurz mit Martin telefoniert. Er wollte sich nach einem Folgetermin beim Arzt melden und hatte es nicht getan, ich hatte mir schon Sorgen gemacht. Morgen gehe ich zu ihm. Nach dem Sport. Den Stress will ich nicht mitnehmen.

Montag

Ich habe ihn heute vermisst. Es klingt merkwürdig, da wir Arbeitskollegen sind und uns täglich sehen. Ich war heute kaum mit ihm. Es war nicht unser Tag.

Bei der Mittagspause war er nicht da. Mein IT-Kollege hat ins Labor angerufen, keiner ging dran. Mein Versuch auf seinem Handy war genau so erfolglos. Da er mit Ronald beschäftigt war, habe ich mir gedacht, dass es nicht so schlimm ist, wenn ich mit dem Rest der Gruppe essen gehe. Wer weiß, wie lange sie noch brauchen. Ich habe ihm eine Nachricht geschickt und bin den anderen gefolgt. Wie Mieke mir später berichtet hat, war er jedoch ersichtlich enttäuscht, dass ich nicht auf ihn gewartet habe.

Bei unserem Gruppenmeeting saßen wir neben einander, aber natürlich haben wir uns nur um die Besprechung gekümmert. Ich war außerdem heute für das Protokoll zuständig, ich musste mich besonders darauf konzentrieren. Ich habe versucht, bei der kurzen Kaffeepause danach alleine mit ihm zu sein, aber das ist mir nicht gelungen. Ich habe weiter in meinem Zimmer gearbeitet. Da mein IT-Kollege wieder da ist, habe ich keine Ausrede mehr, um unten zu sitzen. Er hat mir übrigens vorgeschlagen, falls nichts geht, matplotlib statt Qwt5 zu benutzen. Das würde die Herausgabe meines Programmes weiter verzögern, wenn ich den Code für die Graphikdarstellung umschreiben muss. Weil es viele Plots sind, und ich dann noch die anderen Betriebssysteme erneut testen muss. Uschi gefällt diese Idee nicht.

Gegen fünf wollte ich Feierabend machen. Ich muss meine Überstunden los werden. Ich hatte eine Stunde früher schon Martin eine Nachricht geschickt, weil ich nicht wusste, ob er heute Abend Zeit hatte. Er hat nicht geantwortet. Ich bin zu seinem Büro gegangen. Mieke wusste nicht, wo er steckte. Sie hat mich lächelnd gefragt, ob ich denn ein Date mit ihm hätte. Ich wusste nicht, was ich ihr sagen sollte. Wir haben gar nicht darüber diskutiert, wie wir uns bei der Arbeit verhalten sollen. Ich habe als Antwort auf ihre Frage bloß gelächelt und bin gegangen. Ein wenig traurig, habe ich ihm noch kurz geschrieben. Tja, er hatte wohl sein Handy auf leise gestellt und erst eine Stunde später in der S-Bahn auf dem Weg nach Hause gemerkt, dass ich versucht hatte, ihn zu kontaktieren. Blöd.

Immerhin haben wir noch ein paar süße Worte per SMS getauscht. Vielleicht schaffen wir es, am Mittwoch Zeit für einander zu finden. Morgen Abend ist Sport angesagt, keine Ausrede.

Nicht mehr Single

Das Wochenende war wie ein Traum.

Wir haben uns am Potsdamer Platz getroffen. Wir wussten noch nicht, welchen Film wir sehen wollten. Als wir uns endlich entschieden haben, wurde uns gesagt, dass der Saal schon fast voll war. Es war noch früh, wir haben gesucht, in welchen Kinos der Film noch lief. Wie der Zufall so will, war einer davon ganz nah an seiner Wohnung, dahin sind wir also gefahren. Nach einiger Zeit habe ich mich an ihn gelehnt und wir haben gekuschelt. Nach dem Kino sind wir zu einem Restaurant gegangen. Ich hatte kaum Hunger, da ich voll mit Schmetterlingen war. Geküsst hatten wir uns viel auf dem Weg. Er hat mir irgendwann fragend gesagt, dass ich vermutlich nicht mehr zurück nach Hause fahren möchte. Da ich ihm zugestimmt habe, sind wir zu ihm gegangen. Es war schon halb eins. Wir haben uns auf der Couch überfallen und halb ausgezogen, bevor wir zum Schlafzimmer gewechselt sind. Es war gut, dass ich mir gestern Kondome besorgt hatte, denn er hatte keine. Wir haben am Wochenende meinen mitgebrachten Vorrat aufgebraucht.

Gegen mittags haben wir uns aus dem Bett gezwungen und sind spazieren gegangen. Einen Museumsbesuch gab es auch. Wir sind recht schnell müde geworden. Er hätte mich gerne wieder bei sich zu Hause für ein Nickerchen gehabt, aber ich musste zu meiner Wohnung zurück. Ich hatte keine Kodome und keine frische Unterwäsche mehr, und meine Katze war alleine. Wenn ich bei ihm geblieben wäre, weiß ich nicht, ob ich es heute Abend geschafft hätte, wieder weg zu gehen. Er hat mich zur Haltestelle begleitet.

Ich fühle mich überglücklich. Es hat auch lange genug gedauert.

Blöde Kontaktlinsen

Ich probiere sie seit zwei Tagen. Als ich letzte Woche zur Optikerin gegangen war, hatten wir Tageslinsen probiert. Es ging unglaublich schnell, um sie anzuziehen. Nicht so mit den Monatslinsen. Oder das erste Mal war einfach Glück.

Ich habe meine Sportkleidung von heute Morgen in die Waschmaschine gesteckt und ein kurzes Programm gestartet. Eine halbe Stunde. Da ich erst abends mit Martin verabredet bin, habe ich den ganzen Tag meine Brillen an gehabt. Ich habe mich am Tisch vor meinem runden Spiegel hingesessen. Zuerst das rechte Auge probiert. Es ging nicht. Ich habe die Wimpern mit zwei Fingern festgehalten, aber das Auge hat trotzdem gezuckt. Zugefaltete Linse, auf dem Tisch gefallen, mit Flüssigkeit gespült… Wenn ich das Auge treffen konnte, dann hat sich die Linse um meinen Finger rum gewickelt, statt ums Auge. Ich habe nach dem zigsten Mal eine kurze Pause gemacht und gegoogelt, woran man erkennt, dass die Linse richtig rum auf dem Finger sitzt. Eigentlich genau wie ich dachte. Es diente vor allem, die Zeit zu haben, mich zu entspannen, bevor ich weiter machen konnte. Ich wollte fast aufgeben, aber kuscheln mit Brillen ist nicht toll. Beim nächsten Versuch habe ich das linke Auge probiert. Zwei Versuche, zack, rein. Beim rechten Auge hat es noch gedauert. Es war mir irgendwann egal, wie rum die Linse sitzt. Hauptsache, sie sitzt. Es ging wie gestern Morgen. Links super schnell, rechts die Geduldprobe. Ich war endlich fertig, als meine Waschmaschine ihr Lied am Ende ihres Ganges gesungen hat. Eine halbe Stunde.

Martin hatte sich noch nicht gemeldet. Ich dachte, wehe, ich tue mir den ganzen Stress an, und er meint, wir treffen uns doch nicht. Ich wäre richtig sauer gewesen. Er hat angerufen. Wir gehen ins Kino. Mal schauen, was heute noch geschieht. Wie ich ihn kenne, werde ich bestimmt spät heute Nacht alleine nach Hause zurück fahren. Ich habe trotzdem ein Not-Kit eingepackt, falls ich bei ihm übernachte und mehr.

Oh, mir fällt ein, ich habe seit dem knappen Frühstück nichts gegessen.

Freitag

J-1. Oder auf Deutsch: Der Tag vor dem Tag. Schön wär’s.

Heute fing trotz Regen gut an. Ich habe mich später als sonst auf dem Weg zur Arbeit gemacht. Uschi hatte eine lange Messung für den Nachmittag geplant, zu der ich teilnehmen wollte, und ich wusste, dass wir bestimmt bis 20:00 arbeiten würden. Ich war noch nicht aus dem Kiez raus, als ich hinter einer Gruppe von Rentnerinnen ankam. Mit meinen Pumps ging ich sowieso nicht schnell, und ich hatte sie schon vorgestern getragen. Gleichzeitig kam ein älterer Fahrradfahrer auf dem Bürgersteig von hinten an. Er ist langsamer geworden und hinter den Frauen geblieben. Eine hat es jedoch gemerkt und ihn vorbei gelassen, mit der Bemerkung, dass er hätte klingeln können. Seine Antwort: „Ich wollte doch nicht stören“. Als er die Gruppe überholt hatte, meinte eine der Frauen, es gäbe doch nette Männer. Die anderen haben ihr heftig zugestimmt. Ich musste einfach lächeln, so süß die Szene mir vorkam.

Bei der Arbeit war ich nicht so erfolgreich. Es wird Zeit, dass mein IT-Kollege aus dem Urlaub zurück kommt. Uschi hat sich im letzten Moment krank gemeldet, so dass die Messung ausgefallen ist. Ich war dafür wieder mit Martin wegen Probenvorbereitung im Labor. Wir haben uns für morgen verabredet. Heute Abend hatte er seinen üblichen Sport-Termin. Irgendeine Tätigkeit wird uns einfallen, so lautet der Plan. Ich hätte schon eine Idee und werde mir auf jeden Fall eine Packung Pariser besorgen. Obwohl, so vorsichtig wie er sich verhält, wird es wahrscheinlich noch nicht dazu kommen. Als wir uns heute Abend verabschiedet haben, hat er mich wieder geküsst. Diesmal richtig, nicht mehr so schüchtern wirkend (ich habe dabei gespürt, wie sich mein Unterleib gefreut hat). Die These der Unsicherheit scheint zu stimmen. Ich habe ihm gestern durch meinen Kuss gezeigt, dass ich Interesse an ihn habe. Ich hätte gedacht, dass er das früher verstanden hätte. Schließlich haben es alle anderen Mitglieder der Arbeitsgruppe seit längerer Zeit gemerkt, mit Ausnahme meiner Kollegin Mieke, aber das ist bei ihr normal.

Mein Sinn für Richtigkeit muss mich noch dazu bringen, einen Fehler im gestrigen Text zu korrigieren. Wegen Männer küssen und so. Als ich vor fünfzehn Jahren ein Uni-Jahr in Lothringen verbracht habe, habe ich natürlich Partys besucht. Eine davon war eine Mediziner-Party. Egal in welcher Stadt werden Partys von den Medizin-Studenten in Frankreich als die wildesten angesehen. Es war im Frühling. Ich war noch nicht mit David zusammen. Mit meiner Kommilitonin Sophie hatten wir angefangen, eine Party nach der anderen zu besuchen. Jeden Abend. An dieser hatte ich wohl zu viel getrunken. Mirabelle ist ein übles Zeug. Ich erinnere mich dunkel, wie ich einen zufälligen Typ angesprochen habe. Ich muss mich an ihn eng gelehnt haben und ihn gegen die Wand geschubst haben. Ich weiß noch, wie ich ihm gesagt habe, er sollte mich küssen, er würde es nicht bereuen. Als er zögerte, habe ich ihm die Zunge in den Mund gesteckt. Ich weiß nicht, wie lange ich mit ihm beschäftigt war, bevor eine völlig schockierte Sophie ankam und mich mit einer anderen Freundin weg marschiert hat. Ich habe sonst keine Erinnerung mehr. Es war mir im Nachhinein peinlich genug. Als Sophie mir am nächsten Tag die Geschichte nach erzählte, konnte ich ihr am Anfang nicht glauben, bis die Szene mir langsam vor den Augen zurück gekommen ist. Ich hatte sein Aussehen schon völlig vergessen. Aber ich habe ihn eines Tages in der Stadt getroffen. Besser gesagt, er hat mich getroffen. Er ist sogar die Straße überquert, um sich für den Kuss bei mir zu bedanken, es wäre so schön gewesen. Ich konnte mich nur entschuldigen.

Was nun?

Sind wir ein Paar oder nicht? Ich hasse diese Art von Unwissenheit.

Wie er sich gestern verhalten hat, hätte ich gedacht, dass er Interesse an mich hat. Schließlich hat er die Initiative ergriffen, genau wie am Wochenende. Heute war wieder nichts davon zu sehen. Natürlich verhält man sich bei der Arbeit vor den Kollegen anders. Aber wir haben zwei Stunden alleine im Labor verbracht und wirklich nur gearbeitet. Ich erwarte nicht, dass wir wilden Sex auf dem Labortisch treiben. Ein Ausdruck von Zuneigung wäre trotzdem willkommen gewesen.

Wir haben gleichzeitig Feierabend gemacht. Fast. Ich habe auf ihn gewartet und wir haben das Gebäude zusammen verlassen. Kein Händchen halten. Auf dem Weg zur Haltestelle hat er mir gesagt, dass er heute Abend zu seinem Vater fahren wollte. Es sah aus, als ob er sich entschuldigen wollte, den Abend nicht mit mir zu verbringen. Natürlich will ich ihn nicht davon abhalten, sich an anderen Verabredungen zu halten, ich habe kein Problem damit. Vor allem mit seiner Familie. Wir sind gemeinsam mit der Straßenbahn gefahren. Er bis zur S-Bahn-Station, ich weiter nach Hause. Als er aussteigen wollte, hat er sich zu mir gewendet und getan, als ob er mich auf die Wange küssen wollte. Es ist nach gestern schon beleidigend. Ich habe es nicht eingesehen und ihn auf den Mund geküsst. Ein bisschen Schiss auf seine Reaktion hatte ich, aber er hat mich danach strahlend angelächelt, bevor er ausgestiegen ist. Muss ich ihn zu seinem Glück zwingen?

Wenn ich an meine früheren Erfahrungen zurück denke, kann es tröstend wirken zu wissen, dass ich nie einen Mann geküsst habe, ohne dass wir eine ernsthafte Beziehung entwickelt haben. Ich hoffe, die Lage klärt sich bald.