Interview in den USA

Ich war zu einem Vorstellungsgespräch in den USA eingeladen worden[1]. Voller Freude habe ich meinen Flug gebucht und habe auf den Tag der Abreise gewartet.

Ein Tag vor meinem Flug habe ich festgestellt, dass ich gar keinen Pass habe[2]. Ich bin trotzdem zum Flughafen gefahren. Es war nachts. Als ich zur Kontrolle kam, habe ich dem Mann gesagt, dass ich leider nur den Personalausweis dabei hatte. Er hat ihn sich angeschaut, mein altes Bewerbungsfoto was drauf. Er meinte, er würde mich auf dem Foto nicht erkennen können, weil ich auf dem Foto kürzere Haare hatte. Ich habe ihm gesagt, dass ich es wirklich war, und habe irgendwas mit meinen Haaren gemacht, um es ihm zu beweisen. Es muss funktioniert haben, denn er sagte, es wäre in Ordnung, und ich durfte ins Flugzeug einsteigen – mit der Ungewissheit, ob ich bei meiner Ankunft dort bleiben dürfe. An dem Flug selbst habe ich keine Erinnerung behalten. Ich bin doch abends zu meinem Hotel angekommen und habe mich ins Bett gelegt.

Beim Aufwachen am nächsten Morgen war ich sehr müde, was zum Jetlag zurück zu führen war[3]. Das Wetter war schön, mindestens konnte ich den blauen Himmel aus meinem Fenster sehen. Es gab auch Gebirge, die mich an den Voralpen von zu Hause erinnert haben. Ich habe Hausschuhe angezogen und wollte damit zum Frühstücksraum gehen. Die Hausschuhe waren einfache Sandale mit farbigen Kordeln aus Kunststoff, die auch um den Knöchel gingen. Ich fand die Kordel so schön, dass ich auf jedem Fuß zwei Sandalen tragen wollte, um die Farben zu mischen. Der Besitzer vom Hotel ist ins Zimmer gekommen, er wollte mich etwas fragen. Der Traum hat sich da aufgelöst.

[1] Ich habe tatsächlich eine Bewerbung für eine große Chemiefirma dort geschickt, aber ich zweifle daran, dass sie mich einladen würden, wenn sie dort gut geeignete Kandidaten finden können, es wäre sicherlich zu teuer.

[2] Ich müsste dafür zum Konsulat, der nächstgelegenen liegt in einer Stadt zwei Stunden entfernt von hier mit dem Zug, ich habe mich deshalb nie darum gekümmert.

[3] Ich habe mir etwas Unsinniges mit Uhrzeiten erzählt, ich kann es nicht mehr nachvollziehen.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.