Irritiert

Mit meinem Vortrag für Donnerstag habe ich seit gestern keinen großen Fortschritt geschafft. Mein PC ist gerade vier Monate alt, und ich habe anscheinend erst gestern zum ersten Mal Powerpoint benutzt, weil er mir beim Starten diese Fragen zur online Benutzung der Hilfe usw. gestellt hat. Wieso auch, so häufig brauche ich Powerpoint nicht mehr, meine Bewerbungen schreibe ich mit Word (geht für mich doch schneller als LaTeX) und mein Bewerbungsstand für die Arbeitsagentur mache ich mit Excel.

Schon komisch, dass die Miniaturansicht der Folien auf der linken Seite nicht richtig zu funktionieren scheint, schon direkt nach dem Öffnen der Datei. Wenn ich die Maus drüber halte und ein paar mal rauf und runter scrolle, sehen die wieder richtig aus, aber so bald ich bei den Folien selber scrolle geht’s nicht mehr, die Miniaturansicht wird nicht aktualisiert, friert ein, oder kann sogar ganz weiß werden. Daran merke ich, wie sehr ich diese Ansicht bis jetzt benutzt habe. Ich habe schon Office heute de- und re-installiert, mit dem gleichen Ergebnis. Mist. Ich werde bis Donnerstag damit leben müssen. Es könnte daran liegen, dass ich jetzt Windows 7 und nicht mehr XP habe. Nein. Ich hatte auf meinem Arbeitslaptop bei meiner Beratungsstelle ebenfalls Windows 7 mit Office 2007 benutzt, genau wie jetzt, und hatte gar kein Problem. Und wenn ich überlege zickt Word auch, etwas ist faul mit der automatischen Korrektur, obwohl ich alle Häkchen richtig gesetzt habe.

Ich lasse es für heute Abend sein, ich fühle mich sowieso schwindelig. Vielleicht habe ich mich heute Nachmittag beim Sport überanstrengt. Zu lange Pause, zu viel auf einmal. Meine Verwandlung zum Schweinchen seit meinem Ischias-Problem muss ich aber irgendwann rückgängig machen. Ich habe vielleicht „nur“ 6kg drauf gelegt, aber dichte Muskelmasse durch leichtes Fettgewebe ersetzt, autsch.

Der Vortrag soll eh nur 20mn dauern. Und ich habe erfahren, dass eine ex-Kollegin sich auf diese Stelle auch beworben hatte, und am Freitag dran ist, sie hat’s mir selber erzählt. Hmmm. Ursprünglich ist die Stelle nur für „FH-Diplom/Bachelor“ ausgeschrieben. Gleichzeitig verlangen sie aber Expertise in meinem Gebiet, die man nur nach langjähriger Erfahrung bekommen kann, sprich in unserem Fall nach einer Promotion. Eine konkrete Vergütung haben sie nicht angegeben, deswegen ich im Anschreiben explizit gesagt habe, dass ich mindestens E13 erwarte, was ich sonst früher an der Uni verdient habe. Weniger wäre eine Frechheit. Daher dachte ich, als ich letzte Woche den Anruf bekommen habe, dass sie trotzdem interessiert sind. In der offiziellen Einladung zum Gespräch, die erst heute ankam, hat die Dame mich darum gebeten, meine Gehaltsvorstellung anzugeben. Es riecht nicht gut. Ich werde meinen Wert doch nicht für einen auf nur zwei Jahren befristeten Vertrag in einem öffentlich finanzierten Forschungszentrum (sprich ohnehin schon schlecht bezahlt) sinken lassen. Davon hatte mich sogar meine Beraterin bei der Arbeitsagentur abgeraten – wenn ich eine Person als Beraterin bezeichnen kann, die ich nur einmal gesehen habe und die meine Anfragen per Email unbeantwortet lässt. Wahrscheinlich mache ich den Vortrag umsonst. Ich denke, ein billigerer Kandidat steht schon zur Verfügung, die Stelle musste veröffentlicht werden, und meine ebenfalls promovierte Freundin und ich sind nur eingeladen worden, weil wir Frauen sind („Wir sind an der Bewerbung von Frauen besonders interessiert“) und so nah wohnen, dass keine Reisekosten entstehen. „Sehen Sie, wir haben versucht, Frauen einzustellen, aber sie verlangen zu viel Geld, wir können nichts dafür“. Hoffentlich bin ich einfach zu pessimistisch.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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Datenmanagement mit SQL

Anlass ist der gestrige Blog-Eintrag von Seelenschwingung. Dass es einfach online kostenlose IT-Grundkurse mit Tests und Zertifikat wusste ich nicht, eine tolle Initiative! Wie gut diese Zertifikate anerkannt sind, weiß ich allerdings nicht.

Der Kurs über Datenbanksystemen (genauer gesagt, „Datenmanagement mit SQL“) fängt heute an und dauert sechs Wochen. Ich habe mich schon gestern angemeldet, aber man kann später einsteigen, wenn man die Zeit hat, den verpassten Stoff zu bearbeiten. Der maximale Zeitaufwand pro Woche beträgt etwa 6 Stunden, es gibt Videos mit Unterricht, Selbsttests und eine Hausaufgabe, die jede Woche gemacht werden soll. Die Punkte für die Hausaufgaben zählen zur Hälfte für das Zertifikat, falls ihr spät einsteigt und trotzdem die Klausur am Ende perfekt schafft, könnt ihr das Zertifikat bekommen.

Also keine Angst, anderthalb Monaten in einem dunklen Zimmer zu sitzen und nur daran zu arbeiten, es ist so zeitlich geregelt, dass man mit einer Stunde abends gut klar kommt. Zu Hause bin ich sowieso die ganze Zeit, da ich nur noch Bewerbungen schreibe. Ach ja, diese Woche darf ich sogar einen wissenschaftlichen Vortrag für ein Vorstellungsgespräch am Donnerstag vorbereiten. Drückt mir die Daumen!

Zum Abschalten beim Mittagessen suche ich mir häufig irgendwelche Videos auf YouTube, wenn ich nicht mit Kolleginnen essen gehe. Dann kann ich die Zeit wunderbar für die Lernvideos benutzen. Der Nachteil, den ich sehe, ist dass der Kurs sehr theoretisch angelegt ist und keine Praxis vorsieht. Deswegen „Grundkurs“. Am Ende kann man behaupten, eine Ahnung vom Thema zu haben, aber man kann keine Erfahrung vorweisen.

Sonst habe ich heute meine Sportkleider angezogen und habe die Hoffnung, es bis zum Fitness-Studio bei mir um die Ecke zu schaffen. Mein ex-Chef hat mich letzte Woche gefragt, wie es mit dem Rücken und Training ging, und ich musste zugeben, dass ich sehr lange nicht mehr beim Studio war. Das Abo läuft trotzdem weiter. Und da meine Katze auf Diät ist, kann ich sie dadurch moralisch unterstützen – auch wenn ich denke, ihr ist es egal, sie braucht meine Unterstützung nicht, aus ihrer Sicht braucht sie gar kein Diät. Auf dem Plan für heute: 30mn leichtes Kardiotraining und eventuell ein bisschen Muskeltraining für Arme und Bauch. Die Sonne scheint und motiviert mich dazu. Ich will’s aber nicht übertreiben, da mein Ischias sich schnell wieder melden kann, selbst wenn es heute gut geht.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.