Im Kino

Ich war mit meiner Mami in der Stadt. Wir haben beschlossen, ins Kino zu gehen. Unsere Reihe war nicht groß, gerade fünf Sessel breit. Meine Mami saß am linken Rand, ich habe den Platz rechts von ihr genommen. Die Sessel sahen genau wie im IMAX aus. Überraschenderweise ist Martin zu uns gekommen. Wir hatten uns nicht verabredet. Er hat seinen Rucksack auf dem Sessel ganz rechts gestellt und wollte sich in der hinteren Reihe hinsetzen. Ich habe ihm gesagt, er soll doch direkt neben mir sitzen, und habe den Sessel neben mir mit der Hand geklopft. Das hat er gemacht. Er meinte, er wollte sich doch an die Regel vom minimalen Abstand von zwei Sesseln zwischen Unbekannten behalten. Wir sind doch keine Unbekannte[1].

Als der Film zu Ende ging, sind wir an einem anderen Kino vorbei gegangen. Es war nachts. Die Fassade des Gebäudes hatte die Punktsymmetrie m. Genauer gesagt sah es aus, als ob es zwei Gebäude wären, die Spiegelsymmetrisch zu einander wären und aneinander gelehnt wären. Ganz oben war das Gebäude mit starken weißen Lampen beleuchtet. Daniel und seine Frau Céline wollten doch an dem Abend zu diesem Kino gehen. Ihr Film war noch nicht zu Ende. Ich habe die breiten Fenster auf der letzten Etage geschaut. Man sah die großen schwarzen Sessel vom Kino. Sie waren alle weit von einander getrennt[2].

Szenenwechsel. Wir waren vor einem einsamen Haus. Es war wieder nachts. Mein Freund[3] hatte sich hereingeschlichen und wurde von der Wache gejagt. Er hatte sich ganz schlimm am Knie verletzt und konnte nicht mehr richtig laufen. Trotzdem schaffte er es einmal, eine spektakuläre Kaskade als Ausweichmanöver zu machen. Teilweise war ich es selber, die am Laufen war, und nicht mein Freund. Jedesmal, wenn ich das linke Bein benutzte, lösten sich aus dem Knie furchtbare Schmerze aus. Gerade als er dachte, er hätte sich endlich in Sicherheit versteckt, kam ihm ein Panzer entgegen. Er ist ihm über das verletzte Bein gefahren. Mein Freund hat geschrien[4].

Somit war er aus. Ich war alleine, um ins Haus einzudringen. Ich wurde noch nicht entdeckt. Aber Pech, eine Frau hat mich sofort beim reingehen erwischt. Ich habe mich hinter dem Sofa neben der Tür versteckt. Sie stand weiter weg und hatte eine große Schüssel mit Kartoffelpüree vor sich auf dem Tisch. Sie hat drin mit beiden Händen gegriffen und Püreebälle in meine Richtung geworfen. Sie wollte meine Haare damit zusammen kleben, um meine Flucht zu verhindern. Die Bälle sind alle daneben oberhalb von meinem Kopf gelandet. Vom Winkel her konnte es gar nicht klappen, ich war zu dicht am Sofa. Ich habe sie dazu aufgemuntert, weiter zu machen, damit sie ihre Schüssel leer bekommt und keine Munitionen mehr hat. Sie hat meine Absicht durchschaut und sich auf dem Weg zum Sofa gemacht. Ich bin aufgestanden. Es war dunkel, ich konnte nicht viel sehen, außer einer rauen Gestalt ohne erkennbare Form. Es konnte doch keine Frau sein. Ein Geist vielleicht? Ich habe den Schalter betätigt, aber kein Licht kam.

In dem Moment bin ich aufgewacht. Sieben Uhr morgens. Meine Nachbarn oben hatten offenbar gebadet, ich hörte gerade, wie das Wasser entsorgt wurde.

[1] Und was ist das denn für eine Regel?

[2] Sie waren auch alle leer, aber im Traum war das mir nicht augefallen.

[3] Wer auch immer das war, er trug einen Bart, der etwa ein Zentimeter lang war.

[4] Diese neue Rechtschreibung ergibt für mich keinen Sinn. Die alte kam mir doch viel logischer vor. Und ich habe Deutsch erst nach der Reform gelernt.

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