Zwei Streifen

Tja, wir haben diesen Monat nicht besonders aufgepasst. Da meine Periode auch kein Zeichen von sich gab und meine morgendliche Temperatur höher blieb, habe ich das Test heute Morgen gemacht. Positiv. Das Ergebnis überrascht mich nicht. Ich hatte schon frühe Anzeichen gemerkt. Aber anders als beim letzten Mal finde ich es nicht mehr schlimm. Im Gegenteil, es freut mich. Vielleicht weil wir jetzt zusammen leben. Obwohl die Wohnung gerade gekauft wurde und ich ab dem nächsten Monat die Einzige mit einer Arbeit bin. Für wie lange weiß ich nicht, meine Probezeit ist noch nicht vorbei. Uschi wird sauer sein, da Schwangere nicht im Labor arbeiten dürfen. Ich warte erstmal ab. Man weiß nie, was passieren kann. Ich habe sowieso gerade drei Wochen Urlaub.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Die verschwundenen Räder

Es wird noch einige Wochen dauern, bis unsere Wohnung besuchbar wird. Viele Kartons liegen im Wohnzimmer und in der Küche gestapelt. Meine sind fast ausgepackt, bis auf die Kisten für die Küche, die ja auch bestellt werden soll.

Seit einiger Zeit denken wir daran, mal wieder Fahrrad zu fahren. Ich habe es seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr gemacht. Ich war krank, dann waren wir im Urlaub, dann kamen schon die Vorbereitungen für den Umzug… Und da es kälter wird, wollte Martin seine Winterräder an seinem Rad bauen. Gute Idee, ich könnte mir auch welche besorgen, wenn es glatt wird.

Er hat angefangen, nach seinen Rädern zu suchen, hinten den Kartons in der Wohnung, im Keller… Nirgendwo zu finden. Seltsam. Die hatte er selber aus dem Keller seiner vorherigen Wohnung bis zum Umzugswagen gebracht. Vielleicht wurden sie im LKW vergessen? Die angerufene Person bei der Umzugsfirma verneinte dies kategorisch. Vielleicht haben sie sie beim Auspacken irgendwo abgestellt und liegen lassen. Dann sind sie seit drei Wochen bestimmt schon weg, sie waren ziemlich teuer gewesen. Er hat sich sehr darüber geärgert.

Am Samstag sind wir zum Frühstück zur Bäckerei um die Ecke gegangen. Auf der Rückkehr, kurz vor der Haustür, ist Martin plötzlich stehen geblieben. Da, neben den anderen angeschlossenen Fahrrädern, waren seine beide Räder angelehnt! Offensichtlich seit längerer Zeit, da sie Spuren von den Vögeln bekommen hatten. Unglaublich. Da wir seit dem Umzug meistens mit dem Auto unterwegs sind, und einen Platz in der Tiefgarage haben, sind wir noch nie bei Tageslicht durch die Haustür gegangen. Dort hatten die Reifen die ganze Zeit gewartet, und keiner hat sie mitgeschleppt. Es sagt einiges über die Qualität der neuen Nachbarschaft aus.

Heute Morgen bin ich ausnahmsweise alleine zur Arbeit gefahren. Im Treppenhaus habe ich die Nachbarin aus dem Erdgeschoss kennen gelernt, eine Dame über 80. Sie hat mich gefragt, ob wir die Räder mitgenommen hätten. Sie wusste nicht, wem sie gehören, und hatte sich Sorgen gemacht, weil sie bestimmt geklaut werden könnten. Süß.


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Beim Café

Heute kam Uschi früh zu mir, um zur Mittagspause zu gehen. Wir sind normalerweise eine große Gruppe, aber momentan sind fast alle dienstlich unterwegs. Wir sind eine Etage tiefer gegangen, um Martin mitzunehmen; er war gerade nicht da. Bestimmt noch bei unseren Geräten beschäftigt. Ich habe ihm eine Nachricht geschickt: Den Chef lässt man einfach nicht warten, wenn er beschlossen hat, jetzt zu gehen. Wir waren fast fertig, als Martin mir anschrieb, dass er bei unserem üblichen Café essen gegangen war. Das passte perfekt. Wir sind dahin gegangen und haben mit Kaffee an seinem Tisch gesessen. Als er einige Zeit später sich in die kurze Schlange gestellt hat, um sein Kaffee zu holen, ist Uschi zurück zum Büro gegangen. Ich bin geblieben.

Ich saß am Tisch der Theke gegenüber und war in Gedanken versunken. Es hat gedauert. Besonders schnell sind die viel wechselnden studentischen Angestellten dort nie gewesen. Die Frau vor ihm, die gerade auf ihre Bestellung wartete, schien auf einmal ganz aufgeregt zu sein. Ich habe nicht ganz mitbekommen, was passiert war, aber sie musste plötzlich lachen und Martin etwas sagen. Ich habe gesehen, wie Martin ihr aus Höflichkeit geantwortet hat, und wieder gewartet hat, ohne sie weiterhin zu beachten. Sie war aber nicht fertig und musste sich noch mal zu ihm wenden, um ihn mit schriller Stimme weiter anzuquatschen. Als sie ihre Bestellung auf ihr Tablett vollständig bekommen hat, hat sie sich an einem Tisch neben mir hingesessen, wo eine andere Frau schon saß und auf sie gewartet hatte. Mit breitem Grinsen musste sie ihr stolz erzählen, wie sie sich mit dem netten Mann in der Schlange unterhalten hatte. Ohne zu ahnen, dass seine Freundin am Nachbartisch saß.

Martin hat ihre Absichten anscheinend nicht gemerkt, obwohl sie sich so auffällig verhalten hat. Er hat auch mit mir letztes Jahr ewig gebraucht, um zu begreifen, dass ich wirklich an ihn interessiert war. Er ist mit seiner Tasse Kaffee zurück zu unserem Tisch gekommen und hat mich geküsst, wie immer, wenn wir zu zweit sind. Ich habe ihn nicht gefragt, worüber sie sich unterhalten haben. Besonders spannend konnte es nicht sein.

Ich habe nicht aufgepasst, ob ihre Freundin, die uns gegenüber saß, ihre Begeisterung gedämpft hat. Es könnte interessant werden, wenn sie weiter versucht, sich an ihn zu schleichen. Ich vertraue ihm, aber ich wüsste gerne, wie er sich dann verhalten würde.


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Wieder eine dubiose Email

Und wieder ein Spam als Telefonrechnung verkleidet (heute ist ja der Anfang der fünften Jahreszeit). Der vermutete Zweck: Empfänger dazu bringen, sich einen Trojaner herunter zu laden.

Diesmal stammt die Email aus info@debitas.de, wobei ich nicht glaube, dass DEBITAS dahinter steckt. Das erfährt man aber nur, wenn man sich den Inhalt der Email anschaut, weil Thunderbird mir den Absender als „Vodafone-OnlineRechnung“ anzeigt. Der Betreff: „Ihre Festnetz-Rechnung für November 2014“.

Bei Vodafone war ich nie Kundin, und einen Festnetzvertrag habe ich zur Zeit nicht mehr. Deswegen hatte ich diese Email gestern schon sofort gelöscht, bevor sie heute erneut ankam. Na gut, ohne Anhang kann ich mir den Inhalt anschauen. Auf Linux riskiere ich eh so gut wie nichts. Ich erfahre also, in einem perfekten Deutsch, dass meine Rechnung (232,83€) unter einem Link namens Mobilfunk-Rechnung_für_November_2014_(RG35232-81893).zip einzusehen ist, was jedem sofort suspekt vorkommen sollte (warum man keine zip Datei aus einer Email öffnen sollte, kann man sich zum Beispiel hier anlesen). Außerdem genügt es, mit der Maus über den Link zu verweilen, um in der Statuszeile vom Email-Programm zu sehen, wo man danach landen würde: Irgendeine sehr lange Adresse auf hvanbuul.nl mit vielen Ziffern dahinter, die sicherlich nichts mit Vodafone zu tun hat.

Also, man kann es nie genug wiederholen, Finger weg von solchen Emails!


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Kartons

Ich packe gerade meine Sachen zusammen.

Noch eine Woche, und ich ziehe wieder aus… Endlich endgültig? Solange ich nur befristete Arbeitsverträge finde, ist nichts sicher. Aber in Berlin könnte es einfacher sein, eine neue Arbeit zu finden, wenn ich am Ende nicht von meinem aktuellen Arbeitgeber unbefristet übernommen werde. Ich weiß nicht, was Uschi mit mir vor hat, aber ich bekomme mehr Verantwortung. Das freut mich und motiviert mich auf jeden Fall, egal was danach passiert. Mal schauen.

Diesmal werde ich nicht allein einziehen. Das letzte Mal, dass ich mich auf so was eingelassen habe, ist sehr lange her. Der Unterschied zu damals ist, dass ich nicht bezweifle, dass wir gut zusammen passen. Ich mache mir manchmal Sorgen, aber alles in allem habe ich ein sehr gutes Gefühl. Ich freue mich riesig, dass wir zusammen leben werden.

Zuerst muss gepackt werden. Es gibt noch viel zu tun.


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Das Wassermonster

Heute Nacht war ich in die Seychellen. Ich saß am Straßenrand, direkt gegenüber dem Meer, aber hinter der Straße. Es war morgens. Ich saß und machte etwas – ob ein Buch lesen oder die Landschaft malen, ich habe vergessen.

Auf ein Mal kam eine so große Welle aus dem Meer, dass sie die Straße überquert hat und gegen den steilen Straßenrand hinter mir geprallt ist. Ich bin schnell aufgestanden und weggelaufen, und konnte die Welle vermeiden. Kurze Zeit später kam eine neue große Welle auf mich zu. Ich habe beschlossen, die Stelle zu verlassen. Im gleichen Moment kam Martin von seiner Joggingsrunde aus meiner rechten Seite zurück. Die Welle hat ihn nicht erwischt.

Als wir uns gemeinsam auf dem Weg gemacht haben, ist ein großer Arm aus Wasser aus dem Meer heraus gekommen und hat sein Ende weit geöffnet, wie ein Maul, um uns beide zu holen. Wir konnten fliehen. Ich habe gesehen, wie der Rest vom Monster aus dem Meer sich hob und wie ein Dinosaurier aus Wasser aussah. Wir sind in Richtung Berg gelaufen, möglichst weit vom Strand. Das Monster hat wieder seinen Arm zu uns geschickt. Er kam weiter als beim ersten Mal, aber dafür wurde der Arm schmäler. Ich habe gedacht, dass es logisch wäre, da das Monster das gleiche Volumen auf eine größere Strecke verteilen musste. Aus dem Wasser ist das Monster nicht heraus gekommen.

Wir sind an der Spitze vom Berg angekommen, und das Monster versuchte immer noch, mit seinem immer dünner werdenden Arm nach uns zu greifen. Weiter zu laufen machte keinen Sinn, da unten auf der anderen Seite vom Berg wieder Wasser zu sehen war. Es gab ein Gebäude, eine Art Schule, und wir haben drin nach Schutz gesucht. Die Schule war voll mit Skinheads und gebrochenen Bierflaschen am Boden. Meine Freundin Mei war da und hat uns den Weg nach oben gezeigt. Dort waren Wohnungen. In einer Küche habe ich ein Messer gefunden und konnte gleich ein Stück vom Arm abreißen, der uns, jetzt so dick wie ein Zeigefinger, die Treppe hoch gefolgt war. Der Arm hat sich zurück gezogen.

Wie der Traum zu Ende ging, habe ich vergessen. Es war um die 03:00 und ich bin wieder eingeschlafen.


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Auberginen

Bei einem Spaziergang habe ich einen neuen Obst- und Gemüseladen in meinem Viertel gefunden[1].

Es war gegen mittags, die Sonne schien, der Himmel war blau. Auf der Straße vor dem Laden waren keine Regale, aber ich bin aus Neugier herein gegangen. Der Laden war klein und hell, mit weißen Wänden. Zwei Männer arbeiteten drin, beide arabisch aussehend. Die Auswahl war sehr gering. Ich habe beschlossen, drei Auberginen zu kaufen. Der Mann hinter der Theke hat sie gewogen, mit einer Hand auf der Waage, und mir den Preis genannt: 11,50 €. Ich habe bezahlt und bin raus gegangen.

Kaum hatte ich den Laden verlassen, dass ich mir dachte, „Moment mal, für drei Auberginen sind 11,50 € viel zu teuer“. Ich bin wieder zum Laden gegangen und habe nach einer Prüfung der Rechnung gefragt. Auf meinem Zettel, halb verwischt, konnte man noch den Preis pro Kilo erkennen, 0,88 €. Ich habe die Auberginen selber gewogen und einen Notizblock mit Kugelschreiber aus meiner Tasche geholt, um den Preis zu rechnen. Ich hatte den Dreisatz gerade aufgeschrieben, als der zweite Mann sich neben mir gestellt hat und angefangen hat, jeden Schritt erklärt bekommen zu wollen. Das war mühsam, weil ich auf Deutsch nicht so schnell wie in meiner Muttersprache rechnen kann und anfälliger für Fehler bin. Als ich auf Französisch gewechselt bin, um meine Rechnung sicherer durchzuführen, hat er sich aufgeregt und mich auf Arabisch angeschrien. Es wurde plötzlich sehr stressig, viele laute Stimmen sind dazu gekommen, was mich ziemlich schnell geweckt hat.

Es war kurz nach 06:00.

[1] Eigentlich war es gar nicht mein Viertel, sondern eine kleine Kreuzung in der Nähe meines ehemaligen Arbeitsplatzes, bevor ich nach Berlin gekommen bin.


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Der Alltag kehrt wieder ein

Eine Woche Arbeit ist schon fast vorbei. Ich hatte wieder einen Vortrag zu halten, trotz frischer Erkältung und heiserer Stimme. Wenigstens hat es diesmal geklappt. Die Erkältung ist nicht so schlimm wie befürchtet, und meine Verdauung hat sich endlich normalisiert. Meiner Katze geht’s super, sie ist von meinem Nachfolger sehr gut versorgt worden. Sie haben sogar gemeinsam Fliegen gefangen, und sie hat es gewagt, mit ihm nachtsüber zu schlafen. Ich muss mich jetzt um meinen Umzug in zwei Wochen kümmern.

Ich bin noch müde. Die Zeitverschiebung habe ich körperlich kaum gemerkt, aber der lange Rückflug war nicht sehr erholsam. Meine Haut verliert schon wegen Trockenheit an Bräune. Es fühlt sich bald fast so an, als ob der Urlaub nur ein Traum gewesen wäre.

Es war richtig schön, selbst wenn ich die Hälfte der Zeit krank war. An die konstant hohe Temperatur und feuchte Luft habe ich mich schnell gewöhnt. Die Landschaft ist traumhaft, die Granitfelsen beeindruckend, die Fauna wunderschön (ach ja, die Spinnen sind auch beeindruckend, zum Glück nur im Wald zu sehen und nicht im Haus). Überall hängt der Geruch von verfaulten Mangos, die von den Bäumen nicht gesammelt werden können, so viele es sind. Wir haben am Strand aus Kokosnüssen getrunken.

Bei einer Wanderung zur Anse Major haben wir Batman, den zahmen Flughund (flying fox auf Englisch), besucht. Sein „Herrchen“ Richard, der am Oberkörper gelähmt ist und sehr schöne Stofftücher verkauft, träumt davon, eine europäische oder russische junge Frau um die 25 mit etwa 200.000€ zu heiraten. Er ist nicht der Einzige, meinen Gesprächen mit den lokalen Bootfahrern nach zu beurteilen… Eine Flasche Cognac würde er sonst gerne geschenkt bekommen. Alkohol kann auf der Insel sehr teuer sein.

Und es gab auch Sonnenuntergänge zu zweit…


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Von einem Extrem zum anderen

Bis gestern fühlte ich mich gut. Ich war einige Male mit den anderen Mitgliedern meiner Gruppe aufs Boot, um zu schnorcheln, während sie alle unter Wasser sind. Jetzt geht’s mir körperlich wieder schlecht.

Seit dem letzten Durchfall am Mittwoch hatte ich mich gewundert, keinen Stuhlgang mehr zu haben. Gestern kam es endlich, mühsam, aber es schien mir in Ordnung zu sein. Seit heute Morgen nach dem Frühstück bin ich leider völlig verstopft. Ich habe den Vormittag im Badezimmer verbracht, mit Bauchschmerzen und in Schweiß gebadet, und konnte nichts heraus zwingen, statt wie geplant mit Martin wandern zu gehen. Er ist jetzt ganz lieb zur nächsten Apotheke gefahren.

So hatte ich mir den Urlaub nicht vorgestellt.


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Auszeit

Ich habe beim Aufwachen darüber nachgedacht, und mein negatives Gefühl seit dem gestrigen Tauchgang hat sich nur verstärkt. Es hat nichts mit meiner üblichen hormonellen Tiefe wegen meiner Periode zu tun. Ich habe wirklich keine Lust mehr, weiter zu tauchen. Das Schwindelgefühl beim Auftauchen, und wie ich mich wegtreten gespürt habe, bevor ich die Oberfläche erreicht habe, haben mich genug erschreckt. Dass wir danach eine sanftere, einfachere Strecke mit vielen Sehenswürdigkeiten gemacht haben, hat mich nicht genug begeistert, um diese Angst zu überwinden.

Ich hätte heute Morgen mit dem Rest der Gruppe zur Tauchbasis gehen sollen, um meine weiteren Übungstauchgänge zu machen. Der lokale Tauchführer hatte gestern angekündigt, dass ich heute drei Tauchgänge machen sollte, natürlich viel tiefer, bis 18 Meter. Es hat mich schon wieder gestresst. Ich fühle mich gezwungen. Dass mein rechtes Ohr dazu einen Schaden bekommen hat, schien keinen zu interessieren. Mara wollte nichts hören und hat versucht, mich zu überreden und meine Beschwerde klein zu reden, um weiter zu machen.

Als Martin heute Morgen aufgewacht ist, habe ich ihm gesagt, dass ich genug habe. Er hat zum Glück sofort Verständnis gezeigt. Sonia hat dagegen versucht, mit mir zu reden, aber sie hat schnell eingesehen, dass es keinen Zweck hat. Außerdem ist mein rechtes Ohr immer noch stark von gestern belastet, obwohl ich Nasenspray zur Linderung von den Beschwerden benutzt habe. Natürlich geht es nicht so schnell weg. Beim letzten Mal hatte ich fast eine Woche gebraucht, um mich normal zu fühlen.

Heute entspanne ich mich. Mit der Behandlung meiner vielen Mückenstichen bin ich erstmal genug beschäftigt. Ich habe ja ein tolles Gerät, um Stiche einige Sekunden lang zu erhitzen und damit die Allergene zu denaturieren. Es wirkt unglaublich gut, danach juckt gar nichts mehr. Ich reagiere trotzdem manchmal allergisch. Ich habe gerade einen Stich unter dem Knie, der fünf Zentimeter im Durchmesser geworden ist, ganz rot und angeschwollen. Ein anderer Stich auf dem Knöchel ist durch mein Tauchfüßling zur riesen Blase geworden. Ich habe gestern Abend einen Pflaster drauf getan, sie ist noch nicht geplatzt. Es ist nicht so, als ob ich kein Mückenspray benutzt hätte. Autan scheint bei mir nicht zu wirken. Wir haben eine Glühspirale auf der Terrasse benutzt, die nach Rauchstäbchen stinkt, sie hat nicht geholfen. Ich rieche zu gut für die Mücken, offensichtlich.


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