Frei gelegt

Die Implantate für den Ersatz meiner beiden entfernten Milchzähne haben wir am Anfang des Jahres eingebaut. Jetzt scheint sich genug Knochenmasse herum gebildet zu haben, um weiter machen zu können, laut dem Röntgenbild von heute morgen.

Der Plan für heute beim Oralchirurg war also, das Zahnfleisch unter den Schrauben wieder zu öffnen und zur Seite zu schieben, um eine Art Kappe drauf zu setzen. Mit der lokalen Betäubung ging es problemlos. Auf dem Weg nach Hause hat mein Zahnfleisch gepocht und ich musste langsam gehen. Aber angeblich soll ich mir keine Sorgen machen, ich darf ganz normal essen und mir die Zähne putzen. Jetzt komme ich mir wie RoboCop vor, mit den zwei Muttern die mitten im Zahnfleisch metallisch glänzen.

Weiter geht’s bei meiner normalen Zahnarztpraxis in zwei Wochen. Letzte Woche wurde schon einen Abdruck vom Loch zwischen Molar und Prämolar auf beiden Seiten gemacht. Was wir in zwei Wochen machen ist mir nicht klar. Zwei Wochen später habe ich einen weiteren Termin, und erst danach kann ich mit meinen neuen Zähnen angeben. Wenn ich sehr breit grinse.

Vom Wandbildschirm abfotografiert, als ich nach der Betäubung länger im Behandlungsraum alleine warten musste.

Dass die zwei Milchzähne unten immer noch kein Problem machen, finde ich beeindruckend. Der letzte Milchzahn oben, hinten dem der erwachsene Zahn im Gaumen quer gewachsen ist, hält auch erstaunlich gut. Fragt sich, wie lange.


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Begegnung mit einer Katze – Hitzeerschöpfung

Gestern war Betriebsfeier. Mit den vielen Emails zum Thema habe ich die Uhrzeiten durcheinander gebracht und bin eine Stunde zu früh am Treffpunkt angekommen.

Um mir die Wartezeit zu vertreiben, habe ich einen kleinen Spaziergang im Park gemacht und eine junge süße Katze kennen gelernt, die sich nach kurzen Streicheleinheiten gegen meine Beine gerieben hat. Ich bin weiter auf dem Weg gelaufen und sie ist mir auf der anderen Seite vom Weg gefolgt, bis wir an einem Busch gekommen sind. Dort hat etwas ihre Aufmerksamkeit erregt. Sie ist leise auf einen Ast gesprungen und hat sich in Jägerstellung ganz langsam ihrem Ziel genähert. Was das war, keine Ahnung. Ich fragte mich, ob ich laut werden sollte, um den Vogel zu retten, als sie schon zum Angriff ging. Krach im Bäumchen, etwas ist den Ast vom Nachbarbaum ganz schnell hoch gelaufen: Kein Vogel sondern ein schwarzes Eichhörnchen, das ganz laut anfing zu schimpfen. Verletzt sah es nicht aus. Die Katze ist zurück zum Weg gekommen, hat mich dann angeschaut und sich bei mir in einem jämmerlichen Miau-Ton über ihren Misserfolg ausführlich beschwert, bevor sie sich auf dem Weg im Schatten gelegt hat.

Die Betriebsfeier war schön. Der Tag war heiß aber ich habe nicht wirklich das Gefühl gehabt, unter der Hitze zu leiden, obwohl wir gut zwei Stunden in der Mittagszeit leichte sportliche Aktivitäten auf der Wiese gemacht haben. Ich habe viel Wasser getrunken. Wir haben uns anschließend auf der Terrasse vom Wirtshaus im Schatten zum Essen getroffen und da war es mir teilweise zu warm, aber ein bisschen kaltes Wasser auf dem Gesicht hat Wunder gewirkt. Ich habe wieder viel getrunken, ein alkoholfreies Bier und danach ein Weißbier, dazu viel Wasser. Um fünf habe ich mich verabschiedet, es gab noch viele Kollegen. Mit der Tram zur S-Bahn gefahren, nicht ganz, fünfhundert Meter davon entfernt, dann gesprintet, um die S-Bahn zu kriegen und nicht zwanzig Minuten auf die nächste S-Bahn warten zu müssen, ich habe am Bahnsteig gekeucht, dann nach Hause gefahren, kalt geduscht und auf die Couch vor dem Fernseher hingelegt. Vielleicht war der Kontrast zwischen den 34 Grad draußen und den 24 Grad in der Wohnung schuld, aber mir wurde es auf einmal kalt. So kalt, dass ich gezittert habe und mich unter die Decke legen musste. Mein Gesicht fühlte sich ganz warm an und ich war müde. Bestimmt, weil ich sonst nur zu Hause arbeite? Meine Beine waren auf einmal schwer, als ob ich Muskelkater hätte, und ich habe gedacht, vielleicht bin ich viel mehr gelaufen als gedacht. Mein unterer Rücken hat kurz danach auch leicht geschmerzt. Merkwürdig. Ich habe meine Temperatur gemessen. 37,5 Grad. Fieber. Ja, weil meine normale Temperatur sonst um die 36,2 Grad beträgt, oral gemessen. Ich habe die Normaltemperatur einer Seniorin, obwohl ich gerade Mitte vierzig bin. Der Ehemann meinte, ich hätte die Hitze nicht gut vertragen.

Nach einer guten Nacht Schlaf ist das Fieber verschwunden. Mein Nacken ist steif, was daran liegen könnte, dass ich gestern Abend auf der Couch keine gemütliche Stellung finden konnte zum Fernsehen.


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Samstag in Aschaffenburg

München Hauptbahnhof, Freitag. Im Hintergrund, die Hackerbrücke.

Wir haben die Familie vom Ehemann in Frankfurt übers Wochenende besucht. Ich hatte mir den Freitagnachmittag als Freizeitausgleich frei genommen, dafür, dass ich die beiden letzten Wochenende samstags wegen IT-Änderungen arbeiten musste, zwar kurz, aber zusammen ist ein halber Tag gekommen. Ich hätte gleich den ganzen Freitag frei nehmen sollen, gäbe es nicht so viel zu tun. Als ich gegen mittags den Laptop zu klappte, hatte ich schon für die Woche neununddreißig Stunden gesammelt. Laut meiner eigenen Zeiterfassung[1], da wir auf Arbeit immer noch kein Zeiterfassungssystem haben.

Am Samstag vormittags sind wir mit Kerstin, Robert, dem Onkel und die Tante in den Zug nach Aschaffenburg gestiegen. 9€ Ticket! Der Zug war rappelvoll. Kerstin hat zwei junge Leute überzeugen können, für ihre Eltern den Sitzplatz frei zu machen. Die vierzig Minuten bei der Dichte an Menschen hätte die Tante sicherlich nicht gut stehend überlebt. Wenigstens war die Klimaanlage nicht defekt.

Unser Ziel ist das Schloss Johannisburg, nach einer Verstärkung beim Schlappeseppel[1]. Auf dem Weg dahin fällt dem Ehemann diese Skulptur auf, die wie ein Kinderspiel aussieht. Es ist ein Mahnmal zur Hexenverfolgung. Hinter dem Wochenmarkt befindet sich das Schloss. Ein Besuch lohnt sich. Neben den Korkmodellsammlung, die u.a. von Carl May (nicht Karl May) und seinem Sohn angefertigt wurden, sind Gemäldegalerien und Räume mit alten Möbeln, diversen Sammlungen von Gegenständen (Porzellan, Becher…) und zwei majestätischen Wandteppiche mit Alexander der Große. Wir sind für mein Gefühl viel zu schnell durch die Räume gezogen, ich verstehe nicht ganz den Sinn davon, in ein Museum zu gehen, um sich nichts anzuschauen oder durchzulesen.

Nach dem Schloss ging’s Richtung Pompejanum, nicht fotografiert weil die Familie vom Ehemann wieder ganz schnell durch wollte. Am interessantesten fand ich die Küche. Die Latrine soll sehenswert gewesen sein, meinte der Ehemann. Ich habe sie verpasst. Wir gehen zurück in die Stadt und machen wieder eine Kaffeepause, bevor wir die Stiftskirche besuchen, wo eine Musikgruppe scheinbar für ein Konzert übt.

Die Rückfahrt nach Frankfurt war viel entspannter, da wir alle Sitzplätze oben im Zug finden konnten. Ich habe geschlafen. Sowie der Ehemann. Und der Onkel und die Tante. Da ich nur zu Hause arbeite und kaum raus gehe, hat mich die Hitze total umgehauen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.


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Gefällt mir…

Der Knopf ist auf meinem Blog jetzt grundsätzlich deaktiviert. Falls ihr euch wundert.

Das war kein Versehen sondern eine gut überlegte Entscheidung. Denn ein gewisser Hirngespinnt treibt seit längerer Zeit sein Unwesen auf WordPress, wie bei Linsenfutter, und jetzt hat er mein Blog entdeckt. Das Entfernen von einzelnen Likes geht scheinbar nicht, oder ich habe nicht herausgefunden wie, und so habe ich nicht lange gebraucht um zu entscheiden, zwischen gar keine Likes anzeigen oder Hakenkreuze auf dem Blog zu haben, zeige ich lieber gar keine Likes an.

Das hat den Nebeneffekt, dass Leser, die bis jetzt bei mir „Gefällt mir“ geklickt haben (was durch den Reader immer noch möglich ist) vor ihm geschützt sind, da sie nicht mehr auf meiner Seite erscheinen. Denn so habe ich ihn mir geholt, als ich bei einem Beitrag vor ihm „Gefällt mir“ geklickt habe.

Ob er jetzt seine judenfeindliche Kommentare auf anderen Blogs unter meinem Namen schreibt, wie hier beschrieben, keine Ahnung. Aber eins sollte klar sein, sowas kann nicht von mir kommen. Unter den Sachen, die ich einfach nicht verstehe, fällt Judenhass.


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Tabouleh mit roter Paprika

So viel Arbeit für so wenig Salat… Aber es lohnt sich!

Was ein echter Tabouleh ausmacht, habe ich erst im Buch Jerusalem von Yotam Ottolenghi und Sami Tamimi gelernt[1]. Petersilie. Die Taboulés aus Frankreich, mit denen ich groß geworden bin, haben damit gar nichts zu tun. Viel zu viel Couscous, ein Hauch Minze und trockene Tomaten, die ich nicht besonders mag, weil sie meistens mit Zucker eingelegt werden, jedenfalls schmecken sie mir zu süß.

Seitdem ich weiß, wie Tabouleh wirklich geht, mache ich es gerne, aber man braucht Zeit, viel Zeit, um die Petersilie ganz fein mit dem scharfen Messer in Streifen zu schneiden, ohne die Blätter zu zerquetschen. Es hat fast was Meditatives. Ich mische auch gerne Minze dazu, wenn ich das Glück habe, frische Blätter zu ergattern. In unserem Bio-Laden passiert es leider sehr selten. Und meistens verzichte ich auf Couscous, aus reiner Faulheit.

Die grobe Idee von diesem Überraschungstabouleh habe ich schon länger, als ich diesen Salat gemacht hatte. Wie wär’s, rote Paprika anstatt von Tomaten zu benutzen? Und Sesamkörner könnten optisch den Couscous wunderbar ersetzen. Das Ergebnis war sehr lecker.

Die Zutaten (für vier klitzekleine Portionen als Vorspeise)

  • 1/2 Bund glatter Petersilie
  • 1/4 roter Zwiebel
  • 1/2 rote Spitzpaprika
  • 1 Teelöffel Sesam
  • Saft einer kleinen halben Bio-Zitrone
  • 1 Esslöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Sumach
  • Granatapfelkerne nach Belieben

Die Zubereitung

  • Die Petersilie unter fließendem Wasser gut spülen, abtrocknen lassen. Die Blätter  abzupfen, portionsweise aufeinander stapeln, in ganz feine Streifen schneiden und in eine kleine Salatschüssel geben.
  • Eine Stunde später, so lange hat’s bei mir für die Petersilie gedauert, das Stück Zwiebel ganz klein schneiden und dazu geben.
  • Die Paprika zuerst in dünne Streifen schneiden, dann senkrecht in kleine Stücke schneiden. Meine Stücke waren kein halbes Zentimeter lang So was nennt man Brunoise. Zum Salat geben.
  • Sesam, Sumach und Granatapfelkerne auf dem Salat streuen.
  • Den ausgepressten Zitronensaft mit dem Olivenöl zum Salat geben, gut umrühren und vor dem Servieren eine Stunde kalt stellen.
  • Für den besonderen Kick kann man ein Stück der Zitronenschale fein abschneiden, in Brunoise schneiden und unter dem Salat mischen.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung.


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Marmelameisen

Für den bescheuerten Titel ist die Hitze verantwortlich. Es geht um Ameisen. Und Marmelade. Und Ameisen in Marmelade. Oder umgekehrt. Das war jedenfalls ursprünglich die Idee.

Die Wespen am Nadelbaum.

Am letzten Sonntag haben wir auf dem Balkon gefrühstückt. Ich hatte mir eine Scheibe Brot mit einer Orangen-Zitronen-Marmelade aus Sizilien zubereitet, die in unserem Stamm-Bioladen verkauft wird. Kaum hatte ich mich mit meinem Teller und einer Tasse Kaffee am Balkontisch gesessen, kam eine Wespe. Ich hab’s nicht so mit Wespen. Wenn sie bei den Nadelbäumen bleiben, ist es in Ordnung. Sobald sie anfangen, sich für den Inhalt meines Tellers zu interessieren, macht es mich nervös. Ich versuche es zu unterdrücken und wenn sie sich einfach nur ein Stück abschneiden wollen, um damit weg zu fliegen, gönne ich es ihnen. Wenn sie um meinen Kopf rum fliegen, hört der Spaß auf.

Letzte Woche Donnerstag bin ich schon von einer Wespe gestochen worden. Ich war mit Kollegen nach Feierabend am Hirschgarten. Philipp hatte das Treffen vorgeschlagen. Wir waren um die zehn Kollegen. Teilweise mit Kinderwagen, also lockere Atmosphäre. Und da der Biergarten auf halber Strecke für den Ehemann auf dem Weg nach Hause liegt, hatte ich ihm vorgeschlagen, sich zu uns zu gesellen. Einige Kollegen kennt er schon, aus der Zeit von vor der Pandemie, als man noch ungehindert Betriebsfeiern machen konnte. Es waren einige Wespen und eine ist um meinen Kopf geflogen. Um auf meine Schulter zu landen. Der Ehemann hat sofort unreflektiert mit der Hand gegen meine Kleidung gehauen, um die Wespe zu vertreiben, obwohl er sie, wie er mir später gebeichtet hat, nicht mal richtig sehen konnte. Er hat sie zwischen Kleidung und Schulter eingeklemmt. Sie hat mich gestochen. So schmerzhaft wie ein Bienenstich war es am Anfang nicht, aber der Schmerz hat schnell an Intensität gewonnen und eine rote, warme, geschwollene Fläche hat sich auf der Haut bis zum Nacken ausgebreitet. Nach einer halben Stunde sah es nicht mehr so schlimm aus, beim Bewegen vom Arm tat es trotzdem immer noch weh. Der Stich hat mich gute fünf Tage belästigt. Blöderweise genau da, wo der Träger vom BH sonst sitzt.

Diese Wespe am Sonntag war mir also zu aufdringlich, der Stich zu frisch in Erinnerung. Ich bin wieder rein gegangen und habe auf einem kleinen Teller einen Klecks Marmelade getan. Den Teller habe ich der Wespe gezeigt und dann weit weg vom Tisch zu den Blumenkasten getragen. Sie hat dran geschnuppert, fand es aber doch nicht so interessant. Den Teller habe ich danach auf dem Balkon schlicht vergessen.

Ameisen um die Pfütze.

In der Nacht zu Donnerstag hat es Gewitter gegeben. Es tat gut, am Mittwoch hatten wir sechsunddreißig Grad. Die kurze Abkühlung war willkommen. Als ich vorgestern beim Zubereiten von Tee durch die Küchenfenster geschaut habe, ist mir der Teller wieder aufgefallen. Es war elf Uhr morgens. Ich bin zum Balkon gegangen, um den Teller rein zu bringen, und erst dann habe ich die Ameisen gemerkt. Durch den Regen hatte sich eine Pfütze im Teller gebildet, die die Marmelade teilweise gelöst hatte. Ob dadurch ein bisschen von der Marmelade auf dem Blech getropft war? Jedenfalls hatten die Ameisen den Teller entdeckt. Sie standen im Kreis um die Pfütze und tranken das süße Wasser. Eine Ameisenkolonne hatte sich auf dem Blech gebildet, und sie gingen zum Teller hin und wieder weg, nachdem sie genug getrunken hatten.

Ameisen mit Läusenhorde in der Salbei.

Die Ameisen sind eine Plage auf dem Balkon und ich hatte eigentlich nicht vor gehabt, sie so mit Nahrung zu versorgen. Andererseits, würden sie aufhören, auf dem Thymian und der Salbei ihren Läuse zu züchten, wenn sie so leicht Zugang zu Zucker bekommen? Beim neuen Thymian ist es jetzt egal, er ist schon eingegangen. Obwohl wir abends die Pflanzen gießen und tagsüber die Markise ziehen, damit die Sonne nicht direkt drauf knallt. Er hat zu viele Hitze bekommen. Seine Blätter sind auf einmal ausgetrocknet und die Äste ganz schwarz geworden.

Nach der Mittagspause habe ich nochmal nach dem Teller geschaut. Er war die ganze Zeit im Schatten geblieben und die Temperatur war gerade über zwanzig Grad, so schnell hätte das Wasser nicht verschwinden sollen, aber der Teller war völlig trocken geworden. Die Ameisen hatten schon alles getrunken. Auf dem ersten Bild sieht man, wie einige Ameisen, die weg vom Teller gehen, einen richtig dicken Bauch haben, verglichen mit denen die noch trinken. Eine Ameise liegt im Wasser, sie ist gestorben. Ich habe am Vormittag gesehen, wie sie drin schon in Schwierigkeiten steckte, und eine andere Ameise einfach über sie gelaufen war. Sie ist dadurch unter der Wasseroberfläche geraten und ertrunken. Um halb zwei war der Teller komplett frei vom Wasser und die Leiche entsorgt. Ein Haufen Ameisen hatte sich über den Klecks Marmelade gestürzt. Nach Feierabend waren um halb sieben nur noch Krümel übrig (und ein heruntergefallenes Stück Rinde aus dem Nadelbaum).

Die Fotos habe ich dem Neffen geschickt[1]. Er hat jetzt schon eine feste Vorstellung davon, was er machen will, wenn er groß wird. Nichts weniger als Direktor für einen Insektenzoo. Ameisen faszinieren ihn gerade sehr, er hat sogar einen Ameisenbau mit einer durchsichtigen Wand bekommen.

[1] Eigentlich habe ich die Fotos zu meiner Mami geschickt. Weil der Neffe jetzt offiziell bei ihr wohnt, er hat sogar den letzten Monat Maternelle im Dorf verbracht. In der Schule, wo ich selber vor vierzig Jahren gegangen war, und nach mir meine Geschwister. Meine Schwester hat nach zwei Wochen Bangen endlich Anzeige gegen den Vater vom Neffen erstattet und wohnt erstmal unter der Woche in einer billigen Pension, bis ihr Arbeitsvertrag am Ende vom Sommer aufhört. Dann kommt sie zu meiner Mami, wo sie schon am Wochenende übernachtet. Ich bin sehr erleichtert, nachdem ich erklärt bekommen habe, dass „schlagen“ eine zu milde Beschreibung von dem ist, was ihr Freund ihr angetan hatte. Erwürgt hat er sie. Regelmäßig, seit vier Jahren. Also nicht erst seit der Pandemie, sonder weil er zu gerne zu tief in die Flasche schaut und paranoide Züge hat. Dieses Arschloch soll mir nie wieder über den Weg gehen. Wenn ich denke, ich hätte nach dem Tod von meinem Bruder auch beinahe die Schwester verloren, weil sie sich erst entschloßen hat zu gehen, als er angefangen hat, sie vor dem Kind zu malträtieren… Wie ich hoffe, dass sie nicht in irgendeinem Schwächeanfall zurück zu ihm geht… Ich hatte ihr vorgeschlagen, zu uns umzuziehen, aber obwohl sie Deutsch gelernt hat, meint sie, es wäre für den Neffen zu viel Änderung, ins Ausland zu gehen. Helfen lassen wollte sie sich auch nicht, obwohl sie mehrmals erzählt hatte, dass sie nicht genug Geld für eine Wohnung hat. Weil sie nur kurze befristete Anstellungen findet und selten weiß, ob sie im nächsten Monat was verdient. Alles was ich machen konnte war, meiner Mami Geld für sie zu schicken, und das will sie jetzt horten bis sie es „wirklich“ braucht. Bis dahin wird es mit der Inflation nichts mehr wert sein.

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Vom Schliersee zum Tegernsee

Der Ehemann hat sich ein Wanderbuch für die Gegend bei der Bibliothek ausgeliehen. Drin war eine Strecke als leichte Wanderung angegeben, die ganz nett aussah, vom Schliersee zum Tegernsee. Genau diese Wanderung hatten Kollegen auf Arbeit mal für einen Betriebsausflug vorgeschlagen. Dazu ist es nie gekommen.

Am Sonntag habe ich sie mit dem Ehemann gemacht. Wir sind früh aufgestanden, um mit der Bahn um zehn in Schliersee anzukommen. Laut Wettervorschau sollten die Wolken gegen elf verschwinden. Wir haben zuerst ein Lokal gesucht, um zu frühstücken und Kraft für den Tag zu tanken. Zu Hause hatten wir nicht mal Kaffee getrunken.

Am Schliersee waren wir schon zweimal, hier irgendwie unerwähnt. Das erste Mal vor über zwei Jahren, kurz vor der Pandemie. Ich hatte den Ehemann zu einem entspannten Wochenende eingeladen, in der Zeit, als er sonst jedes Wochenende in Berlin verbracht hatte, um seinen Vater nach dem Schlaganfall im Krankenhaus zu besuchen. Es war verschneit und wir waren um den See spazieren gegangen. Das zweite Mal, als Patrick und Hannah aus Berlin gekommen waren, hatten wir das Markus Wasmeier Freilichtmuseum[1] besucht. Wir wohnen ja jetzt da, wo andere Urlaub machen.

Frühstück

Da wir uns also auskennen, will der Ehemann zur Bäckerei auf dem Weg zur Seilbahn gehen. Problem: Die lange Schlange vor der Tür. Bei dem ungemütlichen Wetter will ich nicht so lange draußen stehen. Viele Lokale scheinen nicht geöffnet zu sein und wir gehen die Straße runter bis wir ein nettes italienisches Restaurant finden, das Frühstück anbietet.

Es ist elf, als wir raus gehen, und die Wolken sind immer noch da. Ich bin froh, dass der Ehemann mich überredet hat, die Regenjacke mitzunehmen. Wir laufen an den Thermen[1,2] vorbei zum See und nehmen den Weg rechts. Hier kann man sich nicht verlaufen, so gut die Beschilderung ist, und nicht nur hier sondern bis Tegernsee sind solche Schilder aufgestellt.

Der Anfang der Strecke ist für den Ehemann schnell nervig, weil wir auf der asphaltierten Straße laufen, wo auch Autos fahren. Wir laufen am linken Rand der Straße, wie die meisten Leute die wir treffen. Größere feiernde, lauten Gruppen sind unterwegs, und wenn sie auch noch rauchen und dicken Wolken verursachen, stört es mich. Ja, es ist auf offener Straße, trotzdem finde ich es nicht geil, den ausgeatmeten Zigarettenrauch anderer andauernd einatmen zu müssen. Nach der ersten Alm wird es ruhiger, wobei mich ein vorbei fahrender schwarzer Transporter fast überfahren hätte, als wir uns an der Weggabelung zum Parkplatz am Ende der asphaltierten Straße befinden. Der Fahrer überholt mich von hinten aus um im Eiltempo vor mir in den Parkplatz zu fahren, um noch am Ende vom Parkplatz immer noch so schnell doch zurück zur Straße zu kommen. Wir sehen, wie der Transporter zwei hundert Meter weiter am Wegesrand geparkt wird, und zwei Männern raus gehen, um den Wanderweg hoch zu laufen. Die Autofahrer in Bayern sind sowas von rücksichtslos Fußgängern gegenüber.

Wir laufen ebenfalls den Weg hoch, den die zwei Männer aus dem Transporter eingeschlagen haben. Es wird schnell kontinuierlich steil, wir werden aber mit einigen tollen Ausblicken belohnt. Kurz vor der Gindlalm[1] lasse ich den Ehemann vor gehen und einen Tisch suchen. Ich kann schon nicht mehr und gehe nur noch langsam. Ich komme an der Alm an. Draußen sind noch viele Tische frei und der Ehemann hat sich ausgerechnet den ausgesucht, der neben einer größeren, rauchenden Männertruppe steht. Ich schlage ihm einen anderen Tisch auf der anderen Seite der Alm vor. Dort ist es ruhiger, die Aussicht immer noch schön und die Luft nicht so verpestet. Die Kühe liegen einige Meter von uns entfernt recht entspannt. Ich bestelle mir ein außergewöhnlich leckeres alkoholfreies Weißbier und eine Rinderbrühe, was ich bei Wanderungen häufig bestelle. Die Brühe tut gut, bei dem Wetter. Die Wolken sind immer noch da und wir haben dreizehn Grad mit leichtem Wind.

Nach der wohltuender Pause geht’s den schönen Weg hinter der Alm weiter mit grandiosem Panorama und Kühen, die fast auf dem Weg liegen. Es ist schwer, sich an die Anweisungen zu halten, den Kühen nicht zu nahe zu treten. Sie bleiben entspannt. Am Berggasthof Neureuth[1] sehen wir schon unser Ziel unten. Der Weg dahin ist aber nicht leicht. Der Weg ist gut begehbar, ja, aber teilweise mega steil und mein Ischias schreit sofort, als es ab der Kapelle bergab geht, obwohl er schon lange nichts mehr von sich hören lassen hatte. Runter gehen finde ich auch deswegen anstrengender als hoch gehen. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichen wir Tegernsee, wo wir schon im Herbst waren, irgendwie auch hier unerwähnt, nicht mal unter meinen Entwürfen. Wir hatten da die Sonderausstellung Marc Chagall am Olaf Gulbransson Museum[1] besucht.

Es ist immer noch grau, aber wärmer. Wir hatten eigentlich vor, nach der Wanderung im See zu schwimmen, aber uns wurde es oben zu lange kalt. Ich habe meine Wechselklamotten umsonst im Rucksack getragen. Ich bin nach der Wanderung viel zu platt, um bis zum Bräustüberl[1] zu gehen, wo der Ehemann hin wollte, ich schleppe mich nur noch vor mich hin, und wir essen eine Kleinigkeit direkt am See neben dem Rathaus, bevor wir mit der Bahn zurück nach Hause fahren.

Unterwegs gesehen:

Insgesamt, 13,5 Kilometer mit einem Höhenunterschied von 580 Metern zurück gelegt. Und eine Karte für das Fotoprojekt 2022, Wanderungen und Fahrradtouren von Roland Schreiber.

Am Sonntagabend haben wir uns nach den zwei Stunden Bahn in die Badewanne gestürzt. Meine Beine waren so müde. Gestern hatte ich einen massiven, generalisierten Muskelkater in den Beinen und war froh, von zu Hause aus zu arbeiten. Heute ist der Muskelkater nur noch in den Kniebeugen hinten, in den Waden und seitlich von den Knöcheln, ähnlich wie damals. Das B2Run[1] heute Abend wird schwer. Dabei trainiere ich schon seit einigen Wochen. Nicht genug.

[1] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

[2] Die hatten wir bei unserem ersten Wochenende dort besucht.

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Kalte Gurkensuppe

Diese Suppe habe ich uns am letzten Wochenende zubereitet. Das perfekte Rezept[1] für einen heißen Sommerabend.

Die Zutaten (für vier Portionen)

  • 3 große Gurken
  • 1 gehäufter Esslöffel Tahin
  • 2 große Knoblauchzehen
  • 20 g Minzeblätter
  • 20 g Petersilie (glatt)
  • Fenchelgrün[2]
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • Saft von zwei Zitronen, plus Abrieb für einen Esslöffel
  • Salz
  • Pfeffer
  • 40 g Kürbiskerne
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel
  • 1/2 Espressolöffel Chilipulver
  • Etwa 1/2 Granatapfel[3]
  • 1 Tomate
  • 4 Eiswürfel

Die Zubereitung

  • Die Gurken in Stücke schneiden, die Knoblauchzehen schälen, die Minze, Fenchelgrün und Petersilie waschen und grob schneiden.
  • Ein Drittel einer Gurke in Stücke kleiner schneiden, beiseite stellen und mit der in kleine Stücke geschnittenen Tomate zusammen kalt stellen.
  • Gurken, Knoblauch, Tahin, Olivenöl, die Hälfte der Kräuter und Zitronensaft mit Abrieb in die Küchenmaschine zusammen prozessieren.
  • Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen und mindestens vier Stunden in den Kühlschrank mit Eiswürfeln kalt stellen.
  • In einer Pfanne, einen Esslöffel Olivenöl erhitzen. Drin, die Kürbiskerne mit ein bisschen Salz, dem Chilipulver und dem gemörserten Kreuzkümmel so lange rösten, bis die Kürbiskerne leicht braun werden und anfangen zu knistern. Abkühlen lassen.
  • Die Suppe kurz rühren, in Schalen geben, mit dem Rest Kräutern, Granatapfelkernen, Tomate- und Gurkenstücken und gerösteten Kürbiskernen obendrauf servieren.

Nährwertangaben

pro Portion fürs Rezept
Energie (kcal) 348,8 1395
Eiweiß (g) 11,7 46,9
Kohlenhydrate (g) 17 68
davon Zucker (g) 10,1 40,2
Fett (g) 23,7 94,7
Ballaststoffe (g) 7,3 29,3

[1] Adaptiert aus dem exzellenten Buch Palästina von Sami Tamini und Tara Wigley, mit Vorwort von Yotam Ottolenghi.

[2] Das Rezept sah eigentlich Dill vor. Ich hasse Dill. Fenchel mag ich. Angeblich soll es Leute geben, die Dill und Fenchel nicht auseinander halten können. Ich verstehe nicht wie, wenn sie sich im Geschmack und Geruch doch so sehr unterscheiden. Fenchel wuchs bei uns wild im Garten, als ich klein war. Und beim Spazierengehen mit dem Ehemann vor einigen Wochen haben wir auf einer Wiese mit Bienenblumen wilden Fenchel entdeckt. Seitdem gehe ich regelmäßig hin, um Fenchelgrün zu sammeln. Passt wunderbar zu Fisch und Salaten.

[3] Auch nicht Teil vom ursprünglichen Rezept, aber ich hatte Granatapfel aus einem anderen Rezept übrig.


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Neuer Duschkopf

Ungewöhnliche Form.

Wir haben uns einen neuen Duschkopf besorgt. Zum dritten Mal, seitdem wir in der Wohnung leben. Der Alte war keine zwei Jahre alt und sah noch gut aus, aüßerlich. Das klingt jetzt total verschwenderisch, leider ist meine Haut so empfindlich, dass ein Wechsel notwendig wurde.

Seit Jahren juckt meine Haut manchmal unerträglich, nach dem Duschen. Nicht immer. Ich habe lange nicht gewusst, woher das kommt.

Angefangen hat es in der Wohnung, in der ich während meiner ganzen Zeit als Postdoc in Stelle #1 gewohnt habe. Nicht sofort, sondern erst als mein Nachbar auf der Etage, der Deutschlehrer, ausgezogen war und ich die Vermieter darum gebeten hatte, die eingemauerte Tür zwischen unseren beiden Wohnungen wieder frei zu machen und mir die Miniwohnung zusätzlich zu vermieten. So konnte ich Familienmitglieder bei mir übernachten lassen, wenn sie mich besuchten, anstatt sie im Hotel um die Ecke einzuquartieren, und ich hatte einen Rückzugsort, wenn mein arschiger Nachbar im Haus nebenan mal wieder so rücksichtslos laut feierte, dass bei mir die Möbel wackelten. In meinem älteren Teil der Wohnung hatte ich eine Badewanne. Im neuen Teil war eine Duschkabine, was ich viel praktischer fand. Aber ab dann, wie ich erst im Nachhinein geschnallt habe, hat meine Haut nach dem Duschen angefangen zu jucken. Das wurde unerträglich und ich musste danach recht lange warten, bevor ich mich anziehen konnte, bis zu einer Stunde. Unabhängig davon, welchen Duschgel oder welche Seife ich benutzt habe. Eincremen hat nie geholfen, nur kurzfristig gelindert, bevor es wieder anfing. Und das Krasse ist, die Haut sah dabei ganz normal aus, man hat es mir nicht angesehen. Vielleicht deswegen habe ich nie einen Arzt dafür besucht.

Ich bin nach Berlin umgezogen, und in der Wohnung habe ich es schlicht vergessen. Dort war das Problem von alleine verschwunden. Ich hatte es nicht mal auf Arbeit erlebt, wo ich heimlich zwei Wochen geschlafen hatte, als meine temporäre Unterkunft auslief und ich noch keinen Mietvertrag hatte. Und Duschen am Fitnessstudio war nie ein Problem. Es fing wieder an, nachdem ich mit dem noch nicht Ehemann Urlaub auf den Seychellen verbracht hatte, Tomasz, mein Nachfolger auf Arbeit, in meinen zwei Wochen Abwesenheit meine Wohnung zur Probe benutzt hatte, weil seine temporäre Unterkunft nicht verlängert werden konnte (so konnte er meine Katze versorgen, und die Wohnung hatte er danach übernommen, win-win), ich Tomasz angeboten hatte, nach meiner Rückkehr weiterhin dort zu leben, und ich in der Zeit bis zum gemeinsamen Umzug in die Eigentumswohnung mit dem noch nicht Ehemann in seiner Mietwohnung in Charlottenburg geschlafen hatte. Dort war das Jucken nach dem Duschen auf einmal schlagartig zurück gekommen, mit einer Wucht, die mich davon abhielt, weiterhin bei ihm zu duschen. Auch wenn der noch nicht Ehemann vor mir geduscht hatte. So einen extremen Juckreiz nach der Dusche hat er nie erlebt. Ich hatte mich stattdessen mit möglichst wenig Wasser am Waschbecken gewaschen.

Wir sind zusammen in die Eigentumswohnung umgezogen, und am Anfang war alles gut. Eines Tages meinte der noch nicht Ehemann, er würde seinen Duschkopf in die Duschkabine vom Gästebad anbringen wollen. Weil er in der Mietwohnung in Charlottenburg den alten, schon vorhandenen Duschkopf durch einen Neuen ersetzt hatte, als er in die Wohnung kam, und er hatte ihn in die neue Wohnung weiterhin benutzen wollen. Der Unterschied war wie Tag und Nacht. Mit seinem Duschkopf kam das Jucken zurück. Er hat den Duschkopf entkalkt, das hat nichts gebracht. Wir haben den Duschkopf entsorgt und einen Neuen eingebaut, und ich konnte wieder beschwerdenfrei duschen. Bis vielleicht anderthalb Jahren vergingen, und das Jucken zurück kam. Ein Duschkopfwechsel war die Lösung.

Dasselbe erlebe ich jetzt hier in der Wohnung auch. Nach einer Weile müssen einfach die Duschköpfe gewechselt werden. Wenn ich einige Tage lang wieder ein leichtes Jucken nach dem Duschen merke (und ich dusche nicht jeden Tag), sage ich dem Ehemann Bescheid, bevor es so schlimm wie früher wird. Woran kann das liegen? Kalk ist es nicht, sonst hätte das Entkalken gewirkt. Sammeln sich Bakterien im Duschkopf? Ich glaube nicht daran. Weil Bakterien sicherlich nach einem Entkalken eingehen. Sind das vielleicht Weichmacher oder was weiß ich, die aus dem Plastik im Duschkopf nach einer Weile austreten?

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Farbtupfer

Inspiriert von der Schwarz/Weiß Plus Serie.

Die Statue habe ich bei unserem ersten Spaziergang des Jahres in Starnberg fotografiert. Es handelt sich um die Heckfigur des Dampfschiffes Bavaria[1], die nicht immer so bunt war. Die aktuelle Farbe ist das Ergebnis von Vandalismus und nicht so einfach weg zu kriegen, laut Merkur[2]. Ich habe das Foto mit GIMP bearbeitet, um nur die Statue in Farbe zu haben. Dadurch nimmt man ihre Umrisse viel besser wahr als im ursprünglichen Foto.

[1] Vermutlich das alte Dampfschiff, nicht der Gegenstand vom verlinkten Wikipedia-Artikel. Die Inschrift auf dem Sockel erwähnt die Jahre 1878 und 1919 links und rechts vom Wort Bavaria in der letzten Zeile.

[2] Unbezahlte Werbung, da Namensnennung und/oder Verlinkung.

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