Nazi-Demo, Polizei…

Ich war heute Morgen in einer unbekannten Stadt unterwegs. Als ich mich einer großen Kreuzung näherte, hörte ich, wie viele Männer einen Slogan skandierten, begleitet von einer Trommel. An der Ampelkreuzung habe ich links geschaut und gesehen, dass gerade eine Nazi-Demo im Anmarsch war. Damit wollte ich natürlich gar nichts zu tun haben. Als das Männchen grün wurde, bin ich dann schnell über die Kreuzung gegangen. Rechts hatte ein Motorrad an der roten Ampel gestanden. Als der Fahrer mich gesehen hat, ist er aber auf einmal auf mich zu gefahren. Ich bin bis zur anderen Seite gerannt. Der Fahrer hat seinen Kurs geändert, um mich zu erwischen, er hat es aber nicht geschafft und ist weiter Richtung Demo gefahren. Als sein Mitfahrer sich umdrehte, um mir den mittleren Finger zu zeigen, habe ich gesehen, dass sie auch Nazis waren. Der zweite Mann hatte seinen Kopf rasiert und trug einen weißen (!) Pulli, auf dessen Rückseite ein Totenkopf abgebildet war. Ich bin weiter schnell gegangen und habe das Polizeigebäude erreicht, das plötzlich vor meinen Augen erschienen ist. Vorne saßen sechs Polizisten am Schalter, drei waren am Telefonieren, die anderen spielten mit ihren Kugelschreibern in der Hand. Als ich rein kam, hat der Polizist mittig links aufgelegt. Ich habe ihm gesagt, dass ich eine Anzeige erstatten wollte und habe angefangen, das gerade geschehene Ereignis zu beschreiben. Ich habe mich kurz gefragt, ob ich mich nicht bei der Polizei bewerben sollte, oder in der forensischen Abteilung. Eine Frau ist hinter den Männern aufgetaucht, auch eine Polizistin. Sie hatten anscheinend gerade das Mittagessen gehabt, weil die Frau anfing, das Geschirr per Hand zu spülen[1]. Sie hatte sogar die dunkel grünen Papierservietten im Wasser getunkt und fing an, diese sauber zu machen, indem sie sie mit einem Messer kratzte. Ich habe mich gefragt, ob ich wirklich dort arbeiten sollte, ich möchte nicht meine Papierserviette waschen müssen, sie gehören nach dem Gebrauch in den Müll.

In dem Moment hat sich meine Katze völlig aufgeregt und wild gegen etwas gekratzt, was mich geweckt hat.

Einen anderen Traum mit Nazis hatte ich schon, der mir sehr stark in Erinnerung geblieben ist, es war am 02.09.2011. Warum ich davon geträumt hatte, keine Ahnung, aber beim Aufwachen habe ich gedacht, ich könnte auf Wikipedia den Artikel über Neonazismus verbessern und habe tatsächlich gefragte Quellen gefunden, so dass ich den Traum noch gut datieren kann.

Ich war in der Stadt unterwegs und wollte nach Hause. Ich bin dafür Richtung Hauptbahnhof gegangen. Es war in Aachen. Als ich am Hauptbahnhof angekommen bin, habe ich eine große ordentliche Truppe von Männern in den SS-Uniformen gesehen, die am Marschieren waren. Ich wollte mich gleich umdrehen und einen anderen Weg nach Hause finden, da hat mir ein Polizist auf der Straße angehalten und gesagt, ich dürfte jetzt nicht mehr nach Hause gehen. Da ich Ausländerin bin[2], hat er mir gesagt, ich sollte in den Bahnhofgebäude rein, dort würde sich jemand um mich kümmern. Im Bahnhof angekommen, habe ich eine lange Schlange von Ausländern gesehen. Eine Frau aus Kamerun stand vor mir, mit ihrem Baby auf dem Arm. Ich habe gesehen, dass am Anfang der Schlange Ärzte waren, die jedem eine Zwangsimpfung machen mussten. Auf beiden Seiten der Ärzte waren Polizisten mit Waffen, die uns dazu zwingen wollten, die Impfung anzunehmen. Danach sollten wir woanders hin gebracht werden. Ich habe an meine Katze gedacht, die alleine zu Hause geblieben war. Ich wollte nirgendwohin ohne sie, es wäre zu grausam, sie zu verlassen. Irgendwie habe ich die Flucht ergriffen können und habe mich zu meiner Wohnung geschlichen. Der Krieg hatte richtig ausgebrochen, man sah aus dem Fenster nur noch Truppen von Soldaten, die jedes Haus durchsuchen wollten. Alle meine Fenster waren gebrochen, überall lagen Glasscherben. Als die Soldaten bei mir kamen und an die Tür klopften, habe ich mich ganz leise mit meiner Katze versteckt, sie haben uns nicht gemerkt. Ich habe beschlossen, von zu Hause aus versteckt mit Hilfe von Internet über die neuen Kriegszuständen hier zu berichten.

[1] Toll, diese erniedrigenden Rollen-Klischees verfolgen mich bis in den Träumen.

[2] Das sieht man, ich habe den Mediterranen Typ.

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