Die Deutsche Telekom hat versagt

Und dadurch: Wieder ein Eintrag mit Verzug publiziert.

Ich habe vor etwa zweieinhalb Wochen meinen Umzug mit altem Tarif beauftragt. Ich habe zuerst eine automatische Email bekommen, und danach gar keine Information mehr. Vor zwei Wochen hatte ich online meinen Auftragsstatus geprüft und war ein bisschen verwirrt. Die Termine für die „Kündigung meines alten Vertrages“ waren alle für heute angekündigt (Wieso? Ich ziehe nur um, einen neuen Vertrag habe ich nicht abgeschlossen). Genauer gesagt: Die Schaltung war vereinbart für: „10.09.2013 15:59“. Heute also. Ich habe heute Abend versucht, meine alte Nummer vom Handy aus anzurufen, und habe die Meldung bekommen, dass diese Nummer nicht vergeben ist. So weit so gut.

Kniffliger war es für die Termine für die Bereitstellung an meiner neuen Adresse. Vereinbarter Termin für die Schaltung: „10.09.2013 18:29“. Vereinbart mit wem? Ich bin dabei nicht gefragt worden. Bei der Montage von meinem Router hieß es: „Der Bereitstellungstermin wurde wie gewünscht verändert“. Wieder: Ich war’s nicht. Vielleicht hat es sich der Monteur gewünscht? „Der Termin für die Montage in Ihren Räumen ist vereinbart für: 03.09.2013 15:59“. Das war letzte Woche Dienstag. Ich habe also beim Telekom-Shop gefragt, wann nun der Termin wäre, und die Frau dort sagte mir auch heute. Letzten Montag habe ich online im Kundencenter nochmal geschaut: Der Termin für den 03.09. stand noch da. Ich habe beschlossen, trotzdem früher nach Hause zu fahren. Wie schon berichtet: Keiner kam. Um etwa halb sechs bin ich in die Stadt gegangen; als ich nach Hause zurück kam, hatte ich laut Handy-Display um 19:12 einen Anruf verpasst. 0306331100: Eine Nummer der Telekom. Bestimmt, gerade als der alte Mann mich an der Terrasse beim Abendessen belästigt hatte.

Am Wochenende habe ich ein Briefpäckchen von meiner früheren Vermieterin erhalten, die meine Post noch sammelt und mir schickt, mit einem Brief der Telekom. Ich hatte doch meine neue Adresse angegeben. Nicht nur für den Auftrag, auch für die Rechnungsadresse. Im Brief Stand, dass meine neue Berliner Nummer wie gewünscht nicht ins Kommunikationsverzeichnis eingetragen wird. Das ist gut so, nicht jeder soll mich ins Telefonbuch suchen können. Sie haben sich also meine alte Präferenz gemerkt, das ist schon mal was. Als „meine Referenzen“ ist in dem Brief „Ihr Auftrag zum 10.09.2013“ angegeben.

Also heute… Ich habe heute Morgen beim Telekom-Shop angerufen. Mir wurde versichert, dass die Bereitstellung heute stattfindet, und dass ich nicht dabei sein müsste. Gut, ich musste keinen halben Urlaubstag dafür verbraten. Andererseits war ein zentraler Server bei der Arbeit tot, ich konnte heute gar nichts am Rechner machen. Die andere weniger schöne Nachricht war, dass trotz Ankündigung in meinem Auftragsstatus im Kundencenter niemand für die Montage des Routers kommen wird, ich muss es alleine machen. Und bezahle trotzdem den gleichen Preis für den Umzug, wie bei der ersten Bereitstellung, als ich den Vertrag abgeschlossen hatte und ein Techniker bei mir gekommen war. Nach der Arbeit habe ich meinen Router und das Telefon angeschlossen. Alles korrekt gemacht, laut Bedienungsanleitung. Da meine alte Nummer schon nicht mehr vergeben ist, habe ich meine neue Nummer mit dem Handy probiert. Mehrmals, den ganzen Abend. Es scheint im Handy ganz normal zu klingeln, aber offensichtlich nicht am Festnetztelefon. Immerhin ist niemand dran gegangen. Am Festnetztelefon kriege ich keinen Ton, selbst wenn ich das Telefon direkt an der Steckdose allein anschließe statt am Router. DSL-Signal habe ich auch nicht. Alles, was am Router leuchtet, ist „Power“ und „WLAN“. Und jetzt ist es schon fast 22:00.

Morgen früh werde beim Telekom-Shop wieder anrufen müssen, um mich zu erkundigen, was da schief gelaufen ist. Ich bin gespannt, welche Ausrede ich erzählt bekommen werde. Falsche Wohnung angeschlossen? Oder hätte ich trotz Aussage der Frau am Telefon heute Morgen zu Hause sein sollen? In diesem Falle könnten Sie sogar noch versuchen, mehr Geld von mir zu verlangen…


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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