Wahlvorbereitungen bei den Rechtsextremisten

Ich saß im Großraumwagen in einem Zug, ich weiß nicht mehr wohin wir fuhren. Ich war fast allein da. An einem Bahnhof hätte ich aussteigen sollen, aber ich bin geblieben. Viele Männer sind eingestiegen. Sie haben sich auf den Sitzplätzen neben mir hingesessen. Ich glaube, sie haben mich gar nicht bemerkt, ich hatte mich auf zwei Sesseln hingelegt und versteckt. Ein Mann hat sogar auf mich gesessen.

Nach einiger Zeit haben sie angefangen, sich laut über Ausländer zu beschweren und zu diskutieren, wie man sie los werden könnte. Plötzlich ist Jean-Marie Le Pen aufgetaucht, hat seine Ideen darüber erklärt und gesagt, es stünde alles in seinem Wahlprogramm. Die anderen Leute im Wagen haben sich dann gefragt, wie sie am Besten den Rest der Bevölkerung überzeugen könnten, für Le Pen zu wählen.

Ab und zu sind Araber durch den Wagen gegangen und haben sich über die Rechtsextremisten lustig gemacht, indem sie sie begrüßt und geküsst haben. Ich habe mir Sorgen für sie gemacht, ich fand es selbstmörderisch, aber irgendwie ist keiner nach ihnen gegangen. Mich hat das ganze Gespräch angekotzt und ich bin am nächsten Bahnhof ausgestiegen.

Meine Mami war da und fragte mich, ob ich endlich bei meiner Ausspionierung von den Rechtsextremen etwas Nützliches gegen sie erfahren konnte. Ich musste zugestehen, dass es mir nicht gelungen war, weil ich zu früh ausgestiegen war.

Irgendwie komisch, dass dieses Thema von Ausländerhass in meinen Träumen immer wieder vorkommt.

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