Erleichtert

Da ich von der Deutschen Telekom seit letzter Woche nichts gehört habe, bin ich heute Morgen zum Shop gegangen. Als ich dran war, war nur die Frau Becher verfügbar. Ich habe mir kurz überlegt, ob ich nicht tun sollte, als ob ich mir nur Handys anschauen würde und die Leute hinter mir vor lassen, damit ich einen anderen Berater bekomme, aber ich wollte nicht zu lange im Shop bleiben. Ich habe ihr den Brief mit dem Umschalttermin für den anderen Anbieter in zwei Jahren gezeigt, und habe gesagt, ich würde es nicht verstehen, da mein Vertrag nur bis Juni läuft. Ich habe mich gefragt, was sie mir diesmal als Vorwürfe am Kopf werfen würde, aber es kam nichts. Sie hat lediglich auf ihrem Rechner nachgeprüft und gesagt, der Fall wäre schon seit letzter Woche in Bearbeitung, und es wäre ein Fehler gewesen, natürlich ginge die Umschaltung ab dem 15.06.2014. Ich bräuchte nur noch auf die schriftliche Bestätigung zu warten, die in Kürze ankommen sollte, um O2 Bescheid zu sagen. Der gelangweilte Berater von O2 meinte, es wäre kein Problem, der Vertrag würde dann direkt anfangen. Nicht in zwei Jahren. Es würde also genau so laufen wie ursprünglich geplant. Blöde Telekom, so viel Stress umsonst.

Als ich nach meinem Besuch bei der Telekom im O2-Shop wartete, habe ich einen anderen Fall mitbekommen, der sich schlimm anhörte. Ein Paar stand vor mir und diskutierte mit dem Berater, der heute ausnahmsweise gut drauf war. Vielleicht fand er einfach die Geschichte lustig. Das Paar auf jeden Fall nicht. Jemand hätte vor einigen Tagen ihrer Tochter ein Smartphone geschenkt, mit dem Hinweis, dass sie damit Internet benutzen könnte. Seitdem würde es die Tochter die ganze Zeit benutzen. Es fiel den Eltern aber noch ein, dass der Handy-Vertrag der Tochter keine Internet-Benutzung enthielt – genau wie mein alter Genion-Vertrag. Sie standen also völlig entsetzt da und erklärten dem Berater das Problem. Laut ihrer eigenen Schätzung würde die Rechnung bestimmt um die 150€ sein, was schon eine beeindruckende Summe ist. Der Berater, dem es anscheinend Spaß machte, dem Paar Angst einzujagen, meinte, wenn die Tochter tatsächlich die ganze Zeit Internet benutzt hätte, könnte die Rechnung (Taschenrechner geholt)  bis zu 650€ für die fünf Tage steigen. Aus welchem Grund auch immer, konnte er den genauen Betrag der aktuellen Rechnung nicht prüfen. Die Frau war von der Summe völlig schockiert. Damit hatte es der Berater leicht, denen einen neuen Vertrag mit Internet-Benutzung zum Unterschreiben zu geben. Mit der unpassenden Bemerkung, dass das Paar eh bestimmt mehr Geld als er armer Berater verdienen würde und sich die einmalige hohe Rechnung leisten könnte. Ich meine, er kriegt, was er verdient. Mir würde es stinken, einen Mitarbeiter mit einer solchen arroganter Art zu bezahlen. Danach meinte er, wenn der Betrag tatsächlich so hoch wäre, sollten sie zu ihm zurück kommen, er könnte bestimmt die Rechnung senken lassen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

Werbeanzeigen