Meine Erfahrung mit dem Schlafwandeln

Als Kind habe ich nie Schlafwandeln erlebt – jedenfalls erinnern sich meine Eltern nicht daran. Meine kurze Erfahrung mit dem Schlafwandeln fängt ein oder zwei Jahre nach dem Anfang der Pubertät an, in der Mittelstufe, ich war damals in der 7. oder 8. Klasse.

Bei meiner ersten Episode träumte ich, dass es früh morgens war, und ich dabei war, Kleider im Schrank zu holen, um mich für die Schule anzuziehen. Plötzlich kam aus dem Schrank, auf Augenhöhe, eine riesige grüne Schlange auf mich zu. Ich war so erschrocken, dass ich erwachte – um festzustellen, dass ich tatsächlich im Dunkel vor meinem Kleiderschrank stand und in der Hand ein Rock hielt. Es fiel mir schwer, wieder ruhig einzuschlafen.

Beim zweiten Mal hatte ich nicht geträumt; ich weiß aber noch, wie ich beim Schlafwandeln in meinem Schlafzimmer mehrmals für Bruchteile von Sekunden aufgewacht wurde und wieder einschlief. Zuerst stand ich an der Tür des Schlafzimmers, links von meinem Bett, und war dabei, das Scharnier mit meinen Fingern zu tasten. Kurz darauf erwachte ich neben meinem Schreibtisch. Beim nächsten kurzen Aufwachen berührte ich die Scharniere des Fensters am Ende meines Bettes. Nach der letzten Szene beim Aufwachen konnte ich aber nicht mehr einschlafen. Ich war im Schlaf um mein Bett gegangen und neben dem Bett meiner jüngeren Schwester angekommen, über sie gebeugt, mit der kleinen Stehlampe in der Hand, die ich hochgehoben hatte. Als ich in diesem Zustand aufwachte habe ich einen großen Schock bekommen. Ich ging also mitten in der Nacht zum Schlafzimmer meiner Eltern, weckte sie und sagte, ich wollte nicht mehr im meinem Zimmer schlafen, ob sie mich im Wohnzimmer einsperren könnten. Natürlich wollten sie das nicht tun, ich konnte auch nicht ganz richtig erklären, was passiert war, meine Mutter sagte, Schlafwandeln wäre normal, und ich habe den Rest der Nacht sitzend in meinem Bett verbracht. Zum Glück habe ich danach nie wieder Schlafwandeln-Episoden erlebt.


Dieser Beitrag ist ursprünglich auf Meckereien & Co. erschienen.

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