Wo bleiben die Tage?

Es ist so lästig, darauf zu warten. Ich führe keinen Kalender und habe deswegen nur eine grobe Idee, wann ich wieder dran bin.

Seit einigen Tagen merke ich schon Anzeichen, mal ein bisschen mehr Blut, mal gar nichts mehr, aber bis jetzt sind sie nicht richtig ausgebrochen. Sonst habe ich immer eine oder zwei Nächte, wo ich besonders aufpassen und mit einem Tuch unter dem Becken schlafen muss, weil ich so viel Blut verliere. Ich hatte schon Angst, dass es mich heute Nacht erwischt, da ich im Nachtzug auf einer Liege schlafen werde. Sind die Wechseljahre im Anmarsch? Das wäre willkommen, da ich eh keine Kinder bekommen werde (ich wäre technisch gesehen noch dazu in der Lage, aber bis ich einen Mann kennen lerne und beschließe, dass er seine Gene mit meinen mischen darf, bin ich bestimmt schon im Grab).

Wahrscheinlicher sind die vier Wochen seit dem letzten Mal noch nicht ganz durch, und diese unüblichen Vorzeichen sind nur ein Ausdruck vom Stress. Wegen Umzug, neuer Job, usw. Ich versuche, ruhig zu bleiben, aber im Unterbewusstsein klappt es nicht, sonst hätte ich den ganzen Ärger mit Psoriasis und Schlafstörungen nicht gehabt. Dass ich heute Morgen an einem Sonntag so früh aufgestanden bin hat ein bisschen damit zu tun, aber es liegt vor allem daran, dass die Sonne scheint und es durch die Jalousien ganz hell in meiner Wohnung ist. Wenn es so hell ist meint meine Mieze, ich soll nicht so lange im Bett faulenzen, es wäre sinnvoller, ihr ihre Anti-Hairball Leckerlies zum Frühstück zu geben.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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